Wir beziehen Stellung

Der Paritätische gestaltet die sozialpolitische Landschaft Thüringens entscheidend mit. Wir haben klare Positionen zu allen sozialpolitisch relevanten Themen. Hier finden Sie unsere grundsätzlichen Stellungnahmen zu Bildung und Schule, Frauen und Familie, Pflege, Psychiatrie und Willkommenskultur. Außerdem finden Sie hier unsere Publikationen, wie Dokumentationen zu Fachtagungen oder auch den Jahresbericht.

Sozialwirtschaft in Thüringen benötigt bis 2025 mehr als 60.000 Fachkräfte

Fachkräfte in der Sozialwirtschaft werden dringend gebraucht: Kirsi Marie Welt aus Baden-Württemberg und der Arbeitsmarktexperte aus dem Thüringer Arbeitsministerium, Prof. Michael BehrErfurt. In der Thüringer Sozialwirtschaft werden in den nächsten Jahren dringend Fachkräfte gesucht – und zwar nicht nur, um ausscheidende Kräfte zu ersetzen, sondern auch, um soziale Strukturen den wachsenden Bedarfen anzupassen. Michael Behr, der Abteilungsleiter Arbeit im Thüringer Arbeits- und Sozialministerium, bezifferte den Ersatzbedarf bis 2025 auf 24 400 Kräfte, den Erweiterungsbedarf auf 42.900. „Die Sozialwirtschaft ist die einzige Branche, in der nach den jetzigen Prognosen der Erweiterungsbedarf über dem Ersatzbedarf liegt,“ sagte Behr bei einem ExpertInnentag des Paritätischen  zur „Willkommenskultur im Paritätischen: Fachkräfte gewinnen, binden und entwickeln“.  Die Veranstaltung wurde von der Glücksspirale unterstützt. Eine von Behr noch in seiner Zeit als Hochschuldozent angefertigte Studie zur Fachkräfteentwicklung in der Sozialwirtschaft hatte bereits 2010 einen Bedarf bis 2020 in Höhe von 43.500 Beschäftigten für diese Branche prognostiziert.

Weiterlesen

Drucken

Vielfalt in Kitas ist Herausforderung und große Chance zugleich Weiterbildung für ErzieherInnen

Vielfalt in KiTas26.05.2015 - Neudietendorf. Die Betreuung von Kindern aus Migrations- und Flüchtlingsfamilien in den Thüringer Kitas ist nicht nur eine  Herausforderung, sondern bietet auch große Chancen. Das unterstrich Wolfgang Volkmer, der Leiter der Kindersprachbrücke Jena, bei der ersten Weiterbildungsveranstaltung „Vielfalt in Kindertagesstätten“, veranstaltet von der Paritätischen Akademie in Zusammenarbeit mit der Kindersprachbrücke. In den Kitas lernten die Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen den Umgang mit einander sowie Toleranz und Vielfalt.

MDR Bericht zum Thema: MDR MediathekMDR Mediathek

Weiterlesen

Drucken

Fakten statt Stammtischparolen: Paritätischer zur Flüchtlingspolitik

In Thüringen leben derzeit knapp 47 000 Menschen ohne deutschen Pass. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 2,16 Prozent.  Von einer Überfremdung oder drohenden Islamisierung Thüringens kann vor dem Hintergrund dieser Zahlen keine Rede sein. Der Paritätische Thüringen ist auch in der aktuellen Diskussion seinem Leitbild von Vielfältigkeit, Offenheit und Toleranz verpflichtet. „Wir setzen den Stammtischparolen harte Zahlen und Fakten entgegen und bieten über unsere Mitgliedsorganisationen in vielfältiger Form den Flüchtlingen und Migranten in Thüringen Hilfestellung“, erklärt der Landesgeschäftsführer des Paritätischen, Reinhard Müller.

Weiterlesen

Drucken

Kindersprachbrücke und Paritätischer entwickeln neues Modell:Kindern aus Flüchtlingsfamilien rasch mit Sprachunterricht helfen

Jena. Der dringend notwendige Ausbau des Sprachunterrichts für Kinder aus Flüchtlings- und Migrantenfamilien kann auch ohne die Schaffung zahlreicher neuer Lehrerstellen abgedeckt werden. Die Kindersprachbrücke Jena und der Paritätische haben mit Unterstützung von Wissenschaftlern ein Modell erarbeitet, das vor allem auf den Ausbau der Schulsozialarbeit und die Einstellung von Deutsch-als-Zweitsprache Fachkräfte an den Thüringer Schulen abzielt. Der Vorteil dieses Modells, so Wolfgang Volkmer, Leiter der Jenaer Kindersprachbrücke: Es ist effizienter und finanziell günstiger als die Einstellung von mindestens 50 neuen Lehrern.

Nach den aktuellen Berechnungen würde man landesweit rund 25 neue Vollzeitstellen schaffen müssen, die dann regional aufgeteilt werden müssten. Die Kommunen könnten in Zusammenarbeit mit den freien Trägern vor Ort flexibler und regional passgenauer auf die Anforderungen reagieren. Die Kosten dieses Modells werden auf etwa 1,5 Millionen Euro landesweit geschätzt.

Weiterlesen

Drucken

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen. Weitere Informationen:
Datenschutzerklärung OK