"Wir brauchen Hilfe beim Helfen"

Mit diesem Appell richtet wendet sich Ernst-Martin Stüllein, Geschäftsführer des Multikulturellen Zentrums L’Amitié in Gotha an die Öffentlichkeit. In einem Interview mit Landeswelle Thüringen schildert Stüllein die Arbeit des Vereins und lobt das Engagement der Thüringerinnen und Thüringer für die Flüchtlinge. Viele, vor allem junge Menschen, hätten sich auch bei seinem Verein gemeldet und wollten mit anpacken.

Das Interview mit Ernst-Martin Stüllein zum Nachhören:   

Willkommenskultur

Breites Bündnis für Mitmenschlichkeit in Thüringen gegründet: Paritätischer und LIGA sind dabei

Das Logo des Bündnisses Mitmenschlich in Thüringen
Erfurt, 28. Oktober 2010. Ein breites Bündnis für Mitmenschlichkeit und Toleranz hat sich in Thüringen gegründet. Der Paritätische und die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege zählen zu den Erstunterzeichnern des Bündnisaufrufes. Mit dabei sind neben den Sozialverbänden , Arbeitgeber, Gewerkschaften, evangelische und katholische Kirche, jüdische Landesgemeinde und muslimische Gemeinde, LINKE, Grüne, SPD, Jugendverbände, FH Erfurt, Bürgerbündnisse, Kommunalpolitiker, die Konferenz Thüringer Studierendenschaften, Landesschülervertretung, Landessportbund, Landesfeuerwehrverband, Landesjugendring.

Ziel des Bündnisses ist es, in den nächsten Jahren gemeinschaftlich für ein tolerantes, weltoffenes und mitmenschliches Thüringen zu werben. Die CDU ist nicht dabei, für sie steht aber die Tür weiterhin offen. Sandro Witt, Thüringens DGB-Chef und einer der Sprecher des Bündnisses:“ Wir würden uns ausdrücklich freuen, wenn auch die Thüringer CDU diesem Bündnis beitreten würde, weil auch ihre Stimme und ihr Mitwirken in diesem Bündnis für uns wichtig ist." Zu den drei Sprechern des Bündnisses zählt auch der Profiler des Paritätischen, Hartmut Kaczmarek.
Eine Großveranstaltung des Bündnisses ist für den 9. November auf dem Erfurter Domplatz geplant. Die Veranstaltung wird ein Musik-Event mit eingestreuten Statements für Menschlichkeit in Thüringen sein.
In dem Aufruf appelliert das Bündnis an die ThüringerInnen: "Werden Sie Anwälte der Mitmenschlichkeit. Treten Sie Brandstiftern entgegen." Gleichzeitig wird in dem Text unterstrichen, dass die im Bündnis zusammengeschlossenen zivilgesellschaftlichen Kräfte die Sorgen der Menschen ernst nehmen. "Wir möchten dazu beitragen, Ängste abzubauen, um Raum für das notwendige Gespräch zwischen verschiedenen Standpunkten zu schaffen." Allerdings geht man auch deutlich auf Distanz zu jenen, die rechtstextreme Parolen oder Halbwahrheiten postulieren oder versuchen, mit Gewalt ihre Positionen durchzusetzen. Diese Gruppen schürten Ängste und seien an einem konstruktiven Dialog nicht interessiert. "Von diesen geistigen und tatächlichen Brandstiftern gilt es, sich klar zu distanzieren. Dabei müssen sich Zivilcourage und staatliches Gewaltmonopol ergänzen."

Das Bündnis setzt sich nachdrücklich dafür ein, Weltoffenheit und Mitmenschlichkeit nicht nur nach außen zu zeigen, sondern auch jeden Tag zu leben. Es sei ein Gebot der Mitmenschlichkeit, den Geflüchteten beizustehen und ihnen zu helfen.

Den ganzen Text des Aufrufes lesen Sie im Anhang

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