PARITÄTISCHES Beratungsnetzwerk gegen rechts – 12. Mai 2014: Europas radikale Rechte - Lesung & Diskussion mit Andreas Speit

Neudietendorf/Eisenberg 09/05/2014 Am 25. Mai ist Europawahl. Erstmals wird es zur Europawahl keine Sperrklausel geben. Diese hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gekippt, nachdem mehrere kleine Parteien geklagt hatten, darunter auch die NPD. Aus Sicht Paritätischen Beratungsnetzwerks „SCHAU HIN" Grund genug sich zu fragen, wie viel Gefahr Europa von rechts droht. Hierzu lädt das Beratungsnetzwerk für Montag den 12. Mai 2014 um 19:00 Uhr in die Eisenberger Stadtbibliothek, im Steinweg 36 ein. Mit dabei der Journalist und Buchautor, Andreas Speit. Angesichts der Hinweise, dass die NPD am 12. Mai in Eisenberg eine Aktion gegen die Landeserstaufnahmestelle plant, gewinnt die Veranstaltung an zusätzlicher Brisanz.

Die radikale Rechte verbindet hohe Erwartungen mit der kommenden Europawahl, so auch die NPD. Ebenso wollen verschiedenste Parteien aus zahlreichen Ländern vom rechten Rand in das Europaparlament ziehen. Seit Jahren eint diese Parteien und Bewegungen zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus das Nein zur Europäischen Union. „Ein Nein zur EU bedeutet aber kein Nein zur Europawahl. Mit der Veranstaltung wollen wir nicht nur aufklären, sondern auch ein deutliches Zeichen gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus setzen", so die Projektleiterin Christiane Lochner-Landsiedel.

Das Beratungsnetzwerk „Schau HIN" wendet sich gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit und steht für demokratische Teilhabe. Im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe" und mit Unterstützung durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit setzt das Paritätische Beratungsnetzwerk ein deutliches Zeichen gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit und antidemokratische, diskriminierende oder alltagsrassistische Verhaltensweisen. „Insbesondere vor dem Hintergrund weiterhin bestehender rechter Einstellungen und mit Blick auf die Themen Integration und interkulturelle Öffnung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist es umso wichtiger, gemeinsam hinschauen", erläutert Lochner-Landsiedel. Immer wieder zeigen Ereignisse, wie zuletzt in Weimar und Ballstädt, auf furchtbare Weise, wie wichtig es ist, rechten Kräften entgegenzutreten.

Informationen zur Veranstaltung und zum Projekt unter: www.demokratiestark.de

„Schau HIN" wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe" und das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit im Rahmen des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.

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