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Ben möchte so oft wie möglich schaukeln: Spielplatz aus Spendengeldern begeistert schwerstbehinderte Kinder

Die Nestschaukel ist sehr beliebtGera-Zeulsdorf, 8. Juli 2016. Der vierjährige Ben möchte zurück in die Schaukel. Dort hat es ihm gut gefallen. Als er wieder in die Nestschaukel gesetzt wird, geht ein strahlendes Lächeln über sein Gesicht. Ja, das gefällt ihm. Mindestens genauso strahlend ist an diesem Nachmittag das Lächeln von Marlies Bensing, der Leiterin des Bereichs Elementarförderung für Kinder und Jugendliche in der ASB Behindertenhilfe und Rehabilitations-GmbH in Gera-Zeulsdorf. Zufrieden blickt sie über das weitläufige Gelände hinter den Gebäuden der Einrichtung: Die Schaukeln sind voll besetzt, im Sandkasten sitzen zwei Mädchen und spielen, ein paar Meter weiter wird wieder geschaukelt und andere Kinder haben ihren Spaß auf dem Trampolin. „Es macht einfach Freude hier zuzusehen“, bestätigt auch Christina Martens vom Europabüro des Paritätischen.


Die Kinder, die hier ihren Spaß haben, sind alle schwerstmehrfach behindert. Noch im vergangenen Jahr standen all die schönen neuen Spielgeräte hier nicht, war lediglich eine Holzschaukel einsam auf der weiten Rasenfläche installiert. „Da habe ich schon manchmal Magenschmerzen gehabt, wenn ich die Großen auf der kleinen Schaukel gesehen habe“, erzählt Marlies Bensing. Denn die Spielgeräte müssen so ausgelegt sein, dass auch Größere sie benutzen können. Als die rührige Leiterin der Einrichtung überlegte, wie sie Geld für neue Spielgeräte auftreiben kann, flatterte ihr eine Mail von Christina Martens auf den Tisch. Die PARITÄTERIN aus dem Europabüro in Gera machte darin auf die Aktion „Thüringen sagt Ja zu Kindern“ aufmerksam, die gemeinsam getragen wird vom Paritätischen, Antenne Thüringen, der TLZ, dem Landtag sowie Sozial- und Bildungsministerium.

Das Spielen im neuen Sandkasten macht SpaßDer Antrag für die Spendengelder war schnell geschrieben – und als dann Anfang Oktober die Nachricht kam, dass das ASB-Spielplatzvorhaben eines der geförderten Projekte im Jahr 2015 sei, war die Freude bei Marlies Bensing groß. Mehr als 22.000 Euro gab es dann am Schluss als Spendenscheck – das Geld reichte aus, um den schwerstbehinderten Kindern einen Spielplatz zu bauen, den sie eifrig nutzen und der nicht nur dem kleinen Ben, sondern allen anderen seiner 18 jungen Mitbewohner in der Einrichtung große Freude macht.

„Eine Nestschaukel für die Kleinen musste unbedingt sein“, so Bensing. Weitere Schaukeln kommen hinzu, ein Sandkasten – und auch die Hoffnung, dass das Geld noch für ein Trampolin reicht, ging in Erfüllung. Schon während der Bauarbeiten drückten sich die Kleinen die Gesichter an den Fenstern platt, kommentierten jede Baubewegung. Dabei hatten die Bauarbeiten noch mit Verzögerung begonnen. Denn der ursprünglich ins Auge gefasst Termin im April war der einzige Tag, an dem der Winter in diesem Jahr in Thüringen richtig zuschlug – der Beginn wurde ein paar Tage aufgeschoben. Aber dann ging es richtig los. Und als die Spielgeräte standen, gab es kein Halten mehr. „Eigentlich wollten wir den Rasen noch schonen und ein bisschen wachsen lassen. Aber das konnten wir den Kindern nicht antun“, erzählt Marlies Bensing mit einem Lachen im Gesicht. „Macht doch nichts, dann säen wir im Herbst erneut an“, sagt sie.

Ohne die Spendengelder aus der Aktion gäbe es den Spielplatz in dieser Form nicht. Denn Ronald Köcher, der Geschäftsführer der ASB Behindertenhilfe und Rehabilitations GmbH räumt ein, dass Investitionen in eine Spiellandschaft in einem solchen Umfang auch in den nächsten Jahren nicht zu schultern gewesen wären.
Stolz ist Marlies Bensing an diesem Tag auch darauf, dass die Spielgeräte aus ökologisch gearbeitetem Kunststoffmaterial bestehen – genauer gesagt aus recycelten Mülltüten. Etwa 20.000 Euro haben die Spielgeräte gekostet, der Rest der Spenden reicht jetzt noch für einen Wasseranschluss im Garten, damit die Kinder im Sommer dort auch duschen können und einen Sonnenschirm.

„Sagen Sie allen Spenderinnen und Spendern noch einmal unseren herzlichen Dank“, so Marlies Bensing. Wenn dien nämlich all die fröhlichen Kindergesichter sehen könnten an diesem Tag, wüssten sie, dass das Geld gut angelegt ist.

Tags: Thüringen sagt Ja zu Kindern, ASB Gera

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