Neue Qualifizierungsreihe: Für eine Unternehmenskultur der Offenheit, Vielfalt und Inklusion

Das Logo von Schau HIN vor OrtNeudietendorf, 24. Mai 2017. Ein Jugendclub irgendwo in Thüringen. Ein 15-jähriger vertritt rechtspopulistische und teilweise rechtsextremistische Positionen, was das Thema Zuwanderung in Deutschland anbelangt. ‚Es sind Parolen, die der junge Mann zu Hause aufgeschnappt hat, die sein Weltbild aber auch geprägt haben. Die Jugendclub-Leitung reagiert, diskutiert mit dem Jugendlichen, versucht Grenzen zu ziehen. Für Christiane Lochner-Landsiedel, die Projektleiterin von Schau HIN vor Ort, ist das einer der Fälle, die die Notwendigkeit aufklärerischer Arbeit auch in sozialen Einrichtungen unterstreichen. Ziel sollte eine Unternehmenskultur der Offenheit, der Demokratie, der Inklusion und der Vielfalt sein. Genau dem dient die neue Qualifizierungsreihe des Projektes „Schau HIN vor Ort“, die im Juni anläuft und für die noch einige wenige Plätze frei sind. Die Teilnehmenden werden zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in demokratiestarken Mitgliedsorganisationen ausgebildet.


Diskriminierende Situationen im Arbeitsalltag passieren immer wieder. 15 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer neigen laut jüngstem Thüringen-Monitor der Landesregierung rechtsextremen oder rechtspopulistischen Überzeugungen zu. Umso wichtiger ist es, sich für Diskussionen zu wappnen, Handwerkszeug an die Hand zu bekommen zum kompetenten Umgang mit diesen gesellschaftlichen Spannungen, Konflikten und Diskriminierungen. Und genau das will die neue Qualifizierungsreihe des Projektes „Schau HIN vor Ort“ leisten.
Dabei geht es aber nicht nur um rechtsextremes Gedankengut, es geht auch um Diskriminierungen gegenüber Geflüchteten, gegenüber Menschen mit Handicaps oder weitere Ressentiments. Die Teilnehmenden sollen persönlich für Situationen, in denen ihnen Derartiges begegnet, fit gemacht werden, gleichzeitig aber auch dabei helfen, in ihren Organisationen funktionierende Strukturen zu schaffen, um einen gelingenden Weg zu Vielfalt und Teilhabe aufzuzeigen.

Um derartigen Positionen entgegen zu treten, ist eine klare persönliche Haltung, aber auch eine klare Positionierung innerhalb der Organisation oder des Unternehmens notwendig. Genau diesem Ziel dienen die ersten Module, in denen es um Paritätische Werte wie Vielfalt, Offenheit und Toleranz geht. Die Teilnehmenden sollen aber auch den Perspektivwechsel vermittelt bekommen, sie sollen sehen, was Diskriminierung bei den Betroffenen auslöst. In weiteren Modulen werden beispielsweise Handlungsempfehlungen zu aktuellen extremistischen Erscheinungsformen gegeben, außerdem geht es um den Weg zu inklusiver Vielfalt und um Beratungskompetenz.

Zwischen den Modulen und auch danach werden die Teilnehmenden im Coaching-Tandem begleitet und beraten. Die Qualifizierung, die am 8. und 9. Juni in Neudietendorf anläuft, ist kostenfrei, einschließlich Materialien, Verpflegung, Reisekosten und Übernachtung.
Weitere Infos bei Christiane Lochner-Landsiedel
E-Mail:

 

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