Fotogalerie MV 2017

Mitglieder

Inklusion auf dem Eis in Weimar

Gelebte Inklusion auf dem Eis in WeimarWeimar. 1. Dezember 2015. Franz hat zum ersten Mal auf dem Eis gestanden. „Das war richtig toll“, sagt der Sechsjährige. Er besucht die Kita „Hufeland“ der Lebenshilfe Weimar-Apolda. Zum Weimarer Inklusionstag auf dem Eis war er mit seiner Gruppe auf dem Erfurter Theaterplatz. Ebenso wie der gleichaltrige Luis. Der allerdings hatte schon das zweite Mal Schlittschuhe untergeschnallt. „Super“, ist sein kurzer Kommentar, während er zusammen den kostenlosen Kinderpunsch schlürft. Beide haben die Fahrradhelme noch umgeschnallt, die sie bei den ersten Laufversuchen auf dem Eis getragen haben.


Petra Seidel blickt zufrieden auf das bunte Treiben auf dem Eis. Die Weimarer Stadträtin, Ortsbürgermeisterin von Legelfeld und stellvertretende Vorsitzende der Paritätischen Kreisgruppe Weimar, hat zum dritten Mal dieses Ereignis organisiert. Kinder und Erwachsene mit und ohne Handicap tummeln sich auf der Eisfläche am Weimarer Theaterplatz. Sie laufen an diesem Tage kostenlos, wofür Seidel dem Betreiber der Eisbahn ausdrücklich dankt. Und mitten zwischen den herumflitzenden Kindern schiebt ein Helfer den Eisgleiter. Der ermöglicht es auch Rollstuhlfahrern, an dem Eisvergnügen teilzunehmen. Bereitgestellt wird der Eisgleiter vom Sanitätshaus Hochheim. „Es ist für die Kinder und Erwachsenen immer ein ganz besonderes Erlebnis“, weiß Petra Seidel aus ihren Erfahrungen.

Prominenz auf dem Eis: Karola Stange, Landtagsabgeordnete der Linkspartei, Petra Seidel, stellv. Vorsitzende der Paritätischen Kreisgruppe Weimar und "Kani", Weimars "Rock-Urgestein"Sozial engagierte Weimarer Persönlichkeiten sind an diesem Vormittag ebenfalls gekommen. Da gibt sich beispielsweise Rock-Urgestein „Kani“, Weimarern aller Generationen bestens bekannt, die Ehre. Ebenso wie Martin Kranz, der umtriebige und immer engagierte Weimarer Kunstmanager, der beispielsweise das „Köstritzer Spiegelzelt“ mit ins Leben gerufen hat. Gekommen ist auch Ute Böhnki, die Behinderten- und Seniorenbeauftragte der Stadt Weimar. Und auch Carola Stange, die Fachfrau für Politik für Menschen mit Behinderungen der Linksfraktion, schaut vorbei. Alle sind von der Initiative Petra Seidels, die mittlerweile einen festen Platz auch im Veranstaltungskalender der Weimarer Eisbahn hat, begeistert. „Aller guten Dinge sind drei, manchmal aber auch mehr“, lässt Seidel durchblicken, dass sie diesen Inklusionstag in Weimar fortsetzen will. „Warum gibt es so etwas nicht auch in anderen Städten?“, fragt sich Carola Stange und nimmt die Idee einer solchen Veranstaltung mit zurück nach Erfurt.

Tags: Lebenshilfe Weimar/Apolda, Inklusion, Petra Seidel

Drucken

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer
Datenschutzerklärung Ich habe Verstanden.