Positionspapier des Paritätischen Gesamtverbandes zu den geplanten AnKER-Zentren

Mit großer Sorge betrachtet der Paritätische Gesamtverband die jüngsten Pläne der Bundesregierung zur bundesweiten Etablierung sogenannter Ankunfts-, Entscheidungs- und Rückführungszentren (AnKER-Zentren). Laut Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD sollen dort zukünftig alle ankommenden schutzsuchenden Menschen für bis zu 18 Monate – Familien mit minderjährigen Kindern bis zu sechs Monate – untergebracht werden.

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre, in denen aufgrund der großen Zahl der Antragsteller/-innen große Einrichtungen geschaffen wurden, haben gezeigt, wie problematisch solche Großeinrichtungen sind.

Der Paritätische sieht in dem Konzept der geplanten AnKER-Zentren ein fatales Signal der Isolation und verurteilt dieses Vorhaben.

Der Paritätische fordert:

- keine Großeinrichtungen zur Unterbringung von Geflüchteten
- Verteilung aus den Erstaufnahmeeinrichtungen in dezentrale Unterkünfte so früh wie möglich, spätestens nach drei Monaten
- Gewährleistung von Integrations- und Teilhabemöglichkeiten, unabhängig von der Bleibeperspektive
- faire Asylverfahren unter Sicherstellung einer unabhängigen, flächendeckenden Asylverfahrensberatung
- Anerkennung und Durchsetzung der speziellen Unterbringungs- Versorgungs- und Schutzbedarfe besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge

Das Positionspapier des Paritätischen Gesamtverbandes ist als Anlage beigefügt.

Tags: Positionspapier, Ankerzentren

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