Erfurt protestiert gegen rechtsextremistischen Aufmarsch am 1. Mai

Das Logo von Schau HINErfurt, 29. April 2016. In Erfurt formiert sich auch an diesem 1. Mai wieder breiter Widerstand gegen einen angekündigten Aufmarsch der Rechtsextremisten. Darauf weist das Beratungsnetzwerk „Schau HIN“ hin. Die Partei "Die Rechte" will in Erfurt demonstrieren. Viele Erfurter werden an diesem Tag gegen Nationalismus und Rechtsextremismus und für Toleranz und Weltoffenheit auf die Straße gehen.
„Die Rechte“ ist eine rechtsextreme, neonazistische Kleinpartei, die sich mittlerweile vor allem in Ost- und Südthürigen ausbreitet.

An der Gründung der Partei, so heißt es in Wikipedia, am 27. Mai 2012 waren hauptsächlich ehemalige Mitglieder der inzwischen aufgelösten rechtsextremen Deutschen Volksunion, die im Mai 2012 mit der NPD fusioniert hatte, beteiligt. Eine führende Rolle bei der Gründung spielte außerdem der aus Kameradschaftskreisen bekannte Neonazi Christian Worch.[2] Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes hat die Partei „eine ideologische Wesensverwandtschaft zum Nationalsozialismus.“ Außerdem trete sie „aggressiv-kämpferisch“ auf und führe die Aktivitäten verbotener Neonazi-Kameradschaften fort.

Susanne Hennig-Welsow, die Partei- und Fraktionsvorsitzende der Linkspartei in Thüringen, betonte, dass „es nicht unwidersprochen bleiben wird, wenn rechte Demagogen und Neonazis diesen Tag auch in diesem Jahr wieder für ihre rassistischen, menschenfeindlichen und antidemokratischen Ziele missbrauchen wollen“.

Gegenkundgebungen sind in Erfurt am Sonntag an folgenden Orten geplant:
 Ab 10 Uhr Kundgebung an der Südseite des Bahnhofs
 Ab 10 Uhr DGB-Demo mit Jugendblock, Startpunkt Staatskanzlei
 Ab 12 Uhr Kundgebung in der Stauffenbergallee 60
Radio F.R.E.I. wird zwischen 10 und 16 Uhr live von den Orten des Geschehens berichten. Außerdem werden aktuelle Interviews und Hintergrundinformationen zu hören sein. Radio F.R.E.I. ist in Erfurt auf der UKW-Frequenz 96,2 zu empfangen und darüber hinaus im Internet-Live-Stream
Weitere Informationen unter www.lap-erfurt.de
Weitere Informationen über das Beratungsnetzwerk Schau HIN unter www.demokratiestark.de

Tags: Schau HIN, Rechtsextremismus

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