Gute Nachricht für Mehrgenerationenhäuser: Förderung gesichert – Neues Projet beim ASB Sömmerda


Gemeinsam spielen - auch ein Angebot der Mehrgenerationenhäuser

 

Neudietendorf/Sömmerda, 12. Januar 2016. Gute Nachricht für die Mehrgenerationenhäuser: Sie sind für weitere vier Jahre gesichert. Nach einem Bericht des MDR wird das Bundesfamilienministerium 24 Thüringer Begegnungsstätten fördern – mehr als bisher. Gänzlich neu als Mehrgenerationenhaus ist die „Ludothek“ in Sömmerda dabei, die bisher vorrangig ein Spielezentrum war und jetzt vom ASB Sömmerda zu einem Familienzentrum weiterentwickelt werden soll.

Christian Karl, Geschäftsführer ASB SömmerdaDie Vision des Geschäftsführers Christian Karl (Foto) für die Ludothek ist die Entwicklung zu einem zentralen Ort für Begegnung aller Generationen und Kulturen. Angeschoben werden soll in der Ludothek auch ein Projekt „Leih-Großeltern“.

Die Thüringer Mehrgenerationenhäuser bieten ein vielfältiges Angebot, das von der Schuldner- und Sozialberatung über Selbsthilfegruppen, Seniorennachmittage bis hin zu Nachhilfeunterricht und Computerkursen reicht. Zahlreiche Angebote werden ehrenamtlich abgedeckt. Mehrgenerationenhäuser gibt es u.a. auch in Bad Salzungen, in Mühlhausen und in Pößneck. Seit 2006 gibt es das Bundesaktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser. Die Landesregierung will die Arbeit der Einrichtungen im Rahmen des geplanten Programms Solidarisches Zusammenleben der Generationen unterstützen.

In der Ludothek in Sömmerda ist das Angebot jetzt schon breit gefächert: Kinder und Jugendliche können dort gemeinsam spielen, es werden Familien beraten und Sprachkurse für Flüchtlinge durchgeführt. Künftig soll es auch Kurse in Erster Hilfe und eben einen Großelterndienst geben. Das Projekt orientiert sich an erfolgreichen Vorhaben in anderen Städten. Die Nachfrage nach den Angeboten ist sowohl bei jungen Familien, deren Großeltern weit weg wohnen und auch bei den älteren Menschen, die gerne Zeit mit Kindern verbringen, sehr groß. Und so kommt dieses Projekt allen Beteiligten entgegen – auch den Kindern. Denn oft fehlt es den berufstätigen Eltern an ausreichender Zeit für den Nachwuchs.

In Sömmerda hat man begonnen, interessierte Senioren zu werben, die jungen Familien helfen wollen. Als Wunschgroßeltern gesucht werden „Menschen in der nachberuflichen Lebensphase“, heißt es beim ASB. In der Ludothek können sich künftige Wunschomas- und opas melden, dort werden auch Kontakte angebahnt. Selbstverständlich werden die ersten Begegnungen auch von erfahrenen Mitarbeitern der Einrichtung begleitet.

Tags: ASB Sömmerda, Christian Karl, Mehrgenerationenhäuser

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