In der Tanz- und Theaterwerkstatt kommen jedes Jahr unverhoffte Talente zum Vorschein - Projekt „Kultur macht stark“ in Neudietendorf beschäftigt sich in den Ferien mit dem Thema Toleranz - Jetzt anmelden

Eine Szene aus dem Workshop 2016Neudietendorf, 24. Mai 2017. Für Feli ist wichtig, „dass wir alle zusammenhalten und eine große Familie bilden.“ Und Jonathan ruft dazu auf: „Habt nicht allzu viele Vorurteile“. Feli und Jonathan sind zwei von vielen Jugendlichen, die in den vergangenen Jahren an den Tanz- und Theaterworkshops teilgenommen haben, die jedes Jahr über das Paritätischen Bildungswerk in den Ferien organisiert werden. Regelmäßig verwandelt sich die Krügervilla in Neudietendorf dann in ein großes Tanz- und Theaterstudio, in dem die Jungen und Mädchen viel Spaß beim gemeinsamen Tanzen, Spielen oder auch Filmemachen haben. In diesem Jahr steht der zehntägige Workshop unter dem Motto „Tanz-Theater-Toleranz“. Er findet vom 3. bis 14. Juli jeweils von 10 bis 16 Uhr in Neudietendorf statt. Anmeldeschluss ist der 30. Mai.


Professionelle Unterstützung erhalten die Jugendlichen durch den Schauspieler und Theatertrainer Christof Düro aus Berlin und dem Hip-Hop-Tänzer Alex Bernhardt vom Verein Bewegungsküche e.V. Düro will bei diesen Workshops die Kreativität bei den jungen Menschen wecken, „die andere Seite zum Schwingen bringen“, wie er sagt. Die Arbeit in Neudietendorf macht ihm unheimlich viel Spaß und Freude, weil es ihm und den anderen Kursleiterinnen und Kursleitern immer wieder gelingt, die Jugendlichen zu motivieren, bei ihnen künstlerische Adern freizulegen, von denen sie selbst oft nur ansatzweise selbst Kenntnis hatten. Er findet es spannend, wie die Mädchen und Jungen sich im Laufe des Workshops öffnen, ihre Individualität entfalten, offen über Probleme wie Mobbing oder Ausgrenzung, aber auch Selbstfindung reden, wieviel Kreativität an den Tag legen. „Mir ist nicht das fertige Produkt wichtig, auf den Prozess kommt es an“, sagt er und fügt hinzu: „In einer Tanz- und Theaterwerkstatt kommen oft unverhoffte Talente zum Vorschein, zeigen Jugendliche eine Kreativität, die ihnen niemand zugetraut hätte.“ Düro ist regelmäßig in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. So spielte er zuletzt in der Serie „Letzte Spur Berlin“ und im Fernsehfilm „Im Namen meines Sohnes“ mit.

In den vergangenen Jahren drehte sich der Workshop um Themen wie „Der Traum vom Anderssein“ oder die Jugendlichen unternahmen eine musikalische Reise um die Welt. „Alle, die über den eigenen Tellerrand schauen möchten und sich für Tanz und Theater interessieren, sind herzlich eingeladen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich“, so Christin Bliedung Projektleiterin vom Paritätischen Bildungswerk. Bereits zum fünften Mal findet der Workshop im Rahmen des Bundesprojektes „Jugend engagiert – JEP“ statt. In diesem Jahr steht es unter dem Thema „Tanz-Theater-Toleranz“. Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren können wieder in eine bunte Welt der Kulturen eintauchen und ihre eigene Geschichte zum Thema „Toleranz“ durch Bewegung, Sprache und Rhythmus entwickeln.

Ein Trailer bietet einen Einblick in die bisherigen Workshops.. In diesem Trailer sagen sowohl Feli wie auch Jonathan, aber auch andere Jugendliche ihre Meinung zum Thema Toleranz.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei, Fahrtkosten werden erstattet. Gefördert wird das Projekt vom Bundesprogramm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das lokale Bündnis für das diesjährige Bildungsprojekt - koordiniert durch das PBW - setzt sich aus 5 Partnern zusammen: die Staatliche Regelschule „Oststadt Gotha", der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Thüringen e.V., der Verein Prof. H. A. Krüger e.V., L´amitie Multikulturelles Zentrum Stadt und Landkreis Gotha e.V. und die Regelschule "Prof. Herman Anders Krüger" in Neudietendorf.

Der Trailer zu dem Projekt ist hier zu sehen: www.pbw-thueringen.de


Dort gibt es auch weitere Informationen zu dem Workshop

Tags: Christof Düro, Kultur macht stark

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