Multipotenzial das erfolgreichste Thüringer Projekt bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt

2018 11 27 multipotenzial webDas Projekt „Multipotenzial“ in Nordthüringen, das Geflüchtete bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt und begleitet, ist das erfolgreichste Vorhaben dieser Art in Thüringen. 42,9 Prozent der Teilnehmenden haben eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt gefunden. „Die Mitarbeitenden im Projekt leisten damit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur Integration“, unterstrich Thüringens Sozialministerin Heike Werner bei einer Veranstaltung von „Multipotenzial“ in Sondershausen. Das Projekt wird gemeinsam getragen von der Gemeinnützigen Fördergesellschaft Arbeit und Umwelt (FAU) in Sondershausen, dem Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V., dem VHS-Bildungswerk und dem Verein „LIFT“. Aktuell gibt es in Thüringen 47 derartige Projekte im Landesförderprogramm. Damit wurden 5900 Personen erreicht.

„Ich mag das Wort Multipotenzial, weil es auf das Potenzial verweist, das jeder mitbringt“, so Werner bei dem Fachtag, der eine Zwischenbilanz des Vorhabens zog. Lothar Hildesheim, der Geschäftsführer von FAU untermauerte dies für den Standort Sondershausen mit eindrucksvollem Zahlenmaterial: Von 117 Geflüchteten, die begleitet wurden, konnten 37 in den Arbeitsmarkt vermittelt werden, sieben erreichten einen Berufsabschluss und 50 konnten Berufspraktika absolvieren. „Das alles ist nur möglich, weil sich hier ein großes Netzwerk von Vereinen und Verbänden, Arbeitsagentur und Unternehmen gebildet hat, die sich der Aufgabe der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt verschrieben haben“, so die Ministerin, die „Multipotenzial“ als ein „Projekt der ersten Stunde“ lobte. „Sie sind damit ein Mitgestalter für Thüringen“, fügte sie hinzu.
Ebenso wie der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhausen, Karsten Frohböse und Prof. Michael Behr, Abteilungsleiter im Sozialministerium, unterstrich auch Ministerin Werner die Notwendigkeit von Zuwanderung, um den Fachkräftebedarf in Thüringen auch in Zukunft decken zu können. „Unser Ziel ist eine deutliche Steigerung der Zahl ausländischer Arbeitnehmer.“ Das sei neben der humanitären Verpflichtung das zweite Standbein der künftigen Arbeitsmartpolitik des Landes.

Tags: Heike Werner, Flüchtlinge

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