Bundesinitiative Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften: Koordinierungsstellen werden gefördert

Neudietendorf/Berlin, 6. Januar 2017. Das Bundesfamilienministerium fördert in diesem Jahr bundesweit 75 Koordinationsstellen zur Umsetzung von Schutzkonzepten für Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften. Das Interessenbekundungsverfahren läuft jetzt an. Ziel der Bundesinitiative ist es, die Sicherheit von Frauen, Kindern und Jugendlichen und anderen besonders schutzbedürftigen Personen in Gemeinschaftsunterkünften zu verbessern und alle Beschäftigten in Fragen des Kinderschutzes zu schulen und für Gewalt- und Gefährdungssituationen zu sensibilisieren.

Für Kinder und Jugendliche sollen kinderfreundliche Orte eingerichtet werden, an denen sie an strukturierten Lern- und Spielangeboten teilnehmen können. Die Initiative sieht insbesondere vor, das Personal in Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Fragen des Kinderschutzes zu schulen und für Fälle von Gewaltanwendung zu sensibilisieren.

Grundlage der Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten in Flüchtlingsunterkünften bilden die von UNICEF und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) in Zusammenarbeit mit anderen NGOs entwickelten Mindeststandards
Das Interessenbekundungsverfahren, an dem öffentliche, freie und private Träger von Flüchtlingsunterkünften teilnehmen können, findet vom 4. Januar bis zum 10. Februar 2017 statt. Alle weiteren Infos sowie die Unterlagen zum Interessenbekundungsverfahren finden Sie auf www.gewaltschutz-gu.de

 

Tags: Flüchtlinge

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