„Die eigene Region ist etwas Schützenswertes“ „Upyama“ aus Eisenach zeigt „grüne Einkaufsmöglichkeiten“ in der Umgebung auf

Die Eisenacherin Anja Hauer will die regionalen Produkte stärkenEisenach/Erfurt, 29. Februar 2016. „Meine Oma geht noch regelmäßig auf den Wochenmarkt“, erzählt Anja Hauer. Die Eisenacherin weiß aber auch, dass vielen heute die Zeit dafür fehlt, sich noch an den Martkständen umzuschauen, frisches Obst und Gemüse sorgfältig auszuwählen und einzukaufen. Stattdessen geht es häufig genug nach Dienstschluss schnell in den Supermarkt – und im Einkaufskorb landet alles, was man so braucht. Dabei spielt es nur für die wenigsten eine Rolle, woher die Lebensmittel kommen.


Anja Hauer findet das schade. Denn: „Die eigene Region, unsere Heimat, ist für viele Menschen etwas Besonderes, Schützenswertes.“ Und so kam sie auf die Idee, regionale Einkaufsmöglichkeiten aufzuzeigen, so genannte „Green Spots“. Denn oft genug ist es doch so: Den Bioladen um die Ecke kennt man vielleicht noch, aber was ist, wenn man unterwegs ist? Wo findet man das nächste vegane Restaurant, wenn man auf Geschäftsreise ist? Wo geht ein Allergiker am besten einkaufen? WSelche Hotels gestalten den Aufenthalt angenehm, wenn man gern Yoga macht und auf Bioprodukte nicht verzichten mag? Es sind Fragen wie diese, die Anja Hauer umgetrieben haben und aus der sie ihr Geschäftsmodell mit dem Namen „Upyama“ entwickelt hat.

„Bei meiner Recherche hier in der Region bin ich auf viele Produzenten großartiger regionaler Lebensmittel gestoßen“, berichtet sie. Aber nicht nur für Thüringen hat sie die Webseite oder ihre App gestaltet. Egal, an welchem Ort Deutschlands man sich befindet, mit wenigen Klicks soll man dort die lokalen „Green Spots“ finden. „Wir zeigen, was es in der Umgebung Nachhaltiges, Grünes und Regionales zu entdecken gibt. Vom Bioladen, Hofladen, dem Biohotel, dem veganen Restaurant, einer plastikfreien Einkaufsmöglichkeit, der glutenfreien Bäckerei, der Biofleischerei, dem Obsthof, dem nächsten Yogazentrum, dem Naturheiler bis hin zum nachhaltigen Möbelunternehmen und Fair Trade Webshops“, so Anja Hauer.


Das neue Upyama-Magazin soll über die "green spots" informierenVor allem liegt ihr die Sensibilisierung der Menschen für die Produkte aus der eigenen Region am Herzen: „Seien wir doch mal ehrlich: Warum den Honig aus 300 Kilometer Entfernung bestellen, wenn der Imker nebenan sich über einen neuen Kunden sehr freuen würde?“, fragt sie. Und sie ist überzeugt: 75 Prozent der Lebensmittel und Produkte für den täglichen Bedarf sind aus einem Umkreis von 200 Kilometern zu beziehen, wenn man Lieferanten, Hofläden und die richtigen Green Spots kennt. „Mit diesem bewussten Konsum stärken wir unsere eigene Region, lokale Produzenten und vermeiden zudem unnötige Lieferwege und Verpackungsmüll.“ Denn der Weg eines Produkts, das in Deutschland produziert wird, dann in zentrale Versandlager gelangt und schließlich im Supermarkt oder Online-Shop verkauft wird, kann bis zu 2000 Kilometer lang sein – und das, obwohl es viele dieser Produkte oft genug in der näheren Umgebung gibt.

Am 1. März geht Anja Hauer mit ihrer Geschäftsidee auf den Markt, wird die Webseite von „Upyama“ freigeschaltet, eine App soll kurzfristig folgen – und auch an vieles andere ist noch gedacht: „Mit dem Upyama Food Channel, dem Upyama Magazin und dem Upyama Blog sollen die Interessenten auf dem Weg zu einer gesunden und nachhaltigen Lebensweise begleitet werden. Gedacht ist an Tipps, Rezepte, Alltagstricks ebenso wie an Aufklärung über gesunde Ernährungsweisen, Produkte, Inhaltsstoffe und Alternativprodukte.

Der Upyama Food Channel ist beispielsweise ein Youttube Kanal, bei dem man über gesunde Ernährung ernährt wird, bei dem man Rezepte schnell als PDF downloaden und ausdrucken kann. Auch das Upyama-Magazin soll viele Tipps für eine gesunde Lebensweise enthalten.

Begleitet wurde Anja Hauer bei ihrem Weg in die Selbstständigkeit von den GründungsberaterInnen von Thex-Enterprise und von der Thex-Mikro0inanzagentur. Und pünktlich zum Start des neuen Angebots kam Ende vergangener Woche auch noch die gute Nachricht, dass die Finanzierung durch die KfW-Bank genehmigt ist. Ein Grund mehr für Anja Hauer, sich zu freuen, wenn sie am 1. März ihr neues Projekt bei der Gründer- und Unternehmermesse Ignition in den Thüringer Messehallen präsentiert. „Ich freue mich, dass es jetzt losgeht“, so Anja Hauer.


Zur Sache
Die ThEx Mikrofinanzagentur und auch ThEx Enterprise werden sich auf der Gründer- und Unternehmermesse Ignition am 1. und 2. März 2016 am Stand des Thüringer Zentrums für Existenzgründung und Unternehmertum (Stand-Nummer IG62) präsentieren. Neben dem allgemeinen Austausch mit Gründungsinteressierten und der Beantwortung von Fragen rund um die Themen „Existenzgründung und Finanzierung“ finden am Mittwoch, den 2. März von 14.00 bis 16.00 Uhr, 15 minütige Kurzberatungen im Open Space- Bereich der Messe zum Thema Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für Gründer und Unternehmer durch die Finanzierungsbegleiter der ThEx Mikrofinanzagentur statt. Eine Anmeldung zum sogenannten „Cash- Bingo“ ist vorab möglich. Die Terminvereinbarung findet über folgenden Link statt: http://doodle.com/poll/vw4ggs98r5krg5mghttp://doodle.com/poll/vw4ggs98r5krg5mg

Die ThEx Mikrofinanzagentur informiert im Rahmen der Messe über sogenannte „alternative Finanzierungsmöglichkeiten“ wie etwa Crowdfunding und Crowdinvesting. Neben klassischen Darlehen der Hausbank steht Gründern eine Vielzahl von Finanzierungsformen offen (vgl. hierzu etwa http://www.thex.de/mikrofinanzagentur/ueber-uns/). Als Querschnittsprojekt im ThEx wird die ThEx Mikrofinanzagentur auch durch die anderen Projekte bei Finanzierungsfragen ihrer Teilnehmer eingebunden.

Auch das Projekt ThEx Enterprise deckt neben der Gründungsbegleitung verschiedene Schwerpunktthemen ab. Besondere Akzente setzt das Projekt in der Begleitung von Gründungen durch Migrantinnen und Migranten, Frauen, Ältere (50+), Teams und bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit.

Mit ihren Angeboten und durch ihre regionale Präsenz heben sich die Projekte der parisat – Gesellschaft für Paritätische Soziale Arbeit in Thüringen mbH - deutlich von den anderen Partnern im ThEx-Verbund ab. Das Angebot der beiden Projekte ist in Thüringen flächendeckend verfügbar. Regelmäßige Termine werden neben dem Standort Erfurt in Gera, Jena, Mühlhausen und Suhl angeboten. Weitere Kontaktmöglichkeiten bieten u.a. regionale Sprechtage und Veranstaltungen.

Tags: ThEx, ThEx-Enterprise, Upyama, Mikrofinanzagentur

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