Angebote - Willkommenskultur

Dürfen Flüchtlinge in Thüringen arbeiten? Expertenworkshop zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

IMG 1744 bearb11.05.205 Neudietendorf. Der Paritätische Thüringen lud zum Expertenworkshop zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ein. Am 11.05. kamen Expert/innen, Mitarbeitende im Paritätischen und Vertreter/innen von Mitgliedsorganisationen aus dem Bereich Arbeitsmarktpolitik zusammen.

Die aktuelle Flüchtlingswelle hat neben medialer Aufmerksamkeit vor allem zu gesetzlichen Änderungen für Flüchtlinge geführt. Hierzu zählen Erleichterungen beim Arbeitsmarktzugang.  Jedoch gibt es weiterhin zahlreiche ungeklärte Fragen. Gemeinsam nutzten die Akteure und Beteiligten die Gelegenheit ihr Wissen zu vertiefen und neue Impulse für Ihre Arbeit aufzugreifen.

Expertengespräch Die fachlichen Beiträge gestalteten: Claudia Karstens, Referentin für Migrationssozialarbeit, Paritätischer Gesamtverband. Sie erläuterte die aktuelle rechtliche Lage für Flüchtlinge in Deutschland. Petra Alsleben, Beauftragte für Chancengleichheit, Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, beleuchtete die Thematik aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit. Sie legte dar, welche Integrationsmöglichkeiten für Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt bestehen, welche Qualifikationsmöglichkeiten sowie Anerkennung von Qualifikationen möglich sind. Weiterhin berichtete Sie über die Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit hinsichtlich interner Schulungen der Mitarbeiter/innen in der Stärkung interkultureller Kompetenz sowie der Beratung von Flüchtlingen. Der inhaltliche Abschluss erfolgte durch Kurt Klinkhammer, Referent im Referat 32 Arbeitsmarkt und Berufsbildungsförderung ESF – TMASGFF. Er informierte über die Möglichkeiten des Freistaates Thüringen zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen anhand aktueller Programme und Vorhaben. Anschließend gab es genügend Raum für Diskussion. Die Akteure und Teilnehmenden tauschten sich in ihren Erfahrungen und Erwartungen im Bereich Arbeitsmarktpolitik und der Integrationsmöglichkeiten von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt aus.

Neben den neuen Erkenntnissen und Vorhaben bleiben weiterhin noch viele Fragen ungeklärt. Hier gilt es anzusetzen, Netzwerke aufzubauen, Maßnahmen und Instrumente zu gestalten und weitere Gesetzesänderungen auf den Weg zu bringen. Wichtig hierbei ist es nicht vollkommen neue Instrumente zu erfinden. Vorerst gilt es vorhandene und gut funktionierende Instrumente zur Integration von Menschen auf den Arbeitsmarkt  auf ihre Erweiterung dieser Zielgruppe zu prüfen und zu öffnen, wie die Programme Landesarbeitsmarktprogramm und TIZIAN. Weiterhin gibt es gute Ansätze die Maßnahmen und Beratungsleistungen zu bündeln und der Zielgruppe zur Verfügung zu stellen. Nur mit einer guten Vernetzung und Kommunikationskultur aller beteiligten Akteure kann eine gute Willkommenskultur gelingen.   

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