„Hand in Hand gegen Rassismus“ – Dezentraler Aktionstag am Sonnabend

Das Logo der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen RassismusNeudietendorf/Erfurt, 16. April 2016. Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus“ sollen in Deutschland an möglichst vielen Orten am Sonnabend, 19. März, Aktionen der Solidarität für Menschenrechte und Vielfalt starten. „Lasst uns gemeinsam zeigen: Unabhängig von Glaube, Herkunft, Hautfarbe und sexueller Identität – wir stehen füreinander ein. Gemeinsam treten wir für ein weltoffenes, menschliches und vielfältiges Deutschland und Europa ein“, heißt es in einem Aufruf, der vom Paritätischen Gesamtverband, aber auch von Campact, Amnesy International, Pro Asyl, dem Deutschen Kinderhilfswerk, der AWo, den Naturfreunden, dem Deutschen Kulturrat und vielen weiteren Partnern unterstützt wird. Der Aktionstag ist einer der Höhepunkte in den Internationalen Wochen gegen Rassismus, die noch bis zum 23. März laufen. Sie werden auch vom Netzwerk „Schau HIN“ unterstützt.

In dem Aufruf zum Aktionstag heißt es unter anderem: In Deutschland brennen Häuser. RassistInnen bedrohen Menschen auf offener Straße Tag für Tag. Sie nutzen die Angst vor Anschlägen wie in Paris, um ausgerechnet Flüchtlinge zu attackieren, die selbst vor solchem Terror fliehen. Sie hetzen gegen Muslime und Juden, Menschen anderer Herkunft, Lesben, Schwule, Transgender und gegen Andersdenkende. Und während sich Europa nach außen abschottet, breiten sich rassistische Vorurteile in der Mitte der Gesellschaft aus. Sie sollen spalten – doch das darf nicht gelingen.“

Die Initiatoren unterstreichen, dass vor allem die Fluchtursachen bekämpft werden müssen. „Aber wir verschließen nicht die Augen vor der Not der Menschen , die vor Verfolgung, Terror, Krieg, und Armut fliehen. Wir akzeptieren nicht, dass sie auf der Flucht nach Europa sterben! Wir stehen für die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Wahrung der Menschenrechte.“

An die PolitikerInnen in Deutschland, an Zivilgesellschaft, Kirchen und Religionsgemeinschaften richten Sie deshalb folgenden eindringlichen Appell:
- Weicht nicht zurück vor dem Hass, sondern steht ein für eine offene Gesellschaft! Die Würde des Menschen ist unantastbar. Die Genfer Flüchtlingskonvention darf nicht in Frage gestellt oder durch nationale Asylrechts-Verschärfungen untergraben werden.
- Stoppt Waffenexporte in Krisengebiete und bekämpft die Fluchtursachen.
- Schützt Flüchtlinge und alle, die von rassistischer Hetze und Angriffen bedroht werden.
- Unterstützt haupt und ehrenamtliche HelferInnen endlich ausreichend bei ihrer wertvollen Arbeit.
- Sorgt für Teilhabe und gelingende Integration. Alle Menschen haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf bezahlbaren Wohnraum und auf Zugang zu Bildung und Arbeit.
Weitere Informationen zum Aktionstag unter http://hand-in-hand-gegen-rassismus.de

Eine weitere spektakuläre Aktion ist am 19. Juni 2016 geplant. Einen Tag vor dem Internationalen Tag des Flüchtlings werden in verschiedenen großen deutschen Städten menschenketten gebildet, die Moscheen, Kirchen, Synagogen, soziale Einrichtungen, Flüchtlingsunterkünfte, Rathhäuser, Museen und Theater miteinander verbinden sollen. Eingebettet werden die Menschenketten in ein Kulturprogramm aus Kundgebungen und Konzerten. Als Aktionsorte stehen schon jetzt die Städte Berlin, München, Stuttgart, Leipzig und Hamburg fest.

Informationen zum Thema Kampf gegen Rassismus finden Sie auch unter www.demokratiestark.de

 

Tags: Schau HIN, Rassismus, Internationale Wochen gegen Rassismus

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