Eindringliche Appelle gegen Rassismus: „Es ist wichtiger denn je, Menschlichkeit zu zeigen“

2016 02 26 schau hinNeudietendorf, 17. März 2016. „In der jetzigen Zeit ist es wichtiger denn je, Menschlichkeit zu zeigen und sich dafür einzusetzen, dass diese auch Anderen vorbehalten ist. Sind wir Menschen die höchsten Wesen, beweisen wir’s,“ So der Appell eines Beratungsmanagers aus dem Beratungsnetzwerk „Schau HIN“ zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Bis zum 23. März finden die Internationalen Wochen statt, zu dem gemeinsam mit mehr als 70 bundesweiten Organisationen und Einrichtungen auch der Interkulturelle Rat aufruft. In diesen Tagen soll ein deutliches Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden. Für Sonnabend, 19. März, ist ein dezentraler Aktionstag in ganz Deutschland geplant, der auch vom Paritätischen Gesamtverband unterstützt wird.


An den Artikel 1 der UN-Menschenrechtskonvention vom 10. Dezember 1948 erinnert anlässlich dieser Internationalen Wochen eine Beratungsmanagerin von Schau HIN. In dem Artikel heißt es: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit begegnen.“

Auch Astrid Rothe-Beinlich, die flüchtlings- und integrationspolitische Sprecherin der Grünen im Thüringer Landtag unterstützt die Aktivitäten. Sie erinnert daran, dass wir in Deutschland derzeit leider fast täglich Hetze, rassistische Ausfälle und erschreckenderweise auch immer öfter gewalttätige Übergriffe von rechtsextrem eingestellten Menschen gegenüber Geflüchteten sowie deren Unterstützerinnen und Unterstützer erleben. „Aus Brandreden werden im wahrsten Sinne des Wortes Brandsätze und Islamfeindlichkeit nimmt zu“, so Rothe-Beinlich. „Die Verantwortung dafür tragen vor allem rechte und rechtspopulistische Parteien wie die AfD, die nicht nur bewusst Ängste in der Bevölkerung schüren, sondern landauf, landab Stimmung gegen Geflüchtete, Musliminnen und Muslime sowie andere Minderheiten machen.“ Dieser rassistischen und völkischen Radikalisierung müsse man sich entgegenstellen und für eine weltoffene und humane Gesellschaft werben, die sich solidarisch gegenüber den auch nach Deutschland geflüchteten Menschen verhalte, so Rothe-Beinlich.

Die InitiatorInnen des Aktionstages, darunter auch der Paritätische Gesamtverband, haben folgenden Appell an die PolitikerInnen in Deutschland, an Zivilgesellschaft, Kirchen und Religionsgemeinschaften gerichtet:
-Weicht nicht zurück vor dem Hass, sondern steht ein für eine offene Gesellschaft! Die Würde des Menschen ist unantastbar. Die Genfer Flüchtlingskonvention darf nicht in Frage gestellt oder durch nationale Asylrechts-Verschärfungen untergraben werden.
- Stoppt Waffenexporte in Krisengebiete und bekämpft die Fluchtursachen.
- Schützt Flüchtlinge und alle, die von rassistischer Hetze und Angriffen bedroht werden.
- Unterstützt haupt und ehrenamtliche HelferInnen endlich ausreichend bei ihrer wertvollen Arbeit.
- Sorgt für Teilhabe und gelingende Integration. Alle Menschen haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf bezahlbaren Wohnraum und auf Zugang zu Bildung und Arbeit.

Weitere Informationen zum Aktionstag unter http://hand-in-hand-gegen-rassismus.de

oder unter www.demokratiestark.dewww.demokratiestark.de

 

 

Tags: Schau HIN, Rassismus, Internationale Wochen gegen Rassismus

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