PariNews Thüringen 41/2019

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PariNews-Thüringen - 41/2019

Donnerstag, 10.Oktober 2019

Sehr geehrte ParitäterInnen, 

an dieser Stelle sollte es heute eigentlich um die Studie des Paritätischen zum Bildungs- und Teilhabepaket gehen, darüber wie wenig Kinder davon profitieren und was es aus unserer Sicht an Veränderung braucht – und dann kam Halle. In einer Stadt in Deutschland, mit etwas mehr Einwohnern als Erfurt, werden Menschen mitten am Tag gebeten, ihre Wohnungen nicht zu verlassen, sich in Sicherheit zu bringen. Ein Mensch zieht los und entscheidet über Leben und Tod von anderen. Wie nun damit umgehen? Es ignorieren? Nur schwer möglich. Im Darüber-Schreiben, dem Menschen, der die eigene Tat filmte und im Netz verbreitete, noch mehr Publikum bieten? Der Gedanke ekelt auch an. Erträglich wird er dann, wenn das Schreiben und über die Tat reden, nicht mit dem Austausch der grausamen Fakten endet. Alle diese Taten, ob mit antisemitischen, ausländerfeindlichen oder sonstigem Hintergrund verübt, stellen einen Angriff auf unsere freiheitliche, demokratische Gesellschaft dar. Und  solche Taten können Angst machen. Eben deshalb ist es wichtig, darüber zu reden, sich im Gespräch zu stärken, aus der eigenen Schockstarre zu befreien und zu erleben, wie wichtig es ist, für ein friedliches und tolerantes Miteinander einzustehen. In diesem Sinne gilt für uns in Thüringen einmal mehr: am 27. Oktober #menschlichkeitwählen.

Ihr Stefan Werner

P.S. Die Berichterstattung zur Studie des Paritätischen zum Bildungs- und Teilhabepaket der Thüringer Allgemeinen und des mdr möchte ich Ihnen dennoch nicht vorenthalten.

Aktuelles

Inklusions-Monitor: Wertschätzung gegenüber Menschen mit Behinderung ist gestiegen

Die Wertschätzung der Thüringerinnen und Thüringer gegenüber Menschen mit Behinderung ist gestiegen. Zwei Drittel der für den Thüringer Inklusionsmonitor Befragten haben Respekt gegenüber Menschen mit Behinderung. Erstmals erreicht damit eine positive Assoziation die größte Zustimmung im Inklusionsmonitor. 38 Prozent der Befragten nannten die Inklusion wichtig und weitere 15 Prozent wünschen sich nach dieser Studie mehr Schritte zur Umsetzung. Andererseits schätzen 83 Prozent der Befragten ein, dass Menschen mit Behinderungen noch mit Benachteiligungen im Alltag konfrontiert sind. 86 Prozent der Befragten finden es sehr wichtig oder „eher wichtig“, dass die Thüringer Politik die Interessen von Menschen mit Behinderung vertritt. Der Inklusionsmonitor wurde vom Thüringer Beauftragten für Menschen mit Behinderung, Joachim Leibiger, vorgestellt.

180 neue Stellen für Schulsozialarbeiter

Im kommenden Jahr will Thüringen 180 neue Stellen für Schulsozialarbeiter schaffen. Das kündigte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter im Vorfeld eines bundesweiten Kongresses von Schulsozialarbeitern in dieser Woche in Jena an. Der Etat für Schulsozialarbeit soll 2020 von jetzt zwölf auf dann 20 Millionen Euro nahezu verdoppelt werden. Aktuell sind an den Thüringer Schulen 305 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter tätig. 

Unterschiede zwischen Arm und Reich werden im Osten immer größer

Die Unterschiede zwischen Arm und Reich werden im Osten immer größer. Nach einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung nähert sich die Spreizung der Einkommen im Osten dem höheren Ungleichheitsniveau im Westen an. Insgesamt befindet sich danach die Einkommensungleichhheit in Deutschland trotz guter wirtschaftlicher Entwicklung auf einem historischen Höchststand. Der Paritätische bezeichnete die Ergebnisse der Studie als alarmierend und forderte die Bundesregierung auf, umgehend die Grundsicherungsleistungen anzuheben und darüber hinaus eine Kindergrundsicherung und die Grundrente einzuführen.

Neues aus den Mitgliedsorganisationen

Morgenhahn Team bei A.T.z.e gGmbH

Das Morgenhahnteam von mdr Thüringen berichtet in dieser Woche über die Arbeit unserer Mitgliedsorganisation A.T.z.e. Seit mehr als sieben Jahren setzt sich das Team rund um Gesellschafterin und Geschäftsführerin Sylvia Koppe dafür ein, Inklusion voranzubringen. Mittlerweile 66 Angestellte begleiten Mädchen und Jungen mit Beeinträchtigungen in die Schule, unterstützen sie und bieten ihnen damit die Chance, am regulären Unterricht teilzunehmen. Außerdem gibt es noch Ferienfreizeiten auf dem „Bauernhof“, wo die Kinder nicht nur mit den vielen Tieren des Hofes in Kontakt kommen, sondern ihnen auch das Thema Nachhaltigkeit nahgebracht wird. Und dann ist da auch noch „Momo“ - ein ausgebildeter Therapiebegleithund - der Kindern dabei hilft, ihre Angst vor dem Vorlesen zu überwinden. Die Kinder lesen dem Hund vor, der legt sich hin, hört zu, die Kleinen verlieren so die Scheu vor eine Klasse vorzulesen.

Für Sie da - der Mitgliederservice

MachDeineZukunft – Preisgelder von insgesamt 5.000 winken für nachhaltige Projekte

Die Bewerbungsfrist für die diesjährige MachDeineZukunft Challenge wurde bis zum 21. Oktober 2019 verlängert. In diesem Jahr dreht sich unter dem Motto „Handy Gaga?!“ alles um nachhaltige Ideen rund um das mobile Telefon. Gesucht werden Recyclingideen, Forschungsprojekte, Songs oder Theaterstücke, die den Aspekt der Nachhaltigkeit behandeln und für andere nachmachbar sind. Die Gewinner erwartet ein Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro.

Schablonen für die Wahl

Heute einmal ein Fundstück zu den Wahlen, das wir gern an Sie weitergeben möchten. Als blinder oder sehbehinderter Mensch haben Sie dank spezieller Schablonen die Möglichkeit, eigentändig an der Landtagswahl am 27. Oktober teilzunehmen. Diese Ausfüllhilfen entwickelten der Landeswahlleiter gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen. Sie ermöglichen es, Betroffenen, ihre Stimme ohne Hilfe einer anderen Person abzugeben.

Veranstaltung der Woche

Diskussionsrunde mit Politikerinnen und Politikern

Der Ortsteilbürgermeister des Berliner Platzes lädt gemeinsam mit MitMenschen e. V. und dem Paritätischen Thüringen ein, im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen mit Politikerinnen und Politikern zu Themen wie Gesundheit, Schule und Kita, Versorgung oder auch Freizeitangebote ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung findet am kommenden Montag, den 14. Oktober, um 18 Uhr, in der Stadtteilbibliothek Berliner Platz statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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