Gedenktag: „NEIN zu Gewalt an Frauen“

Gewalt Frau webQuelle: pixabayWeltweit ist laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation jede dritte Frau von häuslicher oder sexualisierter Gewalt betroffen. In der überwiegenden Anzahl der Fälle geht die Gewalt vom eigenen Partner aus. In Deutschland betraf dies im vergangen Jahr knapp 114.000 Frauen. „Gewalt an Frauen findet täglich, mitten in unserer Gesellschaft statt. Umso wichtiger ist es, immer wieder auf das Thema aufmerksam zu machen“, sagt Julia Hohmann, Referentin für Frauen und Familie des Paritätischen Thüringen. Ein solcher Gedenktag sei hierfür eine gute Gelegenheit, sich nochmals klar gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu positionieren. „Entsprechende Hilfsangebote für in Not geratene Frauen braucht es jedoch ganzjährig, unbürokratisch und flächendeckend“, so Hohmann weiter. Dazu gehört eine ausreichende Finanzierung der Frauenhäuser. Die vorhandenen Frauenhäuser sind oftmals voll belegt. Damit wird es unter den derzeitigen Bedingungen immer schwieriger allen Frauen mit ihren Kindern, die in Thüringen von Gewalt betroffen sind, entsprechende Schutzräume zu bieten.
Es braucht eine grundsätzliche Weiterentwicklung von Hilfs- und Unterstützungsangeboten im Bereich des Gewaltschutzes sowie Frauen, Kinder- und Jugendschutz. Dazu gehört auch, die bisherigen Förderstrukturen von Land und Kommunen neu zu ordnen und für eine auskömmliche finanzielle Untersetzung zu sorgen.

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