Paritätischer Thüringen kritisiert unsinnige Steuerdebatte

Neudietendorf 07/03/2012 - Als Irrweg bezeichnet der Paritätische Thüringen die heute bekannt gewordenen Pläne des Bundesfinanzministers, die Bezüge der Bundesfreiwilligen künftig besteuern zu wollen. Dementsprechend fordert der Verband die Bundesregierung auf, diese unsinnige Steuerdebatte sofort zu beenden und stattdessen den Bundesfreiwilligendienst auszubauen.

Solche Vorschläge bedeuten schlussendlich einen bürokratischen Aufwand, der in keinem Verhältnis zum Ertrag steht, da eine Steuerpflicht in der Praxis für die Mehrheit der Bundesfreiwilligen keinerlei spürbaren Auswirkungen haben wird. „Auf diese Weise wird der Finanzminister die Einnahmen des Bundes kaum steigern können“, sagt Stefan Werner, Sprecher des Paritätischen Thüringen.

Allein das Signal, das der Bundesfinanzminister sendet ist kontraproduktiv. „Jetzt, wo die Anlaufschwierigkeiten überwunden sind und der Bundesfreiwilligendienst zu einer echten Erfolgsgeschichte geworden ist, werden die Freiwilligen und die, die sich engagieren wollen verunsichert“, meint Werner. Auch in Thüringen ist die Nachfrage nach dem Bundesfreiwilligendienst deutlich höher als die vorhandenen Plätze. Statt mehr bürokratischen Aufwand zu betreiben, fordert der Verband den Ausbau des Bundesfreiwilligendienstes. „Menschen die sich für die Gesellschaft engagieren wollen müssen wir unterstützen und nicht zusätzlich verunsichern “, so Werner abschließend.

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