Mitgliederversammlung des Paritätischen: Am Sonntag Menschlichkeit wählen

Die Thüringerinnen und Thüringer sollen bei der Landtagswahl am Sonntag ein klares Signal dafür setzen, „dass der Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus seinen Zenit überschritten hat.“ Dazu hat der Paritätische Thüringen bei seiner Mitgliederversammlung heute in Neudietendorf aufgerufen. „Die beste Politik gegen Rechtsradikale ist eine Politik der sozialen Sicherheit“, unterstrich der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen, Ulrich Schneider.
Der wiedergewählte Vorsitzende des Verbandes, Rolf Höfert, appellierte an die Menschen im Freistaat unter Hinweis auf eine entsprechende Aktion der Liga der Freien Wohlfahrtspflege, „Menschlichkeit zu wählen“. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linkspartei) legte in seinem Grußwort ein klares Bekenntnis zu einer inklusiven, toleranten und bunten Gesellschaft in Thüringen ab.

„Wir wollen eine bunte und vielfältige Gesellschaft, in der jeder Mensch seinen Weg gehen kann, deshalb brauchen wir Verbände wie den Paritätischen,“ so der Regierungschef. „Ihre Arbeit macht das Land stärker“, fügte er hinzu. Thüringen brauche Zuwanderung, so der Ministerpräsident, und verwies auf Thüringerinnen und Thüringern, die in den nächsten Jahren das Rentenalter erreichen werden.
Schneider erteilte jeder Form der Zusammenarbeit mit jenen, die eine vielfältige, tolerante und offene Gesellschaft in Frage stellten, eine klare Absage. „Unsere Toleranz hört da auf, wo Menschen diese tolerante Gesellschaft zerstören wollen“, so Schneider. Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland seien die paritätischen Grundsätze von Vielfalt, Toleranz und Offenheit wichtiger denn je. Als man diese Grundpositionen vor 30 Jahren beschlossen habe, „hätte niemand gedacht, dass heute wieder für unsere Grundsätze gekämpft werden muss.“

Der Landesgeschäftsführer des Paritätischen, Stefan Werner, rief dazu auf, die Gesellschaft „ein bisschen sozialer und ein bisschen gerechter zu machen.“ Mit diesem Anspruch gestalte der Paritätische die Gesellschaft in Thüringen mit.
Rolf Höfert führt den Paritätischen seit 2007. Weiter wurden in den Vorstand des Paritätischen Thüringen gewählt: Christian Karl, Elke Lieback, Petra Michels, Christian Stadali, Nikolaus Dorsch und Katja Heinrich. In den Stiftungsrat der Paritätischen BuntStiftung wurden gewählt: Katrin Welke, Wolfgang Volkmer und Matthias Wilfroth.
Der Paritätische Thüringen ist mit 357 Mitgliedsorganisationen landesweit vertreten.

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