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Thüringerinnen und Thüringer zeigen Herz für Kinder: Mehr als 115.000 Euro an Spenden – Freude auch in Wolfersdorf

Manuela Hochstein leitet die Einrichtung in Wolfersdor

 

 

 

Neudietendorf/Wolfersdorf, 10. Januar 2017. Freude bei den fünf Kinder- und Jugendschutzprojekten, denen diesmal mit den Spenden aus der Aktion „Thüringen sagt Ja zu Kindern“ geholfen wird: Schon mehr als 115.000 Euro sind auf dem Spendenkonto zusammengekommen. Die Thüringerinnen und Thüringer haben auch in diesem Jahr wieder gezeigt, dass sie ein Herz für Kinder haben. Eines der Projekte, das in diesem Jahr unterstützt wird, ist das Suchthilfezentrum für Mutter und Kind des Vereins „Wendepunkt“ in Wolfersdorf. Es ist eine thüringenweit einmalige Einrichtung. „Die Mütter sollen nicht nur lernen, gegen die Sucht Strategien zu entwickeln, sondern auch eine neue Bindung zu ihren Kindern“, so Einrichtungsleiterin Manuela Hochstein (Foto) Seit fünf Jahren bietet die Einrichtung suchtkranken Müttern mit ihren Kindern die Chance auf ein neues, suchtmittelfreies Leben.


Das Logo der Aktion Thüringen sagt Ja zu KindernZwei der betroffenen Mütter hat die TLZ, neben dem Paritätischen, Antenne Thüringen, dem Landtag und dem Bildungsministerium Partner der Aktion, vorgestellt. Marion und Gina wollen ihren Kindern Alyssa und Leonie zuliebe künftig drogenfrei leben.

Leonie ist der Grund dafür, dass sich Gina in das Suchthilfezentrum begeben hat. Mit 15 Jahren begann sie Cannabis zu konsumieren, mit 19 nahm sie Heroin, dann das verschreibungspflichtige Methadon, ehe sie mit der Modedroge Spice anfing. Nie wird sie vergessen, wie ihr Leonie bereits eine halbe Stunde nach der Geburt weggenommen wurde, weil sie nicht in der Lage war, sich um ihr Kind zu kümmern. Erst seit Weihnachten 2015 ist sie wieder mit ihrer Tochter zusammen. Sie lernt dort, wie sie ein Leben ohne Drogen und zusammen mit ihren Kindern führen kann. Denn die kleine Leonie ist bereits ihr drittes Kind. Sie hat bereits eine 13-jährige Tochter und einen dreijährigen Sohn, beide Kinder leben in Pflege und nicht bei ihr. Zu ihrer großen Tochter hat sie zwar Kontakt, zum Sohn aber nicht. Das soll sich ändern, Gina, das hat sie sich fest vorgenommen, will für ihre Kinder in Zukunft da sein.

Marion ist seit etwa einem Jahr in der Einrichtung. Sie hat vorher Crystal Meth konsumiert. Mit ihr ging es stetig bergab, am Schluss war sie ganz allein. Marion möchte jetzt für ihre Kinder da sein. Auch sie hat drei Kinder, die Kleinste, die zwei Jahre alte Alyssa, ist mit ihr in der Einrichtung. Hier lernen die Mütter, nicht nur Strategien gegen die Sucht zu entwickeln, sondern auch wieder neue Bindung zu ihren Kindern aufzubauen.
Mit den Geldern aus der Spendenaktion kann ihnen und den anderen Müttern und Kindern in Wolfersdorf noch besser geholfen werden. Es geht um gute Frühförderung und die Einrichtung von Räumen zum Wohlfühlen, damit die Kleinen in einer Wohlfühl-Atmosphäre ihre Entwicklungsdefizite ausgleichen können.

Mehr zu der Aktion auch auf der Seite www.tsjzk.dewww.tsjzk.de

Foto: Peter Michaelis/IOTZ

 

Tags: Thüringen sagt Ja zu Kindern, Wendepunkt, Wolfersdorf

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