Paritätischer diskutiert mit Thüringer Landtagskandidaten

Neudietendorf 20/08/2014 Der Paritätische Thüringen startet morgen in Rudolstadt seine Diskussionstournee "Wahl=lokal=sozial 2014 - Nachgefragt!". Im Rahmen der anstehenden Landtagswahlen diskutieren der Paritätische Thüringen und seine Mitgliedsorganisationen mit den Thüringer Landtagskandidatinnen zu aktuellen sozialen Problemlagen und zukünftigen Herausforderern. Schwerpunkte der Diskussionen sind unter anderem die Themen Pflege, Beschäftigung, Frauen- und Familienpolitik und Inklusion. Dabei spiele auch der Thüringer Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention eine Rolle. Es gehe schließlich um ein auf Selbstbestimmung ausgerichtetes und chancengerechtes Leben für alle Thüringer Bürger, heißt es beim Paritätischen.

Jüngste Studien und Berichte belegen den vielfachen und dringenden Handlungsbedarf in der Sozialpolitik und im Bereich der Sozialwirtschaft. Trotz einzelner Reformschritte und Fortschritte im Sozialbereich gilt insgesamt: Die Zeichen stehen auf Schrumpfung der öffentlichen Ausgaben. Davon besonders betroffen sind die Ausgaben für Sozialpolitik, und damit insbesondere die Tätigkeitsfelder der Zivilgesellschaft. Dabei seien es gerade die Investitionen in den sozialen Kernbereichen wie Inklusion, Bildung und Teilhabe, Pflege und die Vermeidung von Armut, die dringend benötigt werden, betont Stefan Werner, Sprecher des Paritätischen Thüringen. Damit Thüringen weiterhin sozial bleibt, sei es ebenso dringend geboten die demografischen Herausforderungen gemeinsam anzunehmen.

Werner hält es für notwendig, dass sich der größte Thüringer Wohlfahrtsverband einmischt: "Sozial ist kein Sparmodell. Die Vermeidung von Altersarmut, Pflege und die Teilhabe von Menschen mit Behinderung sind alles Themen, bei denen unbestrittener Handlungsbedarf gesehen wird. Jetzt wo die Landtagswahl vor der Tür steht sind die Parteien in der Pflicht zu sagen, wie diese Themen angehen und finanzieren wollen." In den sechs bisher geplanten Veranstaltungen haben die Landtagskandidaten Gelegenheit auf diese Fragen beantworten. Mit Blick auf notwendige Investitionen betont der Verband, dass es sich dabei nicht um ein Wunschkonzert handele. Vielmehr handele es sich um den Mindestinvestitionsbedarf.

Termine "Wahl=lokal=sozial" 2014 – Nachgefragt!

• am 21. August, von 17:00 bis 19:00 Uhr im Freizeittreff Regenbogen, Erich-Correnz-Ring 39, Rudolstadt
• am 26. August, 17:00 - 19:00 Uhr, Radio LOTTE Niketempel, Goetheplatz 12, Weimar
• am 27. August, 17:00 - 19:00 Uhr, Bürgerzentrum „Berta von Suttner", Straße der Einheit 27, Sömmerda
• am 2. September, von 17:00 bis 19:00 Uhr im Clubzentrum „Comma", Heinrichstr. 47 in Gera
• am 9. September, von 17:00 bis 19:00 Uhr im Frauen- und FamilienZentrum, Anger 8 in Erfurt

Zur Erläuterung: „Wahl = lokal = sozial", das heißt vor Ort unterwegs sein, Forderungen, Fragen und Impulse der Paritätischen Mitgliedsorganisationen aufnehmen und diese in die Auseinandersetzung mit Politik einfließen zu lassen. Seit 2005 tourt der Paritätische im Rahmen der Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen durch Thüringen, um über die Zukunft und Weiterentwicklung einer generationengerechten, sozialen Infrastruktur zu diskutieren.

 

Drucken