„Aktion Zuckertüte“ – damit alle Kinder einen tollen Schulanfang haben

ZuckertütenJena, 4. August 2017. Schulanfang ist ein aufregender Moment für jedes Kind. Für Familien, die über ein geringes Einkommen verfügen, kann dieser Tag allerdings zu einer echten Herausforderung werden. „Wer möchte schon, dass das eigene Kind am ersten Schultag verzichten muss. Verzichten auf einen schönen Ranzen, weiche Stifte für kleine Finger, Sportkleidung und die geliebte Zuckertüte?“, fragt Dörthe Thiele, die Beauftragte für Migration und Integration der Stadt Jena.
Deshalb hat es, initiiert von der Bürgerstiftung Jena, auch in diesem Jahr wieder das Projekt „Zuckertüten für Schulanfängerinnen und Schulanfänger“ in Jena gegeben. Dieses Projekt nähert sich jetzt der Zielgeraden.


Mit breiter Unterstützung und vielen fleißigen Händen ist es der AG gelungen, 53 Schulanfängerinnen und –anfängern aus geflüchteten und einkommensschwachen Familien den bestmöglichen Start in die Jenaer Grundschulen zu ermöglichen. Gemeinsam mit ihren Eltern haben die Mädchen und Jungen im Stadtteilbüro Lobeda ihre Zuckertüten kreativ gestaltet. Dabei sind viele bunte Zuckertüten-Kunstwerke entstanden, die die Kinder pünktlich zu den feierlichen Schuleinführungen in ihren Schulen prall gefüllt erhalten werden.

Am 8. August findet im Rahmen des Projektes ein Zuckertütenfest statt. Bei einem kleinen Programm und internationalem Buffet wurden Eltern und Kinder in die Saaletalschule eingeladen um gemeinsam den Schulstart zu feiern. Hier werden die Mädchen und Jungen ihre bepackten Schulranzen mitsamt der Schulausstattung überreicht bekommen, die sie für ihre ersten Tage in den Jenaer Grundschulen benötigen.

Durch die Hilfe von Unterstützern, Partnern und privaten Spendern sind Geld- und Sachspenden im Wert von über 8000 Euro zusammengekommen, die den Kindern zugutekommen. Ein besonderer Dank gilt dabei neben zahlreichen anderen Herrn Prof. Dr. Zintl von der Kinderhilfestiftung Jena e.V., dem Kirchenkreis Jena und den Konfirmanden der Kirchgemeinde Lobeda.

Dörthe Thiel verweist darauf, dass das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung zwar hilft, dass alle Kinder in unserem Land eine Grundausstattung für die Schule erhalten können, aber es reiche nur für das Nötigste. Etwas Persönliches, ein wenig Luxus für den Start in die Schulzeit, seien damit nicht zu machen.Aber was heißt schon Luxus: „Luxus, das ist für ein Kind aus einkommensschwachen Familien, sich den Füller in seiner Lieblingsfarbe aussuchen, bei der Wahl der Heftumschläge frei zwischen den Farben des Regenbogens wählen zu können, eine coole Sporttasche statt einer Plastiktüte zu tragen“, so Thiel.

In der Arbeitsgemeinschaft „Zuckertüten“ sind eine Reihe ehren- und hauptamtlicher Akteure mit dem Ziel zusammengekommen, allen Schulanfänger*innen aus geflüchteten und einkommensschwachen Familien den bestmöglichen Schulstart in die Jenaer Grundschulen zu ermöglichen. Das Projekt möchte alle Kinder mit Zuckertüten, Schulranzen und allen notwendigen Schulmaterialien ausstatten, mit ihnen basteln und ein gemeinsames Fest organisieren.

Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus einer Reihe ehren- und hauptamtlicher Akteure der Bürgerstiftung Jena, des Stadtteilbüros Lobeda (KOMME e.V.), des MobB e.V., des Tausend Taten e.V., des Flüchtlingsfreundeskreises Lobeda, der Initiative Welcome-In-Jena, der Kirchgemeinde Lobeda, der Caritas Jena und des Fachdienst Soziales (Team Flüchtlingsangelegenheiten) zusammen

Tags: Bürgerstiftung Jena

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