PariNews Thüringen 06/2018

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PariNews-Thüringen - 06/2018

Mittwoch, 07. Februar 2018

Sehr geehrte PARITÄTERINNEN, 

Startschuss zum Paritätischer Ehrenamtspreis 2018

Der Startschuss zum diesjährigen Ehrenamtspreis des Paritätischen Thüringen und der Paritätischen BuntStiftung ist beim Jahresempfang gefallen. Unter dem Motto „Ehrenamt – anpacken und gestalten“ wird auch in diesem Jahr herausragendes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Vorschläge für den Ehrenamtspreis können bis zum 31. März eingereicht werden, die Festveranstaltung findet am 23. Mai 2018 statt. Alle Informationen zum Preis finden Sie hier: www.paritaet-th.de/ehrenamtwww.paritaet-th.de/ehrenamt

10 Jahre Paritätische Buntstiftung Thüringen

Vor zehn Jahren hieß es beim Paritätischen Thüringen: Wir gehen stiften. Die Gründung der Paritätischen BuntStiftung hatte eine lange Vorlaufzeit. Daran erinnerte der frühere Landesgeschäftsführer des Verbandes, Reinhard Müller, beim Jahresempfang, der unter dem Motto stand „Zehn Jahre BuntStiftung – zehn Jahre Soziales gestalten und Engagement stiften.“ Die Förderung bürgerschaftlichen Engagements, die Gestaltung der sozialen Landschaft Thüringens und eine enge Verzahnung mit der Wissenschaft – das hatten sich die Mütter und Väter der BuntStiftung vor einem Jahrzehnt auf die Fahnen geschrieben. „Ziele erfüllt“, bilanzierte die Präsidentin der Stiftung, Evemarie Schnepel (Bild), in der Veranstaltung. Sie bezeichnete die Stiftung als „Motor und Antreiber“ zugleich, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

Paritätischer kritisieret Pläne von Union und SPD

Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisiert die Pläne von Union und SPD, auf steuerpolitische Maßnahmen zur Verbesserung der Einnahmenseite und der stärkeren Belastung sehr hoher Einkommen und Vermögen in dieser Legislaturperiode komplett zu verzichten. Angesichts der großen Herausforderungen könne man sich einen solchen „steuerpolitischen Stillstand“ nicht leisten, warnt der Verband und reagiert damit auf die Ergebnisse der Koalitions-verhandlungsgruppe zur Steuerpolitik. Der Paritätische, der sich mit über 30 weiteren zivilgesellschaftlichen NGOs und Gewerkschaften im Bündnis „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“ engagiert, betont die Notwendigkeit eines steuerpolitischen Kurswechsels.
http://www.der-paritaetische.de/presse/gerechte-steuerpolitik-bei-groko-fehlanzeige-paritaetischer-warnt-vor-steuerpolitischen-unterlassung/

Paritätischer kritisiert rentenpolitisches Gesamtkonzept

Als „Augenwischerei“ und „armutspolitisch wirkungslos“ kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband das rentenpolitische Gesamtkonzept, auf das sich Union und SPD im Rahmen der Koalitionsverhandlungen verständigt haben. Die geplante „Grundrente“ sei lediglich eine „Sozialhilfe plus“ für einige wenige, der Großteil der von Armut im Alter betroffenen Menschen gehe leer aus. „Es sind keinerlei wesentliche Verbesserungen im Vergleich zum Sondierungspapier feststellbar. Union und SPD lassen jedes ernstzunehmende Engagement bei der Bekämpfung von Armut im Alter vermissen und bleiben die Antwort schuldig, wie sie der wachsenden Altersarmut in Deutschland entgegen wirken wollen“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.
http://www.der-paritaetische.de/presse/pressemeldungen/armutspolitische-augenwischerei-paritaetischer-kritisiert-rentenpolitische-plaene-von-union-und-spd/

Aktionstag 5. Mai 2018: "Inklusion von Anfang an" - Jetzt Aktionsmittel bestellen! (von: Gisela Opprower)

Die Aktionsmittel der Aktion Mensch können ab sofort im Internet auf www.aktion-mensch.de/aktionstag-5-mai bestellt werden. Der Versand der Aktionsmittel erfolgt ab Anfang April 2018 und dauert 3-5 Werktage. In diesem Jahr hat die Aktion Mensch vier Aktionsmittelpakete zur Gestaltung individueller Aktionen mit unterschiedlichen Zielgruppen zusammengestellt:

Grundausstattung: Für eine Infoveranstaltung oder um in der Innenstadt mit Menschen ins Gespräch zu kommen, bietet sich die Grundausstattung an. Diese beinhaltet Plakate, Postkarten, Kugelschreiber, Buttons, Luftballons, Aktion Mensch-Lose und Informationsmaterial zu Inklusion.

Mit dem Aktionsmittelpaket "Bunte Bande"-Lesung kann eine Lesung für Kinder, Eltern, Erzieher oder Lehrer in Kindergärten und Grundschulen, wo schon die Jüngsten erreicht und für Inklusion begeistert werden können, veranstaltet werden. Im Gepäck sind dann unter anderem das barrierefreie Buch von der „Bunten Bande“ sowie passende Lernmaterialien und Malvorlagen. So kann beispielsweise eine barrierefreie Lesung auf die Beine gestellt und eventuell ein prominenter Vorlesepate für die Aktion gewonnen werden. Eine Bedienungsanleitung wird natürlich mitgeliefert.

Das Aktionsmittelpaket Film ab! enthält die DVD von „Schule. Schule. Die Zeit nach Berg Fidel“. Für ihren zweiten Film hat Regisseurin Hella Wenders mehrere Jahre vier Kinder begleitet, die eine inklusive Grundschule besucht haben. Nun erzählt sie, wie es ihnen auf weiterführenden Schulen ergangen ist. Gespickt ist das Paket auch mit Popcorn sowie Infomaterialien zu Inklusion und inklusiver Bildung. Bei einem Film-Event mit Publikum stellen vor allem Eltern, Lehrer und Sozialarbeiter/-pädagogen die Zielgruppe. Eine Podiumsdiskussion nach der Filmvorführung ist eine gute Gelegenheit zum Austausch und um Medienvertreter einzuladen.

Das Aktionsmittelpaket Wheelmap Rallye hilft, eine Wheelmap Rallye zu organisieren. Barrierefreiheit ist eine Grundvoraussetzung für Inklusion. Jugendliche testen deshalb mit Lehrern oder Betreuern, wie rollstuhlgerecht ihre Umgebung ist. Gewappnet mit Stift, Block und Maßband versetzen sich die Schüler in die Lage von Rollstuhlfahrern. Wie barrierefrei ist zum Beispiel die Bibliothek im Viertel? Gibt es im Jugendzentrum ein rollstuhlgerechtes WC? Wo machen Rampen den Weg frei? Per Smartphone-App oder am Computer tragen die Jugendlichen ihre Ergebnisse auf www.wheelmap.org ein. Bei der Rallye bekommen sie ein Gefühl dafür, welchen Hürden Menschen mit Behinderung im Alltag gegenüberstehen und was schon gut funktioniert und können das weitergeben.

Für Rückfragen rund um die Aktion zum 5. Mai steht Ihnen Pamela Müller bei der Aktion Mensch gern telefonisch unter der Telefonnummer 0228/2092-327 oder zur Verfügung.

Zusammenhalt stärken – Vielfalt gestalten: 81. Deutscher Fürsorgetag vom 15. bis 17. Mai 2018 in Stuttgart

Wie soll und muss es mit der Integration und Inklusion weitergehen? Wie müssen wir unsere sozialen Sicherungssysteme ausgestalten? Wie begegnen wir Familien in ihrer Vielfalt? Aber auch: Wie gelingt eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe? Wie wirkt das neue Bundesteilhabegesetz? Wie schaffen wir es, Langzeitarbeitslosigkeit nachhaltig abzubauen? Was bringt die Digitalisierung für Änderungen mit sich? Dieses und vieles mehr steht im Fokus des 81. Deutschen Fürsorgetages in Stuttgart. Vom 15. bis 17. Mai 2018 bieten drei Symposien und über 40 Fachforen die Möglichkeit – über die Tagesaktualität hinaus – aktuelle Entwicklungen und Auswirkungen sozialer Veränderungen zu reflektieren und zu diskutieren. Mit dem Ziel, wichtige Impulse zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen zu setzen. Erwartet werden rund 2.000 Akteure aus Sozialpolitik, Sozialrecht und der Sozialen Arbeit. Denn vor allem die im sozialen Bereich Tätigen übernehmen viel Verantwortung bei der Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der gelebten Vielfalt. Für die Plenumsveranstaltungen haben zudem der Richter am Bundesverfassungsgericht a.D., Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, und Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx sowie die Bundesfamilienministerin zugesagt. Aktuelle Informationen und Anmeldungen zum 81. Deutschen Fürsorgetag unter www.deutscher-fuersorgetag.de

Zur MOBIT-Studie zu Rechtsrock in Thüringen

Madeleine Henfling: Florierender Rechtsrocktourismus nach Thüringen stärkt Neonaziszene finanziell und organisatorisch

Madeleine Henfling, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus und Obfrau im NSU-Untersuchungsausschuss von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag, kommentiert die Ergebnisse von MOBIT zu Rechtsrockkonzerten in Thüringen: „Die Anzahl der Rechtsrockveranstaltungen in Thüringen ist besorgniserregend hoch geblieben. Die Verdopplung der Teilnehmerzahlen bei den Rechtsrockevents bedeutet nicht nur einen florierenden Rechtsrocktourismus nach Thüringen, sondern auch, dass über Eintritte und andere Einnahmen bei den Konzerten – z.B durch den Verkauf von Merchandise-Artikeln – die rechtsextremistischen Strukturen finanziert und gestärkt werden. Durch die Anmeldung der Veranstaltungen als politische Versammlung schöpfen die Anmelderinnen und Anmelder ohne Steuern zu zahlen satte Gewinne ab. Hier sind die zuständigen Behörden in der Pflicht, um genau zu prüfen und eventuellen Missbrauch zu unterbinden“, erklärt Madeleine Henfling. „Darüber hinaus müssen die zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure, die sich vor Ort im ländlichen Raum engagieren, stärker unterstützt werden. Wir müssen den extremen Rechten zeigen, dass sie in Thüringen unerwünscht sind und Thüringen kein Ort für Nazis ist“, so Madeleine Henfling.

Gedenken an die Toten des 9. Februar 1945

Wann: Freitag, 9. Februar 2018, 11.00 Uhr, Wo: KITA Hufeland, Richard-Strauß-Str.4, Weimar

Fast 1.900 Menschen kamen bei den alliierten Fliegerangriffen am 09. Februar 1945 auf die Stadt Weimar und die Gustloffwerke ums Leben. Unter ihnen rund 600 KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene, die in dem Rüstungswerk Zwangsarbeit verrichteten. Auch der Kindergarten in der Richard-Strauß-Straße wurde getroffen. 31 Kinder starben dort, wo heute die Integrative KITA Hufeland des Lebenshilfe-Werk Weimar / Apolda e.V. zu Hause ist. Eine Gedenktafel erinnert an das Geschehen.
Jedes Jahr am 9. Februar erinnern Menschen vor der KITA an den Tag, der als „Schwarzer Freitag“ in die Weimarer Geschichte eingegangen ist. „Dieser Tag darf nicht den Geschichtsverfälschern überlassen werden“, lädt Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werk Weimar / Apolda e.V. zum Gedenken ein. „Wir erleben heute wieder das Erstarken von Kräften am rechten Rand, die sowohl die Kriegsschuld zu relativieren versuchen, als auch einer Politik das Wort reden, in der kein Platz für diejenigen ist, die nicht in ihr Menschenbild passen.“
Bereits im Kulturstadtjahr 1999 hat der Lebenshilfe-Werk Weimar / Apolda e.V. das Erinnerungsprojekt „1.000 Buchen“ gestartet. Seitdem werden Bäume entlang des Weges gepflanzt, auf dem tausende KZ-Häftlinge noch kurz vor Kriegsende auf einen Todesmarsch ins bayrische KZ Flossenbürg geschickt wurden.

Immer aktuell informiert

Auf der Homepage des Paritätischen finden Sie alle Informationen zu Veranstaltungen und Positionen des Paritätischen sowie aktuelle Entwicklungen in der Sozialpolitik.
www.paritaet-th.dewww.paritaet-th.de

Mit freundlichen Grüßen
Hartmut Kaczmarek
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