"Wir brauchen Hilfe beim Helfen"

Mit diesem Appell richtet wendet sich Ernst-Martin Stüllein, Geschäftsführer des Multikulturellen Zentrums L’Amitié in Gotha an die Öffentlichkeit. In einem Interview mit Landeswelle Thüringen schildert Stüllein die Arbeit des Vereins und lobt das Engagement der Thüringerinnen und Thüringer für die Flüchtlinge. Viele, vor allem junge Menschen, hätten sich auch bei seinem Verein gemeldet und wollten mit anpacken.

Das Interview mit Ernst-Martin Stüllein zum Nachhören:   

Willkommenskultur

Deutsch als Zweitsprache: Kindersprachbrücke bildet Ehrenamtler aus – An den Schulen Sorgen um Zukunft der DaZ-Lehrkräfte

Flüchtlinge lernen in der Kindersprachbrücke Deutsch

 

 

Neudietendorf/Jena, 24. Februar. Deutsch als Zweitsprache – das ist nicht nur ein großes Projekt für die Schulen im Freistaat, sondern hier engagieren sich auch viele Ehrenamtler in Thüringen.. Erfahrene Deutsch-als-Zweitsprache-Fachkräfte bieten bei der Sprachbrücke unter dem Stichwort „Sprachnetz" zweitägige Weiterbildungen zu DaZ-Grundlagen und interkulturellem Lernen an, die zeitlich und örtlich flexibel in ganz Thüringen organisiert werden.


„Das Engagement vieler Ehrenamtlicher in der Flüchtlingshilfe füllt die Rede von der Willkommenskultur erst mit Leben“, heißt es bei der Kindersprachbrücke. Häufig hättten aber Geflüchtete den ersten – positiven – Kontakt zur deutschen Sprache in der Begegnung mit Ehrenamtlichen. Und: Für diejenigen, denen keine formellen Sprachlernangebote zur Verfügung stehen, ist die ehrenamtliche Deutschförderung eine der wenigen Möglichkeiten, Deutsch zu lernen. Profitieren können aber auch diejenigen Geflüchteten, die einen Sprachkurs besuchen. Denn für das Sprechen oder die Alltagskommunikation bleibt oft viel zu wenig Zeit.

Aktuell werden von der Kindersprachbrücke vier Termine zur Sprachnetz-Weiterbildung angeboten. Weitere Informationen finden Sie auf www.kindersprachbruecke.de

Heftig diskutiert wird landespolitisch die Zukunft der befristet eingestellten Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Die meisten Arbeitsverträge der 2015 eingestellten Pädagogen laufen nach wie Jahren Ende Juli aus. Danach müssten sie trotz Bedarf und fehlender neuer Bewerber den Schuldienst wieder verlassen, hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert. Nach Angaben des Bildungsministeriums betrifft das insgesamt 126 Lehrkräfte. Die CDU-Fraktion forderte, diese Lehrer sollten sich berufsbegleitend qualifizieren können, damit sie Gelegenheit auf eine unbefristete Übernahme in den Landesdienst hätten. Die Grünen forderten ebenfalls eine Weiterbeschäftigung der befristet eingestellten Lehrer. Die Landesregierung prüft nach Angaben des Bildungsministeriums derzeit verschiedene Lösungsmöglichkeiten.

Grafik: Kindersprachbrücke

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