Suhl soll eine Ehrenamtszentrale erhalten - Thementag der Paritätischen Kreisgruppe

Über das Ehrenamt wurde beim Thementag in Suhl diskutiertSuhl, 28. November 2016. Die Stadt Suhl soll eine Ehrenamtszentrale als Anlaufstelle für ehrenamtliches Engagement in der Stadt erhalten. Dafür machen sich die Paritätische Kreisgruppe und der Kreisverband der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Suhl statt. Möglichst bald sollen bereits Sprechstunden angeboten werden.

Wie eine solche Ehrenamtszentrale funktionieren könnte, wurde bei einem Thementag der Kreisgruppe intensiv erörtert. Bei der Tagung bot Julia Schmatloch, die Leiterin des Sozial- und Gleichstellungsbüros der Stadt Suhl ihre Unterstützung an. Für eine wöchentlich stattfindende Sprechstunde stünden die Räume des sozialen Zentrums der Stadt Suhl zur Verfügung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger hätten dort die Möglichkeit, ihr Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit zu bekunden und Auskunft über Angebote der teilnehmenden Vereine zu erhalten.

Petra Michels, Vorstandsmitglied im Paritätischen Landesverband, berichtete in ihrem Grußwort von den Erfahrungen der von ihr geleiteten Paritätischen Kreisgruppe im Saale-Holzland-Kreis mit dem Thema Ehrenamt.

Bei dem Thementag wurde die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit für die Zivilgesellschaft noch einmal deutlich. Ehrenamt ist der Kitt der Gesellschaft, unterstrich in seinem Referat Andreas Kotter, der sich beim Paritätischen um das Thema bürgerschaftliches Engagement kümmert. Dabei stellte Kotter auch die Ergebnisse einer Studie des Paritätischen vor. Danach waren zum Zeitpunkt der Befragung in Thüringen 38 Prozent der Befragten zwischen 46 und 65 Jahre alt. Sie stellten auch die größte Gruppe, gefolgt von den 31- bis 45-Jährigen mit 21 Prozent. Mit 20 Prozent stellten die 76- bis 79-Jährigen ebenfalls noch eine große Gruppe, während sich das ehrenamtliche Engagement bei den Jüngeren eher in Grenzen hielt: Acht Prozent der Befragten waren bis 19 Jahre alt, weitere elf Prozent zwischen 20 und 30 Jahre.

Ehrenamtlich engagiert sind in Thüringen überwiegend Frauen. 70 Prozent der Befragten sind weiblich. 62 Prozent sind kontinuierlich ehrenamtlich unterwegs.

Andreas Kotter machte in seinem Beitrag auch klar, dass Ehrenamtsförderung dort erfolgreich ist, wo das Thema hoch angesiedelt ist. Notwendig ist es, in den Organisationen die notwendigen Ressourcen zu schaffen, das Ehrenamt zu koordinieren aber auch sichtbar zu machen und entsprechend zu würdigen.

In einem Workshop, geleitet von Stephanie Schüler, selbst Bereichsleiterin Sozialintegrative Dienstleistungen und Frau Hammerschmidt von der LIFT gGmbh Nordhausen wurden Fragen zu strukturellen Rahmenbedingungen der Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit ebenso beantwortet, wie die Frage nach der Gewinnung und Anerkennungskultur ehrenamtlichen Engagements.

Tags: Ehrenamtler, Kreisgruppe Suhl

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