Interessantes

Erfahren Sie mehr über die Paritätischen Unternehmen

Hier gelangen Sie zu unseren Stellenangeboten

Zu den Angeboten der Paritätischen Akademie

Erfahren Sie mehr über den Paritätischen Thüringen

"Gut leben in Thüringen - Familien stärken"

Spitzengespräch Liga und SPD„Gut leben in Thüringen – Familien stärken.“ – unter diesem Motto setzt sich die LIGA der Freien WohlfahrtspflegeLIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen dafür ein, dass den Menschen im Freistaat notwendige Unterstützungsstrukturen und Angebote zur Verfügung stehen. In Spitzengesprächen mit den Fraktionen des Thüringer Landtags, in Debatten mit den Thüringer Ministerien, in überregionalen Fachtagen und Aktionen setzt sich die LIGA dafür ein, das Thüringen sozial bleibt.

Drucken

Save the Date: "Mit Nazis reden? Ja. Über Ausstieg." Fachtag der Bundesarbeitsgemeinschaft "Ausstieg zum Einstieg" am 14.11.2019 in Göttingen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ e.V. lädt ein:

Liebe Kolleg*innen,

am 14.11.2019 findet der diesjährige Fachtag der Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ e.V. statt. Er trägt den Titel „Mit Nazis reden? JA. Über Ausstieg“. 

Die Debatte, ob und wie man mit Nazis reden soll, erfreute sich in den letzten Jahren immer wieder größter Beliebtheit. Die BAG Ausstieg sagt JA und zwar über Ausstieg, denn: an vielen Orten gibt es keine Alternative. Ob in Schule, im Betrieb, oder im Feld der Sozialen Arbeit haben viele Praktiker*innen ihre ganz eigenen Erfahrungen mit extrem rechten Menschen gemacht. Häufig ist es fraglich, wie hier eine zielgerichtete Kommunikation aussehen kann, die Aussagen nicht affirmiert und gleichzeitig im Gespräch bleiben kann. Wir, als Dachverband zivilgesellschaftlicher Ausstiegsberatungen aus der extremen Rechten wollen unsere Erfahrungen in diesem Feld teilen und beim Fachtag konkrete Handlungsoptionen aufzeigen. Dazu sollen erste Inhalte der nächstjährigen Fort- und Weiterbildung vorgestellt werden, die tiefere Einblicke in dieses anspruchsvolle Feld geben wird.

 fachtag BAG

Drucken

Lebensleistung verdient Respekt - Paritätischer Thüringen fordert gemeinsam mit Bündnispartnern die Einführung einer Grundrente

Wir, die Thüringer Sozial- und Wohlfahrtsverbände und der DGB fordern die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD auf, sich endlich auf die Einführung einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung zu einigen. So beginnt das Forderungspapier, das auch vom Paritätischen Thüringen gezeichnet wurde. „Mit der Aufwertung der Rente für all jene, die nur geringe Ansprüche haben, schützen wir diese Menschen vor Altersarmut“, sagt Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen. „Es geht uns darum, die Lebensleistung der arbeitenden, erziehenden und pflegenden Menschen anzuerkennen“, so Werner weiter. Dazu gehört auch, allen Arbeitenden, die jahrzehntlang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt, aber nur geringe Rentenansprüche haben mit einer Aufwertung der Rente den Gang zum Grundsicherungsamt zu ersparen.

Drucken

Paritätischer begrüßt Vorschläge zur Stärkung des Ehrenamtes

Der Paritätische Thüringen sieht die Empfehlungen von Finanzministerin Heike Taubert die ehrenamtliche Arbeit durch Steuerentlastungen sowie Anhebung der Pauschalen zu stärken als Schritt in die richtige Richtung. Konkret soll es bei der Finanzministerkonferenz in Berlin darum gehen, die Übungsleiterpauschale von 2400 auf 3000 Euro pro Jahr, die Ehrenamtspauschale von 720 auf 840 anzuheben. Zudem ist eine höhere Einnahmegrenze für Vereine, bei der keine Körperschafts- und Gewerbesteuer fällig wird, im Gespräch. Bisher lag diese bei 35.000 Euro, diskutiert werden nun 45.000 Euro pro Jahr. „In Deutschland leisten unzählige Ehrenamtler tolle und wertvolle Arbeit. Sie zu stärken ist seit jeher unser Anliegen“, sagt Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen. „Die genannten Maßnahmen wären ein wichtiger Schritt dabei. Ehrenamtliche bringen die Gesellschaft voran, umso wichtiger ist es sie immer wieder im Blick zu haben und gute Rahmenbedingungen zu schaffen.“ So gilt es, die Innovationskraft von Vereinen weiter zu fördern und insbesondere im ländlichen Raum die Mobilität der ehrenamtlichen Tätigen zu fördern.

Drucken

Familienpolitik in Thüringen: „Es gibt noch viel zu tun, bleiben wir dran“

Sozialgipfel Ramelow

Erfurt. Fanny Kratzer ist eine vierfache alleinstehende Mutter. Ihre Kinder sind 7, 11, 14 und 15 Jahre alt. Sie ist in Vollzeit berufstätig. Das tägliche Management ihres Haushalts erfordert viel Organisationsgeschick, viel Kraft und gute Nerven. Und auch ein gutes Netzwerk an Verwandten wie Omas und Tanten, die einspringen, wenn die Mutter gerade mal nicht kann. Fanny Kratzer meistert ihren Alltag – aber sie hat mit vielen Problemen zu kämpfen. Mal fehlen Unterstützungsangebote, mal gibt es in der Schule kein Verständnis für die finanziellen Engpässe in ihrer Familie, mal muss sie Abstriche bei Freizeitangeboten machen. Eindrucksvoll und mitreißend schilderte Fanny Kratzer beim achten Thüringer Sozialgipfel in Erfurt ihren Tagesablauf, der morgens damit beginnt, die Kinder schulfertig zu machen und abends mit Gesprächen mit den Kindern endet, in denen man den Tag noch einmal Revue passieren lässt.

Weiterlesen

Drucken

Paritätischer Ehrenamtspreis würdigt herausragendes Engagement

FRK 5997Neudietendorf, 10. Mai 2019 |
„Er ist immer dort, wo er gebraucht wird“, sagte Dr. Heide Wildauer bei ihrer Laudatio für Helmut Heering. Der Eisenacher ist mit dem Paritätischen Ehrenamtspreis 2019 in der Kategorie Weise Stars ausgezeichnet worden. Wildauer, Mitglied im Stiftungsrat der Paritätischen BuntStiftung, erinnerte beim Festakt daran, dass Heering bereits mehr als zwei Jahrzehnte Mitglied im Schwerhörigen-Verein Eisenach sei und diesen von Anbeginn an aktiv mitgestaltet habe. Mit der Auszeichnung ist auch die Nominierung zum Deutschen Engagementpreis 2019 verbunden.
Mit dem Paritätischen Ehrenamtspreis wird jedes Jahr herausragendes ehrenamtliches Engagement in den Reihen des Paritätischen Thüringen ausgezeichnet. Diesmal erhielten drei Projekte und vier Einzelpersonen die Auszeichnung. „Dieses Wirken für andere ist ein unersetzbares Gut und elementarer Bestandteil für ein gelingendes Miteinander“, betonte Rolf Höfert, Verstandsvorsitzender des Paritätischen, bei der Verleihung der Preise.

Weiterlesen

Drucken

Wenn Flüchtlinge Nazis und Juden spielen: Neuer bewegender Film über Flüchtlingsschicksale hatte in Thüringen Vorpremiere – Am Wochenende Start bei Berliner Filmfestival

Bad Salzungen/Erfurt. Ein beeindruckender Film über Flüchtlingsschicksale heute und in der Zeit des Nationalsozialismus hat an diesem Wochenende bei dem renommierten Berliner Festival „Achtung, Berlin“ seine Premiere. Der Film „Alle in einem Boot“ der Berliner Filmemacher Christoph Düro und Tobias Stille wird vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Thüringen unterstützt. Die Idee zu dem Projekt entstand während der Zusammenarbeit zwischen Düro und dem Paritätischen Bildungswerk bei einem Ferienprojekt für Jugendliche in Neudietendorf. Eine viel umjubelte Vorab-Aufführung gab es in dieser Woche im Burgtheater in Bad Langensalza. „Ich habe viel Kraft und Rückenwind aus Thüringen erhalten“, so Düro. Nach dem sehr positiven Echo in Langensalza, wo der Film das erste Mal in voller Länge zu sehen war, geht Düro mit großen Hoffnungen in das Berliner Festival.

Der Film „Alle in einem Boot“ ist ein Film über Flüchtlinge – aber kein Dokumentarfilm, sondern ein Film der ganz besonderen Art. Denn in diesem Streifen spielen Flüchtlinge von heute Flüchtlinge aus den 30er-Jahren, sie spielen jüdische Menschen, die auf der Flucht vor dem Nazi-Regime sind. Unter den Schauspielerin sind auch Geflüchtete, die in Thüringen eine neue Heimat gefunden haben und die Düro während des Ferienprojektes „Kultur macht stark“ beim Paritätischen Bildungswerk in Neudietendorf kennengelernt hat.

„Vor unseren Augen sterben täglich Menschen im Mittelmeer. Wie die europäischen Politiker damit umgehen, ist ein Skandal“, so Düro. Und auf diesen Skandal soll der Film aufmerksam machen. Die Geschichte handelt von einer Schauspieltruppe, die im Theater das Schicksal jüdischer Flüchtlinge erzählen, die 1939 auf dem Schiff „St. Louis“ vor dem Nazi-Regime nach Amerika auswandern wollten. Aber niemand will die Geflüchteten aufnehmen. „Ihr seht doch, Flüchtlinge sind nirgends willkommen“, sagt einer der verzweifelten Passagiere. Und dieser Satz gilt damals wie auch heute. Unter den Schauspielern sind auch Geflüchtete von heute. Da spielt ein türkischer Mitbürger einen Juden, ein Farbiger spielt einen Nazi, ein Mensch mit Handicap hat die Hauptrolle, ein Flüchtling spielt den deutschen Kapitän der St. Louis. Es ist dieses Prinzip auch der Verfremdung, das die Angst vor dem Fremden nehmen soll. Insofern ist „Alle in einem Boot“ auch ein inklusiver Film.

Jetzt hoffen die Filmemacher, dass auch bei dem Festival in Berlin der Funke auf die Zuschauerinnen und Zuschauer überspringt – so wie bei der Preview in Bad Langensalza.
Mehr zum Film: www.alleineinemboot.de

Drucken

10 Jahre UN Behindertenrechtskonventionen

Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ist noch kein Alltag

Neudietendorf, 25. März 2019 | Am 26. März 2009 trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft. Diese fordert eine inklusive Gesellschaft, also die Möglichkeit jedes einzelnen Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Inklusion ist Menschenrecht. Und wie ist es um dieses Recht am zehnten Jahrestag bestellt? Drei Fragen an den Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen Stefan Werner.

Weiterlesen

Drucken

Armut ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Der Paritätische Gesamtverband stellt den diesjährigen Armutsbericht vor

2018 ArmutsberichtIn Thüringen sind laut den Zahlen der Statistikämter des Bundes 16,3 % Menschen von Armut betroffen. Damit liegt der Freistaat bundesweit im Mittelfeld. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein Rückgang um 0,9 %. Rein rechnerisch bedeutet dies aber immer noch, dass rund 350.000 Bürgerinnen und Bürger in Thüringen als arm gelten.
„Die Zahlen sind – auch bei leichtem Rückgang – alarmierend“, sagt Landesgeschäftsführer Stefan Werner.
Und sie sagen noch nichts über die Menschen dahinter aus. Genau das nimmt der diesjährige Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbandes in den Blick. Wer sind die rund 13,7 Millionen armen Menschen in unserem Land? Sicherlich, wir wissen, es gibt Bevölkerungsgruppen, die ein besonders hohes Armutsrisiko tragen. Es sind, wenig überraschend, Arbeitslose (62,9 %), Alleinerziehende (40,2 %), kinderreiche Familien (30,0 %), Migrierende (27,5 %) oder Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen (28,8 %).
Betrachtet man allerdings die Gesamtheit der Armen in Deutschland unter verschiedenen Gesichtspunkten, zeichnet sich noch ein anderes, zuweilen unerwartetes Bild. So gehen erwachsene arme Menschen zumeist einer Erwerbstätigkeit (33,2 %) nach oder sind in Rente beziehungsweise Pension (24,8 %). Lediglich 21,0 Prozent der einkommensarmen Erwachsenen sind arbeitslos. Bei den Alleinerziehenden ist auffällig, dass etwa die Hälfte (49,9 %) erwerbstätig ist und rund drei Viertel (75,4%) über ein mittleres oder hohes Bildungsniveau verfügt. Die Mehrheit der Armutsbetroffenen ist nicht arbeitslos. Ihre Armutslage hat keine individuellen Ursachen, sondern strukturelle. Sie resultiert aus einem Mangel an Einkommen. „Es sind eben nicht nur sogenannte „Randgruppen“ von Armut gefährdet, sondern es ist ein gesamtgesellschaftliches Thema“, sieht Stefan Werner mit dem nun vorgelegten Bericht bestätigt. „Entsprechend müssen wir nicht nur unser Verständnis von Armut korrigieren, sondern auch die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung daran anpassen.“ Werner plädiert für steuerpolitische Maßnahmen und eine ausreichende Existenzsicherung für von Armut betroffene Kinder und Jugendliche im Freistaat. Der Paritätische Thüringen fordert, mit politischen Maßnahmen die soziale Ausgrenzung abzubauen, um allen Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Drucken

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen. Weitere Informationen:
Datenschutzerklärung OK