PariNews Thüringen 36/2019

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PariNews-Thüringen - 36/2019

Donnerstag, 05.09.2019

Sehr geehrte ParitäterInnen, 

vergangene Woche erschien mit dem Paritätischen Jahresgutachten neben dem csm Jahresgutachten Titel 29058e46cfArmutsbericht eine weitere zentrale Publikation des Gesamtverbandes, die sich mit der Armut- und Ungleichheitsbewertung in Deutschland auseinandersetzt. In diesem Jahr liegt der Fokus insbesondere auf der defizitären sozialen Infrastruktur und die damit einhergehende Gefährdung der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland. Der Bericht belegt nochmals, dass es vielerorts an adäquater Infrastruktur mangelt. Fehlende ärztliche Versorgung, Kitaeinrichtungen oder Schulen und kleine Geschäfte wirken sich nachhaltig auf die Lebensqualität der Menschen vor Ort aus. Der ländliche Raum ist hier im besonderem Maße betroffen. Diese Unterschiede in der Infrastruktur werden durch andere Faktoren wie Leben in Armut noch verstärkt. So verläuft die Kluft nicht nur zwischen Arm und Reich, sondern beispielsweise auch zwischen Alt und Jung oder zwischen Einheimischen und Zugewanderten. All dies gefährdet den sozialen Zusammenhalt. Es braucht eine Politik, die den Zusammenhalt und die soziale Sicherheit stärt, eine grundlegende Reform der sozialen Sicherungssysteme, eine soziale gemeinnützige Infrastruktur sowie eine steuerpolitische Kehrtwende. Die ausführliche Argumentation finden Sie im Jahresbericht.

Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht

Stefan Werner

Aktuelles

 Vertrag unterzeichnet: 142 Millionen vom Bund für Thüringer Kitas

Aus dem Gute-Kita-Gesetz des Bundes fließen bis 2022 rund 142 Millionen Euro nach Thüringen. Damit soll die Qualität in Kitas und Kindergärten verbessert werden. Die entsprechende Vereinbarung unterzeichneten an diesem Mittwoch Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Ministerpräsident Bodo Ramelow und Bildungsminister Helmut Holter in der Thüringer Staatskanzlei. Es ist der zehnte Vertrag zwischen dem Bund und einem Bundesland zur Umsetzung des Gute-KiTa-Gesetzes. Bis zum Herbst sollen die Verträge mit allen Bundesländern unter Dach und Fach sein, dann kann das Geld bis 2022 fließen. Mit dem Geld will Thüringen vorrangig folgende Maßnahmen umsetzen:

  • Stärkung der Betreuungsqualität durch einen verbesserten Personalschlüssel
  • Start eines Modellprojekts „Vielfalt vor Ort begegnen – Multiprofessionelle Teams in Kindertageseinrichtungen mit komplexen Bedarfen“. Eingebunden sind bis zu 100 ausgewählte Kitas.
  • Ausbau der Beitragsfreiheit. Ab August 2020 sollen die letzten zwei Jahre vor der Einschulung beitragsfrei werden.
  • Praxisintegrierte Ausbildung: Das zweistufige Modellprojekt zur Einführung der praxisintegrierten von Erzieherinnen und Erziehern ist bereits gestartet und läuft über vier Jahre.

Bildungsausschuss macht Weg frei für Thüringer Kita-Gesetz

Der Bildungsausschuss des Thüringer Landtags hat am Dienstag den Weg für das neue Thüringer Kindergartengesetz mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von Linken, SPD und Grünen freigemacht. Damit kann das Parlament in der kommenden Woche das Gesetz verabschieden. Vor allem die Mindestpersonalschlüssel werden durch das Gesetz verbessert, das auch die Verwendung der zusätzlichen Bundesmittel aus dem Gute-Kita-Gesetz festschreibt. Geändert hat sich auch der Name des Gesetzes: Es heißt jetzt Kindergartengesetz.

Paritätische Akademie: Qualifizierung im Bereich Blended LearningZertifizierung Akademie

Vergangene Woche schlossen Mitarbeiterinnen der Paritätischen Akademie in Thüringen ihre Qualifikation als Blended Learning Designerinnen erfolgreich ab. Damit können nun aus der Akademie heraus Lehrveranstaltungen mit Hilfe neuer didaktischer Elemente konzipiert werden. Mit dem Erwerb neuer Kompetenzen reagiert die Akademie auf die Erfordernisse heutiger Lernumgebungen.

Neues aus den Projekten: Personalentwicklung MITWIRKUNG

Siebte Denkwerkstatt über Ein- und Austrittszenarien in Unternehmen

PMW InstaBei der Denkwerkstatt des Projektes Personalentwicklung MITWIRKUNG ging es dieses Mal um „neue und getrennte Wege“. Die Fach- und Führungskräfte tauschten sich darüber aus, wie Mitarbeitende bei Eintritt in ein Unternehmen an ihre Tätigkeit herangeführt und im Team willkommen geheißen werden. Ebenso Thema war der Austritt aus einem Unternehmen. Innere Kündigung, Austrittsgespräche und Kontaktpflege waren nur einige Aspekte mit denen sich die Führungskräfte auseinandersetzten. Und das nicht immer alles glatt verläuft, zeigte die Truhe des Scheiterns. Darin fanden sich witzige, skurrile, aber auch wenig wertschätzende, selbst erlebte Situationen aus dem Arbeitsalltag. Anhand dieser wurden alternative Gesprächsszenarien besprochen. Die nächste Denkwerkstatt findet im November statt.

Aus unseren Mitgliedsorganisationen

Lebenshilfe-Rat fährt zum großen Kongress nach Leipzig

2019 09 04 Lebenshilfe Rat beim Kongress in LeipzigDie Lebenshilfe unterstützt und stärkt die Selbstvertretung. Das heißt: Menschen mit geistiger Beeinträchtigung reden und bestimmen mit – in der Lebenshilfe und in der Gesellschaft. Ein Meilenstein war der große Lebenshilfe-Kongress „Mit uns ist zu rechnen! Selbst-Vertreter stärken sich!“, der vergangene Wochen in Leipzig stattfand. Insgesamt waren mehr als 700 Menschen mit und ohne Beeinträchtigung anwesend, unter ihnen auch der Lebenshilfe-Rat Thüringen. Ein Mitglied dieses Gremiums führte einen eigenen Workshop zum Thema „Teilhabeplanung“ durch. In der Lebenshilfe sind deutschlandweit mehr als 123.000 Mitglieder organisiert, davon rund 12.000 Menschen mit Behinderungen. Der Lebenshilfe-Rat Thüringen setzt sich seit 2001 für die Interessen von Menschen mit Behinderungen ein und vertritt diese auf politischer und gesellschaftlicher Ebene. Alexander Eisenack, Sprecher des Lebenshilfe-Rats in Thüringen sagt: „Selbstvertretung halte ich für andere behinderte Menschen und mich sehr wichtig. Man kann seine Interessen äußern und auch durchsetzen. Selbstvertretung trägt auch dazu bei, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.“ Selbstvertretung ist für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung oder Lernschwierigkeiten seit Mitte der 1990er Jahre ein Thema. Sie gewinnt immer mehr an Bedeutung und ist als Schlüssel für mehr Teilhabe und Mitbestimmung für diesen Personenkreis nicht mehr wegzudenken.
(Auf dem Bild zu sehen v.l.n.r.: Anika Schäfer, Vera Velske, Annett Birnbaum, Constanze Borchert, Alexander Eisenack, Annett Noe (Unterstützerin) beim Kongress auf dem Campus der Universität Leipzig
Bildquelle: Lebenshilfe Thüringen)

Bestandsaufnahme zur sozialen Landwirtschaft: Umfrage läuft

Das Beratungszentrum Soziale Landwirtschaft beim Thüringer Ökoherz e.V., führt aktuell mit interessierten oder aktiven Betrieben und Sozialarbeitern eine Bestandsaufnahme zur Sozialen Landwirtschaft durch und sucht dafür noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ziel der Bestandsaufnahme ist es, möglichen Beratungsbedarf bei der Einbindung sozialer Projekte in die Landwirtschaft zu erkennen und den Strukturaufbau zu optimieren. Die Umfrage ist anonym und dauert zwischen 5 und 15 Minuten und läuft bis Ende Oktober 2019.

Save the Date

Mitgliederversammlung im Oktober

Die diesjährige Mitgliederversammlung findet am Mittwoch, den 23. Oktober 2019, ab 8:30 Uhr, im Haus der Parität in Neudietendorf statt. Die Einladung dazu geht Ihnen in den nächsten Wochen zu.

Veranstaltung der Woche

„Politische Bildung kreativ gestalten“ Methodentraining für Fachkräfte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Heranwachsende zum Mitmachen, Mitbestimmen und Mitgestalten zu motivieren ist eine Kunst. Genau hier setzt der praxisorientierte Workshop an. Er findet am 24. und 25. September 2019, von 9-16 Uhr statt und bietet Fachkräften methodische Anregungen, um Kinder und Jugendliche für politische Bildung zu begeistern. In der Gruppe werden die verschiedenen Möglichkeiten ausprobiert. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Weiterbildung wird ermöglicht durch eine Kooperation zwischen LOFT und der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung.
Bei Interesse freuen wir uns über Ihre Anmeldung. Wenn Sie Fragen haben, steht Ihnen Caroline Hager telefonisch (036202 26-132) oder per E-Mail gern zur Verfügung.

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