"Wir brauchen Hilfe beim Helfen"

Mit diesem Appell richtet wendet sich Ernst-Martin Stüllein, Geschäftsführer des Multikulturellen Zentrums L’Amitié in Gotha an die Öffentlichkeit. In einem Interview mit Landeswelle Thüringen schildert Stüllein die Arbeit des Vereins und lobt das Engagement der Thüringerinnen und Thüringer für die Flüchtlinge. Viele, vor allem junge Menschen, hätten sich auch bei seinem Verein gemeldet und wollten mit anpacken.

Das Interview mit Ernst-Martin Stüllein zum Nachhören:   

Willkommenskultur

Einwanderung gestalten

Die Frage, wie Einwanderung nach Deutschland gestaltet sein soll, ist seit langem Gegenstand intensiver gesellschaftspolitischer Debatten. Der Paritätische hat sich zu dieser Frage im Jahr 2012 grundsätzlich positioniert und 2015 zur Frage der Zuwanderung von Pflegekräften Stellung genommen. Die dort formulierten grundsätzlichen Ziele behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Dazu gehört etwa, dass zur Deckung des Arbeitskräftebedarfs zunächst die inländischen Potentiale genutzt werden sollen, dass die Interessen der Herkunftsländer berücksichtigt werden, dass ein besserer Schutz von Erwerbseinwanderern vor Ausbeutung gewährleistet wird und dass die bestehenden Regelungen transparenter und übersichtlicher gestaltet werden müssen.

Nachdem in den letzten beiden Jahren der Zuzug von schutzsuchenden Menschen und damit die humanitäre Aufnahme im Vordergrund stand, rückt nunmehr die Frage der Einwanderungsregelung außerhalb des Asylrechts – insbesondere die Erwerbsmigration – wieder stärker in den Blickpunkt. Mit dem vorliegenden Positionspapier wird, basierend auf den Positionen von 2012 und 2015, auf die aktuellen Entwicklungen der Zuwanderung, des Migrationsrechts und die aktuellen Vorschläge einiger Parteien und Institutionen zur künftigen Entwicklung des Einwanderungsrechts eingegangen und eine Aktualisierung der verbandlichen Positionen vorgenommen.

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Lücken in den Gesetzen finden - Fachseminar zeigt Spielräume auf, wie man Migrantinnen und Migranten helfen kann


Claudius VoigtNeudietendorf, 13. März 2017. Claudius Voigt (Foto) kennt sich aus, wenn es um Themen wie das Aufenthalts- und Arbeitsrecht für Migrantinnen und Migranten geht. „Die Gesetzgebung ist zwar sehr restriktiv, aber es gibt auch in den gesetzlichen Bestimmungen Lücken,“ sagt der Experte von der Flüchtlingsberatung der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender aus Münster. In einem Fachseminar für Fach- und Führungskräfte der Migrations- und Flüchtlingsarbeit sowie für ehrenamtlich Tätige des PARITÄTISCHEN Bildungswerkes will er dieses Wissen an diejenigen weitergeben, die in der Fachberatung tätig sind. Er will sie fit machen, damit sie „auf Augenhöhe“ mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Ämtern reden und verhandeln können. Das Fachseminar findet am 1. Juni 2017 statt.

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Fotoausstellung „Gesicht wahren“ des Bündnisses "Mitmenschlich in Thüringen" eröffnet – „In der Vielfalt liegt unsere Kraft“

 

Eröffnung der Fotoausstellung Mitmenschlich in ThüringenErfurt. „In Gesichtern erkennt man die Einmaligkeit und Würde eines Menschen. Deshalb lohnt sich der Blick in diese Gesichter von geflüchteten Menschen.“ Tabea Schwarzkopf, eine der LandessprecherInnen des Bündnisses „Mitmenschlich in Thüringen“ appelliert bei der Eröffnung der eindrucksvollen Fotoausstellung „Gesicht wahren“ an die Besucher, in diesen Gesichtern von Geflüchteten „unsere Brüder und Schwestern zu erkennen.“ Die Ausstellung, die bis Mitte April im Café Franz Mehlhose in Erfurt zu sehen ist, zeigt Porträts von Menschen, die als Flüchtlinge nach Thüringen kamen und hier ein Leben in Frieden und Freiheit erhoffen. „Wie würde es uns gehen, wenn wir uns in der Lage dieser Flüchtlinge befinden würden?“, fragte Ministerpräsident Bodo Ramelow, der ebenso wie Integrationsminister Dieter Lauinger an der Ausstellungseröffnung teilnahm. „In der Vielfalt liegt unsere Kraft“, setzte sich Ramelow für ein weltoffenes, buntes und tolerantes Thüringen ein. Auch einige der porträtierten Geflüchteten nahmen mit ihren Familien an der Veranstaltung teil.

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"Gesicht wahren": Neue Foto-Wanderausstellung des Bündnisses Mitmenschlich in Thüringen

Das Logo der Aktion Mitmenschlich in Thüringen

 

Erfurt, 10. März 2017. „Gesicht wahren“ – mit einer neuen Fotoausstellung will das Bündnis „Mitmenschlich in Thüringen“ an diesem Sonnabend, 11. März, im Erfurter Cafè Franz Mehlhose ein „deutliches Zeichen für mitmenschliches Denken und Handeln setzen.“ Die Fotografien von Michael Döhler sollen „Menschen aus verschiedenen Ländern und mit ganz unterschiedlichen Geschichten ein Gesicht und eine Stimme geben“, so die Organisatoren. Ministerpräsident Bodo Ramelow wird die Vernissage besuchen und die Ausstellung mit einem Grußwort eröffnen.

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Eine Erfolgsgeschichte: Sprachnetz Thüringen bleibt am Ball – für Ehrenamtliche und Flüchtlinge

 

Franziska Förster von der Kindersprachbrücke

Jena, 6. März 2017. Christopher lächelt zufrieden. Er hat an einer zweiteiligen Weiterbildung teilgenommen, die von der Kindersprachbrücke zu Deutsch als Zweitsprache und interkulturellem Handeln in ganz Thüringen angeboten wird. „Es hat viel Spaß gemacht und war außerdem sehr bereichernd!“, sagt Christopher, der sich in Jena engagiert. „Neben zahlreichen methodischen Tipps habe ich viele wertvolle Denkanstöße zu meiner eigenen Rolle in der ehrenamtlichen Sprachförderung mitgenommen.“

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Neues Projekt „Fit fürs Miteinander" – Wie Interkulturelle Öffnung im Verein gelingen kann

Das Logo des Projektes Fit fürs MiteinanderNeudietendorf, 24. Februar 2017. Für Antje Ebersbach steht fest: „Integration ist keine Einbahnstraße.“ Die Mitarbeiterin der Kindersprachbrücke weiß, dass die Integration von Geflüchteten Anstrengungen von beiden Seiten erfordert: Von denen, die bei uns ein neues Zuhause gefunden haben und von denen, die ihnen hier das Ankommen erleichtern wollen. Vereine spielen in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle: Hier lernen sich die Menschen kennen, hier gestalten sie ihre Arbeit oder/und ihre Freizeit zusammen. Wie macht man die Vereine und diejenigen, die dort haupt- oder ehrenamtlich tätig sind, fit fürs Miteinander? Antworten auf diese Frage gibt es in einem Projekt des PARITÄTISCHEN Thüringen, das sich dem Thema Interkulturelles Lernen im Verein verschrieben hat. Dabei sollen Wege aufgezeigt werden, wie dieses Miteinander gelingen kann. Auftakt ist bei einem Fachtag, der am Mittwoch, 29. März in Neudietendorf stattfindet.

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Deutsch als Zweitsprache: Kindersprachbrücke bildet Ehrenamtler aus – An den Schulen Sorgen um Zukunft der DaZ-Lehrkräfte

Flüchtlinge lernen in der Kindersprachbrücke Deutsch

 

 

Neudietendorf/Jena, 24. Februar. Deutsch als Zweitsprache – das ist nicht nur ein großes Projekt für die Schulen im Freistaat, sondern hier engagieren sich auch viele Ehrenamtler in Thüringen.. Erfahrene Deutsch-als-Zweitsprache-Fachkräfte bieten bei der Sprachbrücke unter dem Stichwort „Sprachnetz" zweitägige Weiterbildungen zu DaZ-Grundlagen und interkulturellem Lernen an, die zeitlich und örtlich flexibel in ganz Thüringen organisiert werden.

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Fit fürs Miteinander – Interkulturelles Lernen im Verein

Neudietendorf, 24. Januar 2017. Fit fürs Miteinander – das ist die Zielstellung eines neuen Projektes, das der PARITÄTISCHE und parisat gemeinsam mit der Kindersprachbrücke Jena auf den Weg gebracht haben. Es geht dabei um das interkulturelle Lernen im Verein. Denn: Immer mehr Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen finden in Thüringen ein neues Zuhause. Bei der Integration leisten Vereine einen wesentlichen Beitrag: Hier lernen sich die Menschen kennen, arbeiten gemeinsam, verbringen ihre Freizeit zusammen.
Die Herausforderung ist dabei, das Miteinander erfolgreich zu gestalten. Wie die Begegnung von Menschen mit unterschiedlicher Sozialisation, ungleichen Wertevorstellungen und Kommunikationsstilen gelingen kann, will das Projekt aufzeigen. „Um fit fürs Miteinander zu werden und zu bleiben, ist gemeinsames und beständiges interkulturelles Lernen im Verein unerlässlich“, heißt es in dem Projekt.
Angeboten wird eine fünftägige Weiterbildung, bei der die Teilnehmenden befähigt werden sollen, selbstständig interkulturelles Lernen in ihrem Verein anzuregen, anzuleiten und nachhaltig zu verankern.
Wer mehr wissen will, kann sich an folgende Mitarbeitenden wenden:
Antje Steinborn:
Franziska Feistel:
Oder unter www.parisat.de

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