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Jugendliche starten in ihr freiwilliges soziales Jahr

FSJ Jahrgang 2018Noch etwas zögerlich betreten die jungen Frauen und Männer an diesem Morgen den Raum. Sie vereint, dass sie das kommende Jahr in einer sozialen Einrichtung einen freiwilligen Dienst leisten. Da ist etwa der 18jährige Lorenz, der in einer integrativen Kindertagesstätte in Apolda unterstützt. Von dieser Möglichkeit erfahren hat er durch einen anderen Jungen, der ein Klasse höher war und vor ihm sein freiwilliges soziales Jahr in dieser Einrichtung absolvierte. „Ich möchte auf jeden Fall in die soziale Richtung“, erzählt Lorenz. „Ich arbeite gern mit Kindern und habe auch immer in der Familie auf meine kleine Cousinen und Cousins aufgepasst.“ Von dieser seit erhofft sich Lorenz etwas mehr Klarheit für seinen späteren beruflichen Lebensweg. Genau das ist auch das Ziel von Anne. Während einer Berufsmesse in Erfurt traf sie auf den Camsin e. V. – eine Begegnungsstätte für Mensch, Natur und Tier. „Ich bin noch dabei, meinen Weg zu finden“, erzählt die 19-jährige. „Ich nutze jetzt das Jahr, um etwas praktisch zu machen, etwas vom Leben zu sehen und so herauszufinden, was ich möchte.“, berichtet die junge Frau weiter.
An diesem Morgen war nach einer ersten Runde zum Kennenlernen das Eis schnell gebrochen. Die Jugendlichen berichteten von ihren Erfahrungen der ersten Tage im Kindergarten, im Krankenhaus, in der Pflegeeinrichtung oder im Kinderheim. Das Team der Freiwilligendienste des Paritätischen begleitet die Jugendlichen durch dieses Jahr, bietet Seminare an und ist Ansprechpartner bei allen Fragen sowie Problemen.

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Fort und Weiterbildungsangebot will wachsendem Antisemitismus in Thüringen entgegentreten

2018 09 05 jüdisches lebenNeudietendorf, 05. September 2018. Die Sicherheitsbehörden in Thüringen und jüdische Organisationen registrieren seit Jahren einen steigenden Antisemitismus in Thüringen. Mittlerweile liegt der Freistaat mit 29,8 antisemitischen Straftaten auf Platz zwei in der Liste der Bundesländer hinter Berlin (46,1 antisemitische Straftaten), aber deutlich über dem Bundesdurchschnitt, der bei etwa 15 Straftaten je 100.000 Einwohnern liegt.

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Auf dem Weg zur inklusiven Schule

In Thüringen besuchen immer mehr Kinder mit speziellem Förderbedarf eine reguläre Schule. Dies belegt eine heute veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Thema Schulinklusion. Lernten im Jahr 2009 noch 7,5 Prozent der Schüler mit Handicaps an einer separaten Förderschule, waren es 2017 nur noch rund 4,0 Prozent. Damit verzeichnet Thüringen mit einer Verminderung von 3,5 Prozentpunkten die im Bundesvergleich stärkste Entwicklung. Deutschlandweit nahm die Quote nur um 0,6 Prozentpunkte ab.
Der Paritätische sieht Thüringen auf einen guten Weg. Diesen gilt es, weiter zu beschreiten. So ist es wichtig, dass sich Konzepte zum gemeinsamen Lernen noch stärker an den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen orientieren. Ein solches Vorgehen, nimmt auch die Freien Förderschulen mit ihrer Expertise mit in den Blick. Ausgestattet mit dem notwendigen Handlungsspielraum, könnten sie eigene Wege hin zu inklusiven Schule erproben. Hinzu kommt: Inklusion sollte nicht am Schultor enden. Schulen können dies unterstützen, indem Kinder und Jugendliche mit und ohne besonderen Förderbedarf über das gemeinsame Lernen hinaus, auch Alltag gemeinsam gestalten. Wie solche Inklusionsansätze ganz konkret aussehen können, behandelt in der kommenden Woche das Fachsymposium „Nicht OB, sondern WIE“ der deutschen Soccer Liga e. V.

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Spurwechsel - Die Voraussetzungen müssen stimmen

„Menschen anderer Nationen, die gut integriert sind und hier arbeiten, abzuschieben, ist das falsche Signal“, sagt Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringens mit Blick auf die Debatte über den Spurwechsel. Dieser soll abgelehnten, aber gut integrierten Asylbewerbern, die eine Stelle vorweisen können, eine Bleibeperspektive bieten, in dem sie vom Asylverfahren in die Fachkräfteeinwanderung wechseln. Mindestens ebenso wichtig wie die neuerliche Debatte zum Spurwechsel, wäre ein konsequentes Hinwirken auf eine Integration von Anfang an. Zumeist ist es nicht damit getan, lediglich einen Sprachkurs vorzuschalten. Vielmehr braucht es ein kontinuierliches Angebot. Ebenso hinderlich ist es, geflüchtete Menschen bei länger andauernden Asylverfahren von jeglichen Integrationsangeboten auszuschließen. Folglich ist eine gelingende Arbeitsmarktpolitik für geflüchtete Menschen konsequent als Integrationspolitik zu gestalten. Damit geht unter anderem einher, dass Angebote etwa der Arbeitsförderung nicht exklusiv, sondern auch für geflüchtete Menschen zur Verfügung stehen. „Hinzu kommt: die meisten Menschen mit Migrationshintergrund können ihre beruflichen Qualifikationen aus verschiedenen Gründen nicht unmittelbar in die Arbeitswelt einbringen“, so Werner. „Eine Arbeitsmarktpolitik, die die Voraussetzung für qualifikationsadäquate Erwerbstätigkeit oder Weiterqualifizierung schafft, stellt damit ebenfalls die Weichen in Richtung gelingende Integration.“  

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Paritätischer Thüringen unterstützt Appell zum Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen

„Fachlichkeit statt Diffamierung im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen!“ lautet der Appell von 54 Fachverbänden. Ihnen geht es vor allem darum, die Schutzbedürftigkeit der Minderjährigen in den Mittelpunkt der Debatte zu rücken. Steffen Richter ist Fachreferent für Kinder- und Jugendhilfe beim Paritätischen Thüringen, der sich diesem Aufruf anschließt. Er erklärt wie sich die Situation für minderjährige Flüchtlinge in Thüringen gestaltet.

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Zwei Paritätische Projekte für den Deutschen Engagementpreis nominiert

Mitglieder des Wünschewagen-TeamsErfurt/Neudietendorf, 19. August 2018. Der „Wünschewagen“ des ASB Jena und Katharina Nöthlich vom Kinderhospiz Mitteldeutschland sind für den Deutschen Engagementpreis nominiert worden. Beide wurden bereits mit dem Ehrenamtspreis des Paritätischen ausgezeichnet. Insgesamt wurden 22 Projekte und Einzelpersonen aus Thüringen nominiert. Bundesweit sind 554 herausragende Projekte und Einzelpersonen vorgeschlagen worden. Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Er würdigt das freiwillige Engagement der Menschen in Deutschland und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Unser Bild zeigt Mitglieder des "Wünschewagen-Teams" bei der Verleihung des Paritätischen Ehrenamtspreises im Mai.

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„Herausragend ehrenamtlich engagiert“: Paritätische Kreisgruppe ehrte drei Weimarerinnen für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten

kreisgruppe weimar ehrenamtspreisWeimar, 19. August 2018. Herausragendes ehrenamtliches Engagement haben drei Weimarerinnen bewiesen, die jetzt von der Kreisgruppe des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes im Rahmen des jährlichen Sommerfestes ausgezeichnet wurden: Annett Karsten von der Aidshilfe Weimar, Veronika Kranich vom Thüringer Arbeitslosenverband und Silvia Altwasser vom Verein Salamanca leben e.V. Die drei Geehrten erhielten den Preis stellvertretend für alle Ehrenamtler in den Reihen der fast 40 Mitgliedsorganisationen der Paritätischen Kreisgruppe, unterstrich die Vorsitzende der Kreisgruppe, Rola Zimmer. Unser Bild zeigt von links nach rechts: Veronika Kranich, Rola Zimmer (Vorsitzende der Kreisgruppe), Annett Karsten, Silvia Altwasser und Petra Seidel (stellv. Vorsitzende der Kreisgruppe). Im Vordergrund die achtjährige Carlotta Miehe, die gemeinsam mit Matthias Wollong die Veranstaltung musikalisch umrahmte.

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Ein Streifzug durch die Weltküche – Kochbuch des Weltladens „Locodemu“ aus Sömmerda

locedemu asb sömmerda kochbuch weltkücheSömmerda. Petros Weladegergsh kocht gern. Der 23-Jährige stammt aus Eritrea und lebt in Sömmerda-. „Am liebsten esse ich Hühnchen nach eritreischer Art“, sagt er. Ein typisches eritreisches Gericht ist Zigni, ein dicker Eintopf aus Tomaten, Fleisch oder Fisch und Gemüse. Und genau dieses Zigni präsentiert er in dem neuen Kochbuch des Weltladens „Locodemu“ des ASB Sömmerda. Entstanden ist dabei ein Streifzug durch die „Weltküche“, wie auch der Band heißt. Das Köstliche aus aller Welt wurde gekocht in Sömmerda, oder genauer gesagt im dortigen Weltladen. Hier treffen sich seit 2015 einmal in der Woche Nachbarn aus verschiedenen Ländern, um gemeinsam zu kochen, sich auszutauschen, den anderen am kulturellen und kulinarischen Reichtum vieler Nationalitäten teilhaben zu lassen. Unser Bild zeigt Dorothea Schröder, Petra Recke, Anika Jahn-Büchner, Günther Stanislowsky und Margita Fischer . Sie alle arbeiteten am Kochbuch Weltküche mit. (Foto: Andreas Kotter)

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Paritätisches Jahresgutachten: 90 Prozent der Bevölkerung sorgen sich um sozialen Zusammenhalt. Verband fordert soziales Reform- und Investitionsprogramm

Berlin/Neudietendorf,08.08.2018. Wachsende soziale Ungleichheit und eine Gefährdung des sozialen Zusammenhaltes in Deutschland konstatiert der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Jahresgutachten. Der Verband begrüßt, dass die Bundesregierung die Stärkung des sozialen Zusammenhaltes als vorrangiges Ziel formuliert hat; die bisher beschlossenen Maßnahmen reichten dafür jedoch bei Weitem nicht aus. Notwendig sei ein echtes soziales Reform- und Investitionsprogramm, fordert der Paritätische.

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Allgemeine Dienstpflicht? Nein Danke! Der Paritätische Thüringen setzt beim Thema gesellschaftliches Engagement auf Freiwilligkeit

Neudietendorf, 07. August 2018. Der Paritätische Thüringen begrüßt eine grundsätzliche Debatte über gesellschaftliche Teilhabe. Diese über eine Rückkehr zur Wehrpflicht oder eine allgemeine Dienstpflicht zu gewährleisten, lehnt der Verband jedoch ab und setzt auf Freiwilligkeit. „Bereits heute haben wir mit dem seit mehr als 50 Jahren bestehenden Freiwilligen Sozialen Jahr und dem Bundesfreiwilligendienst sehr gute Angebote, die gesellschaftliches Engagement ermöglichen“, sagt Andrea Büßer, Koordinatorin der Freiwilligendienste beim Paritätischen Thüringen. Derzeit absolvieren 180 Personen unter dem Dach des Paritätischen einen solchen Dienst. „Allerdings mangelt es an der Attraktivität der Angebote, mehr noch wir schließen einige Personengruppen aus, weil sie unter den gegebenen Bedingungen, sich den Freiwilligendienst schlichtweg nicht leisten oder mit ihrer Lebenswirklichkeit vereinbaren können“, so Büßer weiter. Der Paritätische Thüringen sieht drei konkrete Stellschrauben, um mehr Menschen einen Zugang zu den Freiwilligendiensten zu ermöglichen:

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