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Weltkindertag: Alle Kinder haben ein Recht auf Förderung

Weltkindertag webNeudietendorf, 19.09.2018. In Thüringen lebt fast jedes siebte Kind unter 18 Jahren in einer Familie, die auf Hartz IV angewiesen ist, das belegen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Dabei zeigt sich ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. Während im Wartburgkreis oder im Eichsfeld mit acht Prozent vergleichsweise wenige Minderjährige auf Hartz IV angewiesen sind, gibt es in Eisenach mit 21,3 Prozent, Erfurt mit 22 Prozent und Gera mit 25,9 Prozent deutlich mehr betroffene Kinder.
„Wir dürfen uns mit dieser Situation nicht zufrieden geben und Kinderarmut zu einem Dauerzustand werden lassen“, mahnt Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen.
Um der Einkommensarmut von Kindern wirksam entgegenzutreten, fordert der Paritätische schon seit langem die Einführung einer Kindergrundsicherung. Bisherige Formen der Unterstützung erreichen längst nicht alle sozial benachteiligte Kinder. So profitieren, nach aktueller Expertise der Paritätischen Forschungsstelle, deutschlandweit weniger als 15 Prozent der Schüler unter 15 Jahren im Hartz-IV-Bezug von den sogenannten „soziokulturellen Teilhabeleistungen“. „Auch heute noch sind viele Minderjährige mit Hartz-IV-Bezug von vielen sozialen und kulturellen Aktivitäten ausgeschlossen“, betont Stefan Werner. „Eine Kindergrundsicherung müsste genau hier ansetzen und die tatsächlichen Bedürfnisse der Kinder in den Blick nehmen“, so Werner weiter. Dazu gehört auch, dass alle Kinder und Jugendlichen die bestmögliche Förderung erhalten - auch ohne komplizierte und stigmatisierende Antragsverfahren.

Weitere Informationen zur Kindergrundsicherung: http://www.kinderarmut-hat-folgen.de/http://www.kinderarmut-hat-folgen.de/

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Endspurt beim Kinder- und Jugendpreis 2018 „Mein Leben in der digitalen Welt“ – 10.000 Euro Preisgeld winken – „Digitalisierung nicht in Schwarz oder Weiß malen“

KJP PKNeudietendorf/Erfurt, 19. September 2018. „Kinder und Jugendliche müssen sich früh mit dem Thema digitale Welt auseinandersetzen. Deshalb finde ich das Motto des diesjährigen Kinder- und Jugendpreises ,Mein Leben in der digitalen Welt‘ außerordentlich unterstützenswert.“ Jochen Fasco sagt das, der Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt. Er hat jeden Tag mit neuen und alten Medien zu tun und er sagt deutlich: „Die Digitalisierung ist eine technische Revolution, die man durchaus mit der Erfindung des Buchdrucks vor 100 Jahren vergleichen kann.“ Der Wettbewerb soll die Risiken und Chancen der Digitalisierung darstellen, so Stefan Werner, der Landesgeschäftsführer des Paritätischen. Und Thomas Wagner, der Geschäftsführer der Sparkassen-Finanzstiftung ruft zu einer differenzierten Betrachtungsweise der Entwicklungen im digitalen Bereich auf. Alle erhoffen sich von den Wettbewerbsbeiträgen neue Einblicke und Erkenntnisse, wie Thüringer Kinder und Jugendliche ihr Leben in der digitalen Welt gestalten und welche Zukunftsvisionen sie haben. Die Bewerbungsfrist für den mit 10.000 Euro dotierten Preis läuft noch bis zum 17. Oktober. Unser Bild zeigt von links nach rechts: Thomas Wagner, Jochen Fasco und Stefan Werner.

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Vom Wiesenputz bis zur Apfelernte: Teilnehmerrekord beim 14. Jenaer Freiwilligentag

Freiwilligentag bei der Bürgerstiftung JenaJena, 19. September 2018. Gleich zwei Rekorde purzelten bei der mittlerweile 14. Ausgabe des Jenaer Freiwilligentages: 511 Jenaerinnen und Jenaer packten bei 35-Mit-Mach-Aktionen tatkräftig mit an. Und auch mit 83 internationalen Freiwilligen konnte die Bürgerstiftung einen neuen Rekord vermelden. Sie kamen zum Beispiel aus Eritrea und den USA, aus Dänemark, Indien, Panama oder China. Die Palette der Aktivitäten war breit gestreut: Es wurde gebacken, gepflanzt, gestrichen, geschraubt oder geerntet. Unser Bild zeigt die Aktiven der Kita Sprachkiste und der Kindersprachbrücke. Eröffnet wurde der Freiwilligentag von Thüringens Sozialministerin Heike Werner, Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche, Falko Mühlenberg vom Hauptsponsor Jenapharm sowie Bastian Bork vom Vorstand der Bürgerstiftung, und Koordinatorin Heidi Scheller.

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Inklusion: „Wir können von Kindern sehr viel lernen“ – Stefan Werner: Sorge um das gesellschaftspolitische Klima

Filmporjekt Alle in einem BootErfurt, 18. September 2018. „Wir können von Kindern sehr viel lernen.“ Raul Aguayo-Krauthausen sagt das. Der kleinwüchsige Mann ist Rollstuhlfahrer und ein unermüdlicher Streiter für die Inklusion. „Kinder gehen ganz unbefangen an die Dinge heran. Sie sind neugierig, sie stellen Fragen. Und später ist dann das Neue normal.“ Krauthausen sagt das in einem Workshop bei dem von der Deutschen Soccer-Liga organisierten Fachsymposium Inklusion. „Nicht OB, sondern WIE“ – das steht für ihn schon seit langem fest und das steht auch als Titel über dieser Fachtagung. „Inklusion ist ein Menschenrecht“, unterstreicht Krauthausen und fordert von den Teilnehmenden an der Veranstaltung – die meisten davon aus dem pädagogischen Bereich – mehr Druck auf die politisch Verantwortlichen. Aber auch die Medien kommen nicht ungeschoren davon: „Es kommen immer nur Experten zu Wort, selten oder nie die Betroffenen selbst.“ Und denen eine Stimme zu geben – das hat sich Krauthausen zur Aufgabe gemacht. „Wir müssen die Strukturen ändern.“ Vorgestellt wurde bei dem Fachtag auch das inklusive Filmprojekt "Alle in einem Boot". Unser Bild zeigt Mitwirkende der Podiumsdebatte zu dem Filmprojekt. Von links nach rechts: Christof Düro, Steffi Taubert, Mohammed Feisal Eshan, Christiane Bernuth und Jörg Lohr (Moderator).

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Gesetz zur Reform der Pflegeberufe - wie kann es gelingen?

Alexander Raths - fotalia.comNeudietendorf, 14. September 2018. Die Zeit drängt: Bereits im Jahr 2020 tritt das Gesetz zur Reform der Pflegeberufe in Kraft. Dieses vereint die bisher getrennten Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege sowie Kinderkrankenpflege. Damit sich sowohl Schulen als auch Einrichtungen in der verbleibenden Zeit auf die damit verbundenen Veränderungen vorbereiten können, braucht es baldige Sondierungsgespräche mit allen Beteiligten.


Der Paritätische Thüringen begrüßt grundsätzlich die Reform der Pflegeausbildung, sieht allerdings auf Landesebene dringenden Handlungsbedarf bei der Ausgestaltung des Gesetzes. „Was in Thüringen bisher fehlt, sind Antworten seitens des Sozialministeriums auf elementare Fragen zur inhaltlichen und organisatorischen Umsetzung“, sagt Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen. „So ist weder geklärt wie ein gemeinsames Curricula für die bislang eigenständigen Berufsbilder aussieht, noch wie die Umstellung in Thüringen erfolgen kann.“ Das Bundesgesetz gibt den Rahmen vor, die konkrete Ausgestaltung obliegt den Ländern. Zu bedenken ist etwa: Die Schulen müssen zukünftig drei Bereiche parallel (generalistische Ausbildung, Altenpflege und Pädiatrie) ausbilden. Hierfür braucht es, wenn schon nicht eigenes Lehrpersonal, doch zumindest Ausbildungs- und Kooperationsverbunde. Dies ist in einem Jahr, das bis zum Inkrafttreten des Gesetzes bleibt, fast nicht mehr realisierbar – insbesondere dann, wenn von politischer Seite die Grundzüge der künftigen Anforderungen und Ansprechpartner nach wie vor nicht benannt sind. Und auch dann werden sich einige Schulen überlegen müssen, ob sie ihren Lehrbetrieb aufrechterhalten können.

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Jugendliche starten in ihr freiwilliges soziales Jahr

FSJ Jahrgang 2018Noch etwas zögerlich betreten die jungen Frauen und Männer an diesem Morgen den Raum. Sie vereint, dass sie das kommende Jahr in einer sozialen Einrichtung einen freiwilligen Dienst leisten. Da ist etwa der 18jährige Lorenz, der in einer integrativen Kindertagesstätte in Apolda unterstützt. Von dieser Möglichkeit erfahren hat er durch einen anderen Jungen, der ein Klasse höher war und vor ihm sein freiwilliges soziales Jahr in dieser Einrichtung absolvierte. „Ich möchte auf jeden Fall in die soziale Richtung“, erzählt Lorenz. „Ich arbeite gern mit Kindern und habe auch immer in der Familie auf meine kleine Cousinen und Cousins aufgepasst.“ Von dieser seit erhofft sich Lorenz etwas mehr Klarheit für seinen späteren beruflichen Lebensweg. Genau das ist auch das Ziel von Anne. Während einer Berufsmesse in Erfurt traf sie auf den Camsin e. V. – eine Begegnungsstätte für Mensch, Natur und Tier. „Ich bin noch dabei, meinen Weg zu finden“, erzählt die 19-jährige. „Ich nutze jetzt das Jahr, um etwas praktisch zu machen, etwas vom Leben zu sehen und so herauszufinden, was ich möchte.“, berichtet die junge Frau weiter.
An diesem Morgen war nach einer ersten Runde zum Kennenlernen das Eis schnell gebrochen. Die Jugendlichen berichteten von ihren Erfahrungen der ersten Tage im Kindergarten, im Krankenhaus, in der Pflegeeinrichtung oder im Kinderheim. Das Team der Freiwilligendienste des Paritätischen begleitet die Jugendlichen durch dieses Jahr, bietet Seminare an und ist Ansprechpartner bei allen Fragen sowie Problemen.

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Fort und Weiterbildungsangebot will wachsendem Antisemitismus in Thüringen entgegentreten

2018 09 05 jüdisches lebenNeudietendorf, 05. September 2018. Die Sicherheitsbehörden in Thüringen und jüdische Organisationen registrieren seit Jahren einen steigenden Antisemitismus in Thüringen. Mittlerweile liegt der Freistaat mit 29,8 antisemitischen Straftaten auf Platz zwei in der Liste der Bundesländer hinter Berlin (46,1 antisemitische Straftaten), aber deutlich über dem Bundesdurchschnitt, der bei etwa 15 Straftaten je 100.000 Einwohnern liegt.

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Auf dem Weg zur inklusiven Schule

In Thüringen besuchen immer mehr Kinder mit speziellem Förderbedarf eine reguläre Schule. Dies belegt eine heute veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Thema Schulinklusion. Lernten im Jahr 2009 noch 7,5 Prozent der Schüler mit Handicaps an einer separaten Förderschule, waren es 2017 nur noch rund 4,0 Prozent. Damit verzeichnet Thüringen mit einer Verminderung von 3,5 Prozentpunkten die im Bundesvergleich stärkste Entwicklung. Deutschlandweit nahm die Quote nur um 0,6 Prozentpunkte ab.
Der Paritätische sieht Thüringen auf einen guten Weg. Diesen gilt es, weiter zu beschreiten. So ist es wichtig, dass sich Konzepte zum gemeinsamen Lernen noch stärker an den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen orientieren. Ein solches Vorgehen, nimmt auch die Freien Förderschulen mit ihrer Expertise mit in den Blick. Ausgestattet mit dem notwendigen Handlungsspielraum, könnten sie eigene Wege hin zu inklusiven Schule erproben. Hinzu kommt: Inklusion sollte nicht am Schultor enden. Schulen können dies unterstützen, indem Kinder und Jugendliche mit und ohne besonderen Förderbedarf über das gemeinsame Lernen hinaus, auch Alltag gemeinsam gestalten. Wie solche Inklusionsansätze ganz konkret aussehen können, behandelt in der kommenden Woche das Fachsymposium „Nicht OB, sondern WIE“ der deutschen Soccer Liga e. V.

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Spurwechsel - Die Voraussetzungen müssen stimmen

„Menschen anderer Nationen, die gut integriert sind und hier arbeiten, abzuschieben, ist das falsche Signal“, sagt Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringens mit Blick auf die Debatte über den Spurwechsel. Dieser soll abgelehnten, aber gut integrierten Asylbewerbern, die eine Stelle vorweisen können, eine Bleibeperspektive bieten, in dem sie vom Asylverfahren in die Fachkräfteeinwanderung wechseln. Mindestens ebenso wichtig wie die neuerliche Debatte zum Spurwechsel, wäre ein konsequentes Hinwirken auf eine Integration von Anfang an. Zumeist ist es nicht damit getan, lediglich einen Sprachkurs vorzuschalten. Vielmehr braucht es ein kontinuierliches Angebot. Ebenso hinderlich ist es, geflüchtete Menschen bei länger andauernden Asylverfahren von jeglichen Integrationsangeboten auszuschließen. Folglich ist eine gelingende Arbeitsmarktpolitik für geflüchtete Menschen konsequent als Integrationspolitik zu gestalten. Damit geht unter anderem einher, dass Angebote etwa der Arbeitsförderung nicht exklusiv, sondern auch für geflüchtete Menschen zur Verfügung stehen. „Hinzu kommt: die meisten Menschen mit Migrationshintergrund können ihre beruflichen Qualifikationen aus verschiedenen Gründen nicht unmittelbar in die Arbeitswelt einbringen“, so Werner. „Eine Arbeitsmarktpolitik, die die Voraussetzung für qualifikationsadäquate Erwerbstätigkeit oder Weiterqualifizierung schafft, stellt damit ebenfalls die Weichen in Richtung gelingende Integration.“  

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Paritätischer Thüringen unterstützt Appell zum Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen

„Fachlichkeit statt Diffamierung im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen!“ lautet der Appell von 54 Fachverbänden. Ihnen geht es vor allem darum, die Schutzbedürftigkeit der Minderjährigen in den Mittelpunkt der Debatte zu rücken. Steffen Richter ist Fachreferent für Kinder- und Jugendhilfe beim Paritätischen Thüringen, der sich diesem Aufruf anschließt. Er erklärt wie sich die Situation für minderjährige Flüchtlinge in Thüringen gestaltet.

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