Neues Projekt "Shakehands" hilft langzeitarbeitslosen Frauen und ihren Kindern

Das Logo des Projektes CardeaMühlhausen/Neudietendorf, 12. Oktober 2016. Langzeitarbeitslosen Frauen und ihren Kindern soll mit einem neuen Projekt namens SHAKEHANDS gezielt geholfen werden. Am vergangenen Montag, den 10. Oktober 2016 und Freitag, den 21. Oktober 2016 treffen sich 23 Erwachsene und ihre 32 Kinder in der Turnhalle der Margaretenschule in Mühlhausen, um eine intensive gemeinsame Zeit zu verbringen. Sportliche Aktivitäten spielen bei den Treffen ebenso eine Rolle spielen wie Gespräche unter- und miteinander, um gemeinsame Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig mit Rat und Tipps jenseits der häufig begrenzten Alltagsroutine zur Seite zu stehen.


Das Logo der Soccer-LigaTräger des Modellprojekts sind der Deutsche Soccer Liga e.V. und der Paritätische Thüringen in Kooperation mit der AOK PLUS. Hintergrund für das Projekt ist die Tatsache, dass Langzeitarbeitslosigkeit nicht nur den Ausschluss vom Arbeitsleben bedeutet, sondern auch gesundheitliche und familiäre Belastungen in sich trägt.
Das zweitägige Vorhaben ist ein Baustein der verhaltens- und verhältnispräventiven Gesundheitsförderung, die für die langfristige Reintegration in den Arbeitsmarkt von Bedeutung ist. „In unseren Gesprächen mit erwerbslosen Frauen und Männern, erfahren wir zunehmend von gesundheitlichen Einschränkungen, die den Körper als auch das psychische Befinden erheblich beeinflussen. Neben dem Ausschluss vom Arbeitsleben geraten viele Langzeitarbeitslose eben auch in die soziale Isolation und finden sich in ihrem Leben immer schwerer zurecht. So verlieren nicht selten auch die Eltern die intensive Bindung zu ihren Kindern“, erklärt Michaela Lachert, Projektreferentin des Paritätischen Thüringen.

Das Projekt nutzt das Thema Fußball: Zum einen für sportliche Aktivitäten, zum anderen sollen die Frauen durch Interaktionen mit den Kindern einen erweiterten Blick auf die Selbst- und Erziehungskompetenzen zu erhalten. „Es geht um Übungen, die zeigen sollen, wie Eltern die Kinder in ihrer Rollen stärken können, z.B. dürfen im speziellen Fußballturnier nur die Kinder Tore schießen, während die Elternteile sich nur im Mittelkreis bewegen oder wie sich das Selbstbewusstsein des Kindes verändert, wenn es in seinen Bedürfnissen nicht wahrgenommen wird“, so René Bernuth, Vizepräsident der Deutschen Soccer Liga e.V.

Die Langzeitarbeitslosen sind Teilnehmerinnen der Thüringer Initiative zur Integration und Armutsbekämpfung – Nachhaltigkeit (TIZIAN) und werden durch die Projekte des Bildungswerks der Thüringer Wirtschaft e.V., Bildungszentrums Handel/Gewerbe/Freie Berufe e.V., Berufsfortbildungswerks GmbH und der Akademie für Wirtschaft und Technologie GmbH bei der sozialen, gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe unterstützt.

Tags: Soccer-Liga, Cardea2.0

Drucken