Steigende Pflegekosten – Paritätischer fordert Begrenzung des Eigenanteils

Neudietendorf | 26.09.2019

Hfert RolfRolf Höfert, Pflegeexperte und Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Thüringen Um zehn Prozent sind die Kosten für die Unterbringung Pflegebedürftiger im vergangenen Jahr gestiegen. Das geht aus Zahlen gesetzlicher und privater Krankenkassen hervor. Demnach bezahlen Thüringer Pflegeheimbewohner durchschnittlich etwa 1.400 Euro im Monat. Die gesetzliche Altersrente liegt dagegen in Thüringen bei gut 1.100 Euro im Schnitt. Der Paritätische Thüringen fordert eine Begrenzung des Eigenanteils zur Finanzierung der Pflege auf maximal 15 Prozent. „Die Zahlen sind alarmierend. Wir sehen, dass bereits heute die Rente oftmals nicht ausreicht, um die anfallenden Kosten für die Pflege stemmen zu können“, mahnt Rolf Höfert, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Thüringen und Experte im Bereich Pflege. „Es braucht dringend eine Reform der Pflegeversicherung, die Pflegebedürftige entlastet und sie vor Armut schützt“, so Höfert weiter. Wenn die Bundesregierung zukünftig die Pflegekräfte besser bezahlen will und es auch mit einem besseren Personalschlüssel in der Pflege ernst meint – Maßnahmen, die laut Verband überfällig sind – braucht es kurzfristig zusätzliche Finanzmittel in der Pflege und konkrete Pläne wie diese bereitgestellt werden sollen. Nur so lässt sich ein weiterer sprunghafter Anstieg der Eigenanteile verhindern.

Tags: Pflege

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