In der Pflege immer stärkerer Trend zur ambulanten Versorgung

Erfurt/Neudietendorf, 10. März 2013. Der Trend zur ambulanten Versorgung von Pflegebedürftigen wird in Deutschland, aber auch in Thüringen, immer stärker. Britta Richter, Pflegeexpertin im Paritätischen, sagte dazu der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Auch für die Gemeinschaft in einem Dorf kann das sehr positiv sein, wenn alte Menschen nicht irgendwann wegziehen müssen, sondern in ihrem Heimatort bleiben können“.

Während es nach Schätzungen 2014 etwa 100 Wohngemeinschaften für ältere Menschen im Freistaat gab, hat sich ihre Zahl nach Angaben des Sozialministeriums innerhalb eines Jahres auf 234 mehr als verdoppelt.Experten sehen in Wohngemeinschaften einen Mittelweg zwischen einem selbstbestimmten Leben und Schutz vor Vereinsamung.

In dem dpa-Bericht wird auch Susanna Günther von der „Stiftung Wohnen plus“ in Weimar zitiert. Sie kümmert sich um den Ablauf in drei Senioren WGs, die von dem Dienst betreut werden. . „Tatsächlich unterscheidet sich der Alltag gar nicht so von anderen WGs“, sagt Günther. „Natürlich gibt es auch mal Zoff, aber die Vorteile überwiegen doch.“
Nach Angaben des Sozialministeriums hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen im Freistaat von 1999 bis 2013 von etwa 60 000 auf rund 87 000 erhöht. Auch die Zahl der Altenpflegeheime sei von 237 im Jahr 2006 auf derzeit 322 gestiegen. Im März 2015 wurden rund 23 000 Senioren in Thüringen stationär gepflegt.

Tags: Pflege, Altenpflege, Senioren-WG, Ambulante Pflege

Drucken