Keller: Gleiche Lebensverhältnisse in allen Regionen Thüringens

Infrastrukturministerin Birgit Keller (Mitte) mit Landesgeschäftsführer Reinhard Müller (rechts) und Profiler Hartmut KaczmarekNeudietendorf, 7. Dezember 2015. In allen Regionen und Lebensräumen Thüringens soll die Bevölkerung die Möglichkeit zur gleichberechtigten sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Teilhabe haben. Das hat Thüringens Infrastrukturministerin Birgit Keller (Linkspartei) bei einem Fachgespräch mit den Mitgliedsorganisationen des Paritätischen in Thüringen unterstrichen. Die Kommunen sollen bei dem Erhalt der sozialen Infrastruktur unterstützt werden, so die auch für Landesplanung zuständige Ministerin. Darüber steht sie auch in einem intensiven Austausch mit dem Sozialressort.

Als einen ersten Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur in den ländlichen Räumen Thüringens legt die Landesregierung ein Programm für Multifunktionszentren in den kleineren Städten auf. Dort sollen Angebote wie Arzt oder Dorfladen oder Familienzentren gebündelt werden. Zwei Pilotprojekte sollen demnächst anlaufen, Keller forderte die Mitgliedsorganisationen des Paritätischen auf, sich mit Vorschlägen an der Auswahl zu beteiligen.

Der Landesgeschäftsführer des Paritätischen, Reinhard Müller, appellierte an die Politiker in Erfurt, bei der Gestaltung der demografischen Herausforderungen auch eine „Entwicklungslandschaft unter Einbeziehung der Akteure vor Ort“ zu ermöglichen und die Beteiligung der Zivilgesellschaft ganz große zu schreiben.
Diskutiert wurde in der Runde auch über die Notwendigkeit einer Verwaltungs- und Gebietsreform in Thüringen. Weitere Themen waren die Förderung der ökologischen Landwirtschaft in Thüringen wie auch die Investitionen in Barrierefreiheit und das Programm „Soziale Stadt.“

Es war die vierte Runde mit MinisterInnen und StaatssekretärInnen der neuen Landesregierung, zu der der Paritätische in diesem Jahr die Mitgliedsorganisationen eingeladen hatte. Vorausgegangen waren Rad(t)schläge mit Sozialministerin Heike Werner, der Staatssekretärin im Migrationsministerium, Silke Albin, und der Thüringer Finanzministerin Heike Taubert.

Tags: Ratschlag, Infrastrukturministerin

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