Hebammen in Thüringen sollen besser unterstützt werden

Vor der GeburtNeudietendorf/Erfurt, 22. Februar 2017. Die Hebammen in Thüringen müssen unterstützt werden. Darüber waren sich die Landtagsabgeordneten bei der Debatte zur Hebammenversorgung in Thüringen einig. Die Landesregierung wurde aufgefordert, den Runden Tisch „Geburt und Familie“ mit allen ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen zu unterstützen und die Moderation fortzusetzen. Der Paritätische Thüringen unterstützt die Forderung der Hebammen nach größerer Hilfe. „Der Hebammenmangel tut Not – Wir müssen endlich handeln“ heißt es beim Thüringer Hebammenverband.


Die Debatte basiert auf einem Antrag der CDU-Fraktion. Seit September 2015 wirbt die Union für die bessere Unterstützung der Hebammen in Thüringen. Kernforderung war die Einrichtung eines "Runden Tisches", an dem alle sitzen sollten, die Leistungen der Hebammen in Anspruch nehmen oder sie vergüten und versichern. Dieser "Runde Tisch" arbeitet seit Ende 2015. Jetzt liegt auch ein Antrag der Regierungsfraktionen vor, in dem gefordert wird, die Versorgung mit Hebammenleistungen in Thüringen bedarfsgerecht auszubauen und nachhaltig sicherzustellen. Vor allem soll der Runde Tisch prüfen, unter welchen Rahmenbedingungen ein Landesprogramm zur finanziellen Förderung von Hebammen auf den Weg gebracht werden kann.

Konkrete Ergebnisse der Arbeit des Runden Tisches waren unter anderem folgende Empfehlungen: die Bedarfe vor allem in der Wochenbettbetreuung in größeren Städten decken, die Arbeitszufriedenheit der Hebammen in Krankenhäusern erhöhen und die Ausbildungssituation von Hebammen verbessern. Der Runde Tisch setzt seine Arbeit fort.

Spätestens im Juni 2017 soll die Landesregierung den Landtag über die Ergebnisse des Runden Tisches und über die Ergebnisse zu den Beratungen über das Modellprojekt „Hebammengeleiteter Kreißsaal“ berichten. Außerdem soll sie den Landtag über den aktuellen Lösungsstand in der Haftpflicht-Problematik für Hebammen informieren. Exorbitante Haftpflichtprämien waren für die viele Hebammen in der Vergangenheit der Grund, ihren Beruf aufzugeben.

Foto: pixabay

Tags: Hebammen

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