Pflegepersonal-Stärkungsgesetz: Zentrale Fragen bleiben unbeantwortet

fotolia AlexanderRathsFür den Paritätischen Thüringen bleiben beim heute im Bundestag verabschiedeten Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals zentrale Fragen der Umsetzung unbeantwortet. Darüber, dass es mehr Personal in der Pflege benötigt, herrscht mittlerweile Konsens. Die Ankündigung von 13.000 Stellen für die stationäre Altenpflege mag für den ersten Moment beruhigend wirken. „Sie bleiben jedoch reine Symbolik, wenn wir keine Menschen finden, mit denen wir sie besetzen können“, mahnt Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen. „Eben auch deshalb sind wir auf Zuwanderung angewiesen“, so Werner weiter. Hierfür braucht es die nötigen Rahmenbedingungen, wie etwa ein verändertes Verfahren bei der Anerkennung der Berufsabschlüsse, schnellere Verfahren für die Arbeitsaufnahme und eine integrationswillige Gesellschaft. „Und es gilt alle Bereiche in der Pflege im Blick zu behalten – auch die oft vergessene ambulante Versorgung“, so Werner. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept, dass die Pflege umfassend in den Blick nimmt, sich auch mit den Rahmenbedingungen für die Fachkräftegewinnung auseinandersetzt und Finanzierungskonzepte vorhält, die nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen.“

Drucken