„Hier sieht man, wie Inklusion funktionieren kann“ – „Inklusion on ice“ in Weimar

20181121 Inklusion on Eis webDie Augen von Christian strahlen vor Freude. Der junge Mann aus der Werkstatt des Lebenshilfewerks Weimar wird von seiner Betreuerin im Eisgleiter über das Eis geschoben. Runde um Runde. Er kann gar nicht genug bekommen. Inklusion on ice heißt die Veranstaltung, die schon seit vielen Jahren zur Eröffnung der Eisbahn rund um das Goethe- und Schillerdenkmal von Petra Seidel organisiert wird. Der Ortsteilbürgermeisterin von Legefeld und stellvertretenden Vorsitzenden der Paritätischen Kreisgruppe ist es ein Herzensanliegen, Menschen mit und ohne Behinderung auf dem Eis zusammenzubringen. „Was wir hier erleben, das sollten wir in allen Bereichen umsetzen“, schreibt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, der Schirmherr der Veranstaltung, in seinem Grußwort. „Hier sieht man, wie Inklusion funktionieren kann“, so der Regierungschef. Denn „Inklusion on ice“ ist zu einem großen Familienfest geworden. Das Grußwort von Ramelow wird von Rola Zimmer, der Geschäftsführerin des Lebenshilfe Werks Weimar-Apolda verlesen. Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine ist besonders angetan von den Eistänzen der Special-Olympics Athleten des ESC Erfurt. Das sind eislaufbegeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung und eventuell körperlicher Beeinträchtigung unter Leitung von Trainerin Astrid Hentrich. Auch die ehemalige Eiskunstlauf-Weltmeisterin von 1973, Christine Stüber-Errath, schnallte sich am Nachmittag ihre Schlittschuhe unter. „Eine Veranstaltung, die aus dem Programm der Weimarer Weihnacht nicht wegzudenken ist“, so der begeisterte Kleine, der sich besonders bei Petra Seidel für die Organisation auch des Eisgleiters bedankte, mit dem Menschen mit Handicap das Eisvergnügen erleben können – und das während der gesamten Weihnachtsmarktzeit. Unser Foto zeigt die Eröffnung des Inklusionstages auf dem Eis.

Tags: Pressemeldung, Lebenshilfe Weimar/Apolda, Inklusion

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