"Wir brauchen Hilfe beim Helfen"

Mit diesem Appell richtet wendet sich Ernst-Martin Stüllein, Geschäftsführer des Multikulturellen Zentrums L’Amitié in Gotha an die Öffentlichkeit. In einem Interview mit Landeswelle Thüringen schildert Stüllein die Arbeit des Vereins und lobt das Engagement der Thüringerinnen und Thüringer für die Flüchtlinge. Viele, vor allem junge Menschen, hätten sich auch bei seinem Verein gemeldet und wollten mit anpacken.

Das Interview mit Ernst-Martin Stüllein zum Nachhören:   

Willkommenskultur

„Geflüchtete Menschen sind in Unternehmen eine Bereicherung“ - Großes Interesse an Arbeit der Flüchtlingskoordinatorinnen

Neudietendorf, 5. August 2016. Das Interesse der Unternehmen ist groß. Immer, wenn die drei Flüchtlingskoordinatorinnen des Paritätischen bei Unternehmen ihr neues Projekt vorstellen, rennen sie meist offene Türen ein. Manja Hönniger, Anastasia Sabatkouskaya und Stefanie Tappert sind seit April 2016 „Flüchtlingskoordinatorinnen für Unternehmen der Sozialwirtschaft.“. Ziel des Projektes ist es, Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft bei der Gewinnung und Beschäftigung von Geflüchteten zu begleiten. Denn: Viele Flüchtlinge haben ein sehr großes Interesse daran, in Deutschland beruflich Fuß zu fassen. Und: Geflüchtete Menschen stellen ein wichtiges und interessantes Arbeitskräftepotenzial für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft Thüringens dar, sind aber auf dem regionalen Arbeitsmarkt noch stark unterrepräsentiert.

Die Arbeit der Flüchtlingskoordinatorinnen richtet sich an beide Seiten. „Wir unterstützen Unternehmen bei der Feststellung des Fachkräftebedarfs ebenso wie bei der Vermittlung von Praktikanten, Freiwilligen, Auszubildenden oder Fachkräften“, so Stefanie Tappert. Beraten wird aber auch in allen Fragen der Einstellung und Integration von Geflüchteten in Unternehmen und im Umgang mit kulturbezogenen Arbeitsweisen und Ansichten.

Geflüchteten Menschen wird bei der Suche nach einer beruflichen Tätigkeit im Gesundheits- und Sozialwesen ebenso geholfen wie beim Erwerb fachlicher sowie sprachlicher Qualifikationen. Rat und Hilfe gibt es auch bei der betrieblichen Integration und der sozialen Vernetzung sowie im Umgang mit kulturellen Unterschieden.

Geflüchtete Menschen sind für die Betriebe auch eine Bereicherung sein. Denn: „Eine ,bunt‘ zusammengewürfelte Belegschaft bringt unterschiedliche Fähigkeiten und talente ein, ermöglicht kreative sowie innovative Lösungen und fördert eine offene Unternehmenskultur“, so Manja Hönniger, Anastaisa Sabatkouskaya und Stefanie Tappert. Die drei haben sich ihre Arbeitsgebiete regional aufgeteilt: Manja Hönniger ist für Nord- und Westthüringen zuständig, Anasstasia Sabatkouskaya für Mittelthüringen und Stefanie Tappert für Süd- und Ostthüringen.
Mehr zu dem Projekt, das aus Mitteln des Freistaates Thüringen finanziert wird, und die Kontaktdaten zu den Flüchtlingskoordinatorinnen finden Sie unter
https://www.paritaet-th.de/fluechtlingskoordinatoren-fuer-unternehmen-der-sozialwirtschaft/

 

Tags: Flüchtlingskoordinatorinnen

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