Wir beziehen Stellung

Der PARITÄTISCHE gestaltet die sozialpolitische Landschaft Thüringens entscheidend mit. Wir haben klare Positionen zu allen sozialpolitisch relevanten Themen. Hier finden Sie unsere grundsätzlichen Stellungnahmen zu Bildung und Schule, Frauen und Familie, Pflege, Psychiatrie und Willkommenskultur. Außerdem finden Sie hier unsere Publikationen, wie Dokumentationen zu Fachtagungen oder auch den Jahresbericht.

Pflegefachtage 2018 – Paritätische Akzente für eine Pflege von Morgen am 20. und 21. März 2018 im Haus der Parität

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Paritäterinnen und Paritäter,

es ist soweit! Mit den Pflegefachtagen 2018 „Paritätische Akzente für eine Pflege von Morgen“ am 20. und 21. März 2018 möchte der Paritätische Thüringen Sie einladen gemeinsam mit uns und exklusiv innerhalb der Paritätischen Familie, eine pflegepolitische Bilanz zu ziehen, den Blick (praktisch) in die Zukunft zu richten und das neue Serviceangebot „Musterverträge“ zu starten.

Die Reformmaßnahmen der Bundesregierung haben in den letzten Jahren zu weitreichenden Umwandlungs- und Entwicklungsprozessen der Pflegelandschaft geführt. Die umfangreichen Reformen sind nicht von heute auf morgen zu bewältigen, sondern bedürfen weiterer Jahre der Umsetzung. Um diesen Prozess zu begleiten braucht es eine starke Lobby, fachliche Expertise, neue Formen der vernetzten Zusammenarbeit und Synergien sowie an Ihren Bedarfen und Bedürfnissen ausgerichtete Service- und Dienstleistungsangebote.

Nutzen wir gemeinsam die Chance und schauen auf die Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene, bilanzieren diese, identifizieren wir Nachbesserungspotentiale und diskutieren wir Paritätische Positionen gleich vor Ort mit wichtigen Partnerinnen und Partnern auf politischer Ebene sowie der Leistungsträgerseite. Geben wir uns gemeinsam die Gelegenheit, umsetzbare Gestaltungsmöglichkeiten für Organisations- und Personalentwicklungsprozesse herauszuarbeiten und nehmen hierfür innovative und kommunale Versorgungs- und Betreuungsmodelle in den Blick. Dies alles unter Mitwirkung hochkarätiger Experten aus Wissenschaft und Praxis, Stakeholdern aus Thüringer Politik, Kostenträgerschaft und externen Partnern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Paritätischen Unternehmen.

Nicht zuletzt wollen wir am zweiten Tag neue Angebote und einen erweiterten Service des Verbandes vorstellen und diskutieren. Insbesondere für einen erfolgreichen Start der „Musterverträge“ und dem damit verbundenen Abgleich mit den Rahmenbedingungen Ihrer Einrichtungen und Dienste, ist uns Ihre Teilnahme und Expertise besonders wichtig!

Das detaillierte Programm sowie die Anmeldung können Sie den beigefügten Anlagen entnehmen.
Anmeldeschluss ist der 07. März 2018. Sie können sich über das beigefügte Anmeldefax anmelden.

Teilnahmegebühr: 195,00 Euro

Zur Teilnahmegebühr noch ein paar wichtige Hinweise:

Es handelt sich dabei um einen Gesamtpreis für die Teilnahme an beiden Tagen.
Wenn Sie nur an einem der beiden Tage teilnehmen wollen, kann an dem jeweils anderen Tag stellvertretend eine andere Person aus Ihrer Organisation teilnehmen.
Für den zweiten Tag öffnen wir die Möglichkeit, dass sich zwei Personen je Organisation anmelden können.
Das heißt konkret: Sie zahlen als Organisation einmalig 195,00 Euro und können mit einer Person am ersten Tag und mit zwei Personen am zweiten Tag teilnehmen.
Dazu finden Sie in dem Anmeldefax einen entsprechenden Vermerk.
Zur Teilnahme berechtigt sind ausschließlich Paritätische Mitgliedsorganisationen.

Die Pflegefachtage 2018 des Paritätischen Thüringen richten sich an Geschäftsführungen, Trägerverantwortliche, Pflegedienstleitungen, Einrichtungs- und Wohnbereichsleitungen, Pflegefachkräfte, Qualitätsmanagementbeauftragte im Bereich der Altenhilfe und Pflege sowie auch an Einrichtungen der Eingliederungshilfe die sich im Bereich der Altenhilfe und Pflege verorten.

Für die persönliche Beratung seht Ihnen Thomas Maruschke, Referent Bildung, 036202 26 - 113, zur Verfügung.

Ich freue mich auf gute Begegnungen und spannende Diskussionen!

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Werner
Landesgeschäftsführer

Der Paritätische Wohlfahrtsverband (Der Paritätische)
Landesverband Thüringen e.V.
OT Neudietendorf
Bergstraße 11
99192 Nesse-Apfelstädt
Deutschland

Tel: +49 (0)36202 26-200
mobil: 0151 122 11 594
Fax: +49 (0)36202 26-234

E-Mail:
Internet: www.paritaet-th.de

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Unterstützung für Flüchtlinge

Die aktuellen Entwicklungen, der Anstieg der Flüchtlingszahlen hat erfreulicherweise bisher - neben den Konflikten bei der Aufnahme vor Ort - vor allem zu einem beindruckenden Anstieg der Zahl derer geführt, die sich nun aktiv für Flüchtlinge engagieren. Zudem sind nun natürlich auch immer mehr Organisationen und Einrichtungen mit der Aufnahme, Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge befasst. Es handelt sich dabei keinesfalls nur um Flüchtlingshilfsorganisationen, das Thema wird vielmehr nun in nahezu allen Bereichen der sozialen Arbeit (Stadtteilzentren, Frauenberatungsstellen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, etc.) bearbeitet.

Zu den Mitgliedsorganisationen, die ausschließlich oder schwerpunktmäßig in der Beratung und Unterstützung von Flüchtlingen tätig sind kommen jene, die sich für Flüchtlinge engagieren, ohne dass dies das Hauptarbeitsfeld der Organisation darstellt. Eine zahlenmäßige Erfassung ist daher nicht möglich.

Von den Mitgliedsorganisationen werden - mit unterschiedlichen Schwerpunkten - alle Bereiche der sozialen Arbeit erfasst, die sich aus den Problemen bzw. Bedürfnissen der Flücht­linge ergeben. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um:
•Beratung in rechtlichen und sozialen Fragen (Aufenthalt, Familienzusammenfüh­rung, Arbeit, Wohnen, Verbraucherberatung, Weiterwanderung, Partnerschaft und Familie etc.),
•Informationen und Unterstützung in behördlichen Angelegenheiten, Vermittlung von Rechtshilfen,
•Angebote für bestimmte Zielgruppen (z. B. Mädchen- und Frauengruppen), Erzie­hungs- und Bildungsangebote (insb. Sprachkurse),
•Angebote zur beruflichen Förderung,
•Kulturelle Förderung, - Freizeitangebote etc.,
•Aktivitäten zum Abbau von Ausländerfeindlichkeit und antirassistische Arbeit,
•Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ein besonderer Schwerpunkt, bei dem mehrere Mitgliedsorganisationen engagiert sind, ist die Bera­tung und Betreuung unbegleiteter Minderjähriger Flüchtlingskinder. Ein weiterer Schwerpunkt stellt die Arbeit der psychosozialen Zentren zur Behandlung von Flüchtlingen und Folteropfern dar.

Wie unterstützt der Paritätische Gesamtverband konkret die Arbeit in der Flüchtlingshilfe?

Die wesentliche Aufgabe des Gesamtverbandes besteht in der fachlichen Ko­ordination und Unterstützung der im Flüchtlingsbereich tätigen Mitgliedsorganisatio­nen, insbesondere der Landesverbände und überregionalen Mitgliedsorganisationen. Hierzu gehört insbesondere:
•die Herausgabe regelmäßiger Rundschreiben, in denen über aktuelle Entwicklun­gen im Asylbereich informiert wird,
•die Durchführung von Fachtagungen, Schulungsveranstaltungen und Workshops,
•der Erarbeitung von Arbeitshilfen, wie etwa zu den Grundlagen des Asylrechts oder den aktuellen Änderungen des Asylbewerberleistungsgesetzes
•die Vertretung des Verbandes in Gremien und Ausschüssen auf Bundes- und Europaebene. Dazu gehört auch die enge Kooperation mit den anderen Wohlfahrtsverbänden im Rahmen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Zusammenarbeit mit Pro Asyl, amnesty international, Richtervereinigungen und dem UNHCR. Der Verband arbeitet zudem aktiv mit beim Europäischen Flüchtlingsrat (ECRE)
•die Weiterentwicklung verbandlicher Positionen im Asylbereich und ihre Vertre­tung gegenüber Politik und Verwaltung. (etwa zu den Aufnahmebedingungen für Flüchtlinge, Gesetzentwurf Bleiberecht, Umverteilung Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen in Europa)
•die Unterstützung und Beratung der Mitgliedsorganisationen bei der Projektent­wicklung bzw. Antragstellung von Fördermitteln.

Damit Beraterinnen und Beratern über aktuelle Informationen zu rechtlichen Fragen, zur Situation der Herkunftsländer etc. verfügen können, trägt der Paritätische mit den anderen Wohlfahrtsverbänden, pro asyl, amnesty international und dem UNHCR den "Informationsverbund Asyl und Migration". Auf dessen Homepage www.asyl.net sind die genannten Informationen und zahlreiche weitere Arbeitshilfen kostenlos einsehbar, zudem werden sie durch die Zeitschrift "Asylmagazin" verbreitet Um die Qualifizierung der im Flüchtlingsbereich tätigen Mitarbeiter zu unterstützen, hat der Verband zudem vor einigen Jahren das - vom BMFSFJ geförderte - Projekt "Qualifizierungsmaßnahmen für die Flüchtlingssozialarbeit" initiiert. Dieses bietet bundesweit Schulung zu Fragen des Flüchtlingsrechts an und stellt entsprechende Materialien zur Verfügung.

Einen aktuellen Arbeitsschwerpunkt stellt zudem die Förderung des ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge dar. Freiwilliges Engagement bzw. das Ehrenamt sind für den Paritätischen konstituierend und wesentlicher Bestandteil der Arbeit seiner Mitgliedsorganisationen. Mit Unterstützung der Integrationsbeauftragten des Bundes werden ab September 2015 bis Ende 2016 bundesweit ca. 35 Mitgliedsorganisationen gefördert, um die ehrenamtliche Arbeit im Flüchtlingsbereich zu koordinieren oder zu qualifizieren.

Ferner vertritt der Paritätische Gesamtverband elf Mitgliedsorganisationen bei Aktion Deutschland Hilft e.V., einem Zusammenschluss deutscher Hilfsorganisationen, die bei großen Katastrophen und Notsituationen im Ausland Hilfe leisten. Zahlreiche unserer Mitgliedsorganisationen unterstützen dabei auch Flüchtlinge in den Herkunfts- und Transitländern. Sie verteilen z.B. in Nordsyrien, dem Nordirak und Libanon Lebensmittel, Wasser, Kleidung und Hygieneartikel, betreuen Kinder und Familien psychosozial und unterstützen sie in der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse. Neben Aktivitäten in den drei oben genannten Ländern sind unsere Mitgliedsorganisationen u.a. auch in Griechenland, Mali, Myanmar, Somalia und im Süd-Sudan in der Flüchtlingshilfe tätig.

Eine große Rolle spielt im Verband auch die Förderung der Selbstorganisation. So haben sich u.a. bisher auch rund 200 Migrantenorganisationen dem Verband angeschlossen und gemeinsam das "Öffnet internen Link im aktuellen FensterForum der Migrantinnen und Migranten" im Verband gegründet. Von diesen Migrantenorganisation engagieren sich aktuell immer mehr in der Unterstützung der Flüchtlinge.

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Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung

Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (§ 32 SGB IX) wurde mit dem BTHG neu eingeführt. Es ist Anliegen des Gesetzes, den Leistungsberechtigten zumindest verfahrensrechtlich eine Wahrnehmung ihrer Rechte auf Augenhöhe durch die Normierung von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängiger Beratungsstellen zu ermöglichen. Das ergänzende Beratungsangebot erstreckt sich auf die Information und Beratung über Rehabilitations- und Teilhabeleistungen nach dem SGB IX. Es soll möglichst auch eine Beratung von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung geben. Diese Beratungsstellen haben sowohl für den Leistungsberechtigten und die Leistungserbringer erhebliche Vorteile, da sie unabhängig sind und ihre Stellungnahmen dadurch mehr Gewicht haben. Zudem können sie zu einer tatsächlich deutlich stärkeren Unabhängigkeit der Leistungsberechtigten bei der Wahrnehmung ihrer Rechte sowohl gegenüber den Leistungsträgern als auch den Leistungserbringern führen. Diese Möglichkeit der interessenneutralen Wahrnehmung der eigenen Rechte ist im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention.

Weitere Informationen hier:

http://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/bundesteilhabegesetz/ergaenzende-unabhaengige-beratung/http://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/bundesteilhabegesetz/ergaenzende-unabhaengige-beratung/

 

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Die Schwerpunkte des Bundesteilhabegesetzes

Das BTHG ist ein Änderungsgesetz, durch welches das Sozialgesetzbuch (SGB) IX "Rehabilitation und Teilhabe für Menschen mit Behinderung" in mehreren Schritten vollständig neu gefasst wird und zahlreiche weitere Gesetze geändert werden. Der Mensch mit Behinderung versucht nunmehr in den Mittelpunkt des Geschehens zu rücken. Das führt zu weit reichenden Änderungen in der Eingliederungshilfe und an der Schnittstelle zwischen Eingliederungshilfe und Pflege. Für Menschen mit Behinderung und Einrichtungen der Eingliederungshilfe bringt es einen Paradigmenwechsel dergestalt, dass die heutige Unterscheidung zwischen ambulanten, teilstationären oder stationären Leistungen aufgehoben wird. Zukünftig wird die Unterscheidung zwischen Fachleistung der Eingliederungshilfe und den existenzsichernden Leistungen (Leistungen zum Lebensunterhalt und Wohnen) die Diskussion maßgeblich bestimmen.

Weitere Schwerpunkte des Gesetzes betreffen u.a. die Regelungen
• zur Heranziehung von Einkommen und Vermögen in der Eingliederungshilfe,
• zur Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung,
• zur Teilhabe- und Gesamtplanung,
• zur Teilhabe am Arbeitsleben und
• zum Vertragsrecht.

Darüber hinaus wird die Umsetzung des Gesetzes in diversen Modellprojekten begleitet.

Die Änderungen, die mit dem BTHG verbunden sind, treten zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Kraft, überwiegend zum 01.01.2018 und 01.01.2020.

Das BTHG ist ein Artikelgesetz. Die wesentlichen Änderungen betreffen das Sozialgesetzbuch IX "Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen".

Im SGB IX, Teil 1 werden die Regelungen für Menschen mit Behinderung und von Behinderung bedrohte Menschen sowie das für alle Rehabilitationsträger geltende Rehabilitations-und Teilhaberecht zusammengefasst.

Im SGB IX, Teil 2 werden "Besondere Leistungen zur selbstbestimmten Lebensführung von Menschen mit Behinderungen (Eingliederungshilferecht)" geregelt. Dies betrifft im Wesentlichen die bisherigen Bestimmungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung im SGB XII. Es sind aber auch neue Leistungen der sozialen Teilhabe, wie die Assistenzleistungen oder das Budget für Arbeit hinzugekommen.

Im SGB IX, Teil 3 steht künftig das bisherige Schwerbehindertenrecht (Teil 2 des alten SGB IX), was insbesondere bei den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben weiterentwickelt wurde.

Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/bundesteilhabegesetz/zum-gesetz/http://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/bundesteilhabegesetz/zum-gesetz/

Den Gesetzestext finden Sie hier:

http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Meldungen/2016/bundesteilhabegesetz.pdf;jsessionid=89E279AA0E9DBB57B11E21587D7C76CC?__blob=publicationFile&v=7http://http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Meldungen/2016/bundesteilhabegesetz.pdf;jsessionid=89E279AA0E9DBB57B11E21587D7C76CC?__blob=publicationFile&v=7http://

 

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