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Auf dem Weg zur inklusiven Schule

In Thüringen besuchen immer mehr Kinder mit speziellem Förderbedarf eine reguläre Schule. Dies belegt eine heute veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Thema Schulinklusion. Lernten im Jahr 2009 noch 7,5 Prozent der Schüler mit Handicaps an einer separaten Förderschule, waren es 2017 nur noch rund 4,0 Prozent. Damit verzeichnet Thüringen mit einer Verminderung von 3,5 Prozentpunkten die im Bundesvergleich stärkste Entwicklung. Deutschlandweit nahm die Quote nur um 0,6 Prozentpunkte ab.
Der Paritätische sieht Thüringen auf einen guten Weg. Diesen gilt es, weiter zu beschreiten. So ist es wichtig, dass sich Konzepte zum gemeinsamen Lernen noch stärker an den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen orientieren. Ein solches Vorgehen, nimmt auch die Freien Förderschulen mit ihrer Expertise mit in den Blick. Ausgestattet mit dem notwendigen Handlungsspielraum, könnten sie eigene Wege hin zu inklusiven Schule erproben. Hinzu kommt: Inklusion sollte nicht am Schultor enden. Schulen können dies unterstützen, indem Kinder und Jugendliche mit und ohne besonderen Förderbedarf über das gemeinsame Lernen hinaus, auch Alltag gemeinsam gestalten. Wie solche Inklusionsansätze ganz konkret aussehen können, behandelt in der kommenden Woche das Fachsymposium „Nicht OB, sondern WIE“ der deutschen Soccer Liga e. V.

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Spurwechsel - Die Voraussetzungen müssen stimmen

„Menschen anderer Nationen, die gut integriert sind und hier arbeiten, abzuschieben, ist das falsche Signal“, sagt Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringens mit Blick auf die Debatte über den Spurwechsel. Dieser soll abgelehnten, aber gut integrierten Asylbewerbern, die eine Stelle vorweisen können, eine Bleibeperspektive bieten, in dem sie vom Asylverfahren in die Fachkräfteeinwanderung wechseln. Mindestens ebenso wichtig wie die neuerliche Debatte zum Spurwechsel, wäre ein konsequentes Hinwirken auf eine Integration von Anfang an. Zumeist ist es nicht damit getan, lediglich einen Sprachkurs vorzuschalten. Vielmehr braucht es ein kontinuierliches Angebot. Ebenso hinderlich ist es, geflüchtete Menschen bei länger andauernden Asylverfahren von jeglichen Integrationsangeboten auszuschließen. Folglich ist eine gelingende Arbeitsmarktpolitik für geflüchtete Menschen konsequent als Integrationspolitik zu gestalten. Damit geht unter anderem einher, dass Angebote etwa der Arbeitsförderung nicht exklusiv, sondern auch für geflüchtete Menschen zur Verfügung stehen. „Hinzu kommt: die meisten Menschen mit Migrationshintergrund können ihre beruflichen Qualifikationen aus verschiedenen Gründen nicht unmittelbar in die Arbeitswelt einbringen“, so Werner. „Eine Arbeitsmarktpolitik, die die Voraussetzung für qualifikationsadäquate Erwerbstätigkeit oder Weiterqualifizierung schafft, stellt damit ebenfalls die Weichen in Richtung gelingende Integration.“  

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Paritätischer Thüringen unterstützt Appell zum Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen

„Fachlichkeit statt Diffamierung im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen!“ lautet der Appell von 54 Fachverbänden. Ihnen geht es vor allem darum, die Schutzbedürftigkeit der Minderjährigen in den Mittelpunkt der Debatte zu rücken. Steffen Richter ist Fachreferent für Kinder- und Jugendhilfe beim Paritätischen Thüringen, der sich diesem Aufruf anschließt. Er erklärt wie sich die Situation für minderjährige Flüchtlinge in Thüringen gestaltet.

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Zwei Paritätische Projekte für den Deutschen Engagementpreis nominiert

Mitglieder des Wünschewagen-TeamsErfurt/Neudietendorf, 19. August 2018. Der „Wünschewagen“ des ASB Jena und Katharina Nöthlich vom Kinderhospiz Mitteldeutschland sind für den Deutschen Engagementpreis nominiert worden. Beide wurden bereits mit dem Ehrenamtspreis des Paritätischen ausgezeichnet. Insgesamt wurden 22 Projekte und Einzelpersonen aus Thüringen nominiert. Bundesweit sind 554 herausragende Projekte und Einzelpersonen vorgeschlagen worden. Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Er würdigt das freiwillige Engagement der Menschen in Deutschland und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Unser Bild zeigt Mitglieder des "Wünschewagen-Teams" bei der Verleihung des Paritätischen Ehrenamtspreises im Mai.

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„Herausragend ehrenamtlich engagiert“: Paritätische Kreisgruppe ehrte drei Weimarerinnen für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten

kreisgruppe weimar ehrenamtspreisWeimar, 19. August 2018. Herausragendes ehrenamtliches Engagement haben drei Weimarerinnen bewiesen, die jetzt von der Kreisgruppe des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes im Rahmen des jährlichen Sommerfestes ausgezeichnet wurden: Annett Karsten von der Aidshilfe Weimar, Veronika Kranich vom Thüringer Arbeitslosenverband und Silvia Altwasser vom Verein Salamanca leben e.V. Die drei Geehrten erhielten den Preis stellvertretend für alle Ehrenamtler in den Reihen der fast 40 Mitgliedsorganisationen der Paritätischen Kreisgruppe, unterstrich die Vorsitzende der Kreisgruppe, Rola Zimmer. Unser Bild zeigt von links nach rechts: Veronika Kranich, Rola Zimmer (Vorsitzende der Kreisgruppe), Annett Karsten, Silvia Altwasser und Petra Seidel (stellv. Vorsitzende der Kreisgruppe). Im Vordergrund die achtjährige Carlotta Miehe, die gemeinsam mit Matthias Wollong die Veranstaltung musikalisch umrahmte.

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Ein Streifzug durch die Weltküche – Kochbuch des Weltladens „Locodemu“ aus Sömmerda

locedemu asb sömmerda kochbuch weltkücheSömmerda. Petros Weladegergsh kocht gern. Der 23-Jährige stammt aus Eritrea und lebt in Sömmerda-. „Am liebsten esse ich Hühnchen nach eritreischer Art“, sagt er. Ein typisches eritreisches Gericht ist Zigni, ein dicker Eintopf aus Tomaten, Fleisch oder Fisch und Gemüse. Und genau dieses Zigni präsentiert er in dem neuen Kochbuch des Weltladens „Locodemu“ des ASB Sömmerda. Entstanden ist dabei ein Streifzug durch die „Weltküche“, wie auch der Band heißt. Das Köstliche aus aller Welt wurde gekocht in Sömmerda, oder genauer gesagt im dortigen Weltladen. Hier treffen sich seit 2015 einmal in der Woche Nachbarn aus verschiedenen Ländern, um gemeinsam zu kochen, sich auszutauschen, den anderen am kulturellen und kulinarischen Reichtum vieler Nationalitäten teilhaben zu lassen. Unser Bild zeigt Dorothea Schröder, Petra Recke, Anika Jahn-Büchner, Günther Stanislowsky und Margita Fischer . Sie alle arbeiteten am Kochbuch Weltküche mit. (Foto: Andreas Kotter)

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Paritätisches Jahresgutachten: 90 Prozent der Bevölkerung sorgen sich um sozialen Zusammenhalt. Verband fordert soziales Reform- und Investitionsprogramm

Berlin/Neudietendorf,08.08.2018. Wachsende soziale Ungleichheit und eine Gefährdung des sozialen Zusammenhaltes in Deutschland konstatiert der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Jahresgutachten. Der Verband begrüßt, dass die Bundesregierung die Stärkung des sozialen Zusammenhaltes als vorrangiges Ziel formuliert hat; die bisher beschlossenen Maßnahmen reichten dafür jedoch bei Weitem nicht aus. Notwendig sei ein echtes soziales Reform- und Investitionsprogramm, fordert der Paritätische.

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Allgemeine Dienstpflicht? Nein Danke! Der Paritätische Thüringen setzt beim Thema gesellschaftliches Engagement auf Freiwilligkeit

Neudietendorf, 07. August 2018. Der Paritätische Thüringen begrüßt eine grundsätzliche Debatte über gesellschaftliche Teilhabe. Diese über eine Rückkehr zur Wehrpflicht oder eine allgemeine Dienstpflicht zu gewährleisten, lehnt der Verband jedoch ab und setzt auf Freiwilligkeit. „Bereits heute haben wir mit dem seit mehr als 50 Jahren bestehenden Freiwilligen Sozialen Jahr und dem Bundesfreiwilligendienst sehr gute Angebote, die gesellschaftliches Engagement ermöglichen“, sagt Andrea Büßer, Koordinatorin der Freiwilligendienste beim Paritätischen Thüringen. Derzeit absolvieren 180 Personen unter dem Dach des Paritätischen einen solchen Dienst. „Allerdings mangelt es an der Attraktivität der Angebote, mehr noch wir schließen einige Personengruppen aus, weil sie unter den gegebenen Bedingungen, sich den Freiwilligendienst schlichtweg nicht leisten oder mit ihrer Lebenswirklichkeit vereinbaren können“, so Büßer weiter. Der Paritätische Thüringen sieht drei konkrete Stellschrauben, um mehr Menschen einen Zugang zu den Freiwilligendiensten zu ermöglichen:

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Vom Ehrenamt zum Berufswunsch

Ehrenamtliche web

Neudietendorf, 13. Juli 2018. Während sich die Teilnehmer des Workshops noch beim Hip Hop verausgaben, bereiten Elisabeth und Clarissa alles für eine kleine Stärkung danach vor: schneiden etwas Obst auf, füllen Nüsse in eine Schale und machen einen Kuchenteller zurecht. Noch vor einem Jahr war die 17-jährige Clarissa selbst Teilnehmerin beim jährlichen Tanz-Theater Projekt des Paritätischen Bildungswerks.

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Tanzen und Nähen im Zeichen der Vier Elemente

Kulturlabor Nähen

Neudietendorf, 5. Juli 2018. Konzentriert sitzt Lotta an der surrenden Nähmaschine und säumt den dicken Jeansstoff. Als sich die Nadel verhakt, eilt ihr Kursleiterin Katja Szabò helfend zur Seite. Die 13-Jährige näht gerade ihre erste eigene Tasche. „Sowas habe ich noch nie gemacht“, erzählt die Schülerin stolz. „Die Arbeit an der Nähmaschine finde ich toll.“ Ganz andere Klänge dringen aus dem Nachbarraum. Zu rhythmischen Beats probieren die Kinder dort ihre ersten Breakdance-Übungen, die so genannten Moves.

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