Umgang mit Sterben und Tod - Transnationales Projekt „BELIEF“

Besuch im Museum für Sepulkralkultur in KasselNeudietendorf, 6. Oktober 2016. „Sterben und Tod sind universelle Probleme, mit denen alle Menschen konfrontiert werden. Es geht darum, einer Ausschließlichkeit im Umgang damit zu entsagen und Menschen in den jeweiligen Situationen entsprechend zu begleiten, sich individuell dabei zu entfalten.“ So führte der kommissarische Leiter des Museums für Sepulkralkultur in Kassel, Gerold Eppler, eine Gruppe des Paritätischen Thüringen in das Thema ein. Hintergrund des Besuches in Kassel (unser Bild) ist das transnationale Projekt „Belief“, in dem Partner aus Frankreich, Italien, Litauen und der Türkei von September 2015 bis August 2017gemeinsam mit parisat am Thema „Umgang mit Sterben und Tod“.

Neben den Transnationalen Treffen in den Partnerländern arbeitet unter Federführung von parisat eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedsorganisationen und interessierten deutschen Partnern zusammen. Schwerpunkt ist hierbei vor allem der pädagogische Umgang mit dem Thema in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und die Begegnung von Pflege und Pädagogik in diesem Rahmen.

Mitarbeitende der Akademie, des Freiwilligendienstes, der Management- und Organisationsberatung nahmen das Angebot des Besuchs des in Deutschland einzigartigen Museums gemeinsam mit Mitarbeitenden von Mitgliedsorganisationen aus der Pflege, der Kindertagestätten und des ehrenamtlichen Hospizdienstes wahr. Zentrale Themen der interessant aufbereiteten Ausstellung sind Sterben und Tod, Trauern und Gedenken.
Eine umfangreiche Führung durch die Dauerausstellung zeigte Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges anhand u.a. von Trauerriten, Todesvorstellungen, Bestattungskulturen und Friedhofsgestaltung.
Beeindruckt hat die Gäste aus Thüringen auch der neue Ausstellungsbereich, wo mit dem Thema „Religionen, Rituale und Sitten zum Tod“ ein interkultureller Blick geworfen wurde. Insgesamt wurde deutlich, dass Bestattungskultur ein großer Bestandteil kultureller Identität ist.

Außerdem wurde der Museumskoffer „Vergiss mein nicht“ vorgestellt. Dieser Koffer wurde speziell für die Arbeit mit Vorschul- und Grundschulkindern entwickelt und beinhaltet umfangreiches Material und konkrete Konzepte, um das Thema interessant, lebendig und optimistisch zu bearbeiten.

Das Feedback der Teilnehmenden zu diesem Tag fiel sehr gut aus. Einige Stimmen: „Eine sehr angenehme Führung, sehr anschaulich, spritzig – eine Bereicherung.“ „Ein i-Tüpfelchen zum eigenen Wissen.“, „ Ich habe mein Bewusstsein geschärft, was alles noch zu tun ist...“, „...komme gern mit Gruppen wieder“.

Was passiert als Nächstes im BELIEF Projekt? In der 2. Oktoberhälfte besuchen die ausländischen Partner parisat. Ein umfangreiches 4tägiges Programm wurde hierfür mit Mitgliedsorganisationen zusammengestellt. In 2017 finden noch 2 Transnationale Treffen und eine Multiplerveranstaltung im Mai/Juni 2017 statt, auf welcher vor allem auch die Projektergebnisse und -erlebnisse einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Tags: parisat, BELIEF, Museum für Sepulkralkultur

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