Mit Holz, Pinsel und Stift in fünf Tagen um die Welt - Kulturlabor des Krügervereins in Neudietendorf

Kulturlabor - Emely zeigt ihr BildNeudietendorf, 29. Juni 2017. Der zwölfjährige Alexander ist stolz. „Mein Hut ist golden und meine Trommel auch,“ sagt der Junge aus Ingersleben lachend und reckt beide Daumen in die Höhe. Zufrieden mit seinem Werk schaut er den anderen Mädchen und Jungen zu, die hier, rund um die Krügervilla und das Haus der Parität noch eifrig dabei sind, ihre weiß angestrichenen Trommeln aus Sperrholz farbig zu gestalten. „Blau ist meine Lieblingsfarbe“, sagt der elfjährige Jakob aus Erfurt. Er hat einen großen blauen Diamanten auf die eine Seite seiner Trommel gemalt. Dem jungen Erfurter gefällt es, mit Farbe und Holz zu arbeiten. Seine Trommel soll schön aussehen – und ein bisschen modern. Zum dritten Mal ist er schon beim Kulturlabor des Krügervereins in Neudietendorf dabei, das traditionell in der ersten Woche der Sommerferien über die Bühne geht und sich bei den Kindern der Region großer Beliebtheit erfreut. An diesem Freitag präsentieren die Kinder ab 14 Uhr im Krügerpark die Ergebnisse ihrer Arbeit. Mit dabei ist auch die zehnjährige Emely aus Großrettbach, die ein Bild "Mein fremder Freund und ich" zeigt (unser Bild).


Kulturlabor - Alexander aus Ingersleben29 sind es diesmal, die an den beiden Kursen teilnehmen. Florian Schmigalle leitet die eine Gruppe, die das übergreifende Thema Weltreise auf ihre eigene Art und Weise in Holz umsetzt. Die Trommeln sind gebaut und bemalt, an diesem Donnerstag geht es darum, die richtige Musik zu finden, den richtigen Rhythmus gemeinsam mit den Maultrommeln, die jedes der Kinder zu Beginn des Kulturlabors erhalten hat. Der Holzgestalter und Produktdesigner aus Erfurt ist viel gefragt an diesem Nachmittag. „Flo, welche Farbe würdest Du nehmen? Ich weiß es nämlich nicht“, sagt einer der Jungen. Schmigalle wirft einen kurzen Blick auf die Trommel, dann empfiehlt er einen Mixs aus Orange, Pink und Blau.
Die Kinder haben nicht nur Spaß am Besprühen der Holztrommeln. Auch die Strohhüte, die jeder zu Beginn des Kulturlabors erhalten hat – „Es sollte ja warm werden“, lacht Dozentin Sabine Cozacu, die andere Dozentin – erstrahlen schon bald in vielen bunten Farben (unser Bild zeigt Alexander mit seinem Hut). Die Voraussetzungen für die musikalische Weltreise bei der Abschlusspräsentation an diesem Freitag stehen gut.

Auch bei Sabine Cozacu, einer Erfurter Diplom-Designerin, die mit ihrer Gruppe in der Krügervilla arbeitet. Sie reist mit den Mädchen und Jungen mit Pinsel und Stift in fünf Tagen um die Welt. Am Anfang standen einige Informationen über die Erde und die Kontinente. Dann gestaltete jedes Kind ein ganz besonderes Mobil gestaltet, um damit ferne Länder zu bereisen. Das Mobil wurde als Collage auf die Bilder von fernen Ländern und Kontinenten geklebt. Die 10jährige Emely aus Großrettbach beispielsweise entschied sich für einen Pinguin als Vehikel. Und mit dem reise sie – natürlich – in die Antarktis.

Auf ihrer Weltreise mit Pinsel und Stift widmeten sich die Mädchen und Jungen dann den Menschen fremder Kulturen, Zum Thema „Mein fremder Freund und ich“ entstanden große bunte Bilder, die ebenfalls bei der Abschlussveranstaltung gezeigt werden.

„Die Kinder haben unglaublich viel Neugier, Offenheit und Kreativität gezeigt“, sind sich Sabine Cozacu und Florian Schmigalle einig. Davon können sich Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde und alle anderen Interessierten bei der großen Abschlusspräsentation an diesem Freitag ab 14 Uhr im Krügerpark überzeugen.

Das Kulturlabor wird gefördert durch die Initiative „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Tags: Krügerverein, Kulturlabor

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