Betriebliche Altersvorsorge in der Sozialwirtschaft tarifvertraglich geregelt

Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung PATT - GÖDNeudietendorf, 6. Juli 2017. Mitarbeitende und Auszubildende der Sozialwirtschaft in Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern erhalten künftig einen Arbeitgeberbeitrag zu ihrer Altersvorsorge. Unabhängig vom Umfang der Beschäftigung und vom Bruttolohn zahlen die Arbeitgeber 40 Euro im Monat pauschal. Ein entsprechender Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge und Entgeltumwandlung ist jetzt vom Paritätischen Arbeitgeberverband PATT und der Gewerkschaft GÖD (Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen) abgeschlossen worden. Betroffen sind von dem neuen Vertrag 7000 Mitarbeitende in der Sozialwirtschaft in den drei Bundesländern. Der jetzt unterzeichnete Vertrag tritt rückwirkend zum 1. Juli in Kraft.


Mit diesem Vertrag treten die Tarifvertrags-Parteien bewusst der Diskriminierung von Teilzeitarbeit entgegen. Teilzeitarbeitskräfte erhalten ebenso wie Auszubildende den gleichen Arbeitgeberzuschuss zum Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung. „Bei uns gibt es keine Benachteiligung durch Bemessung des Arbeitgeber-Beitrags nach Gehalt“, so Sabine Ruhe, die Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes PATT. Die Absicherung der Mitarbeitenden im Alter wird so deutlich verbessert. „Damit haben sich die Mitglieder des Arbeitgeberverbandes einmal mehr als sozial- und rentenpolitisch engagierte Arbeitgeber im Sinne der Mitarbeitenden positioniert“, fügt Ruhe hinzu. „Wir bieten den Mitarbeitenden ein deutliches Anreizprogramm, in ihre eigene Altersvorsorge zu investieren.“ Außerdem versprechen sich die Arbeitgeber davon auch eine gesteigerte Attraktivität der Berufe im Bereich der Sozialwirtschaft.

Unser Bild zeigt von links nach rechts nach der Vertragsunterzeichnung: Jörg Stadler, stellv. Bundesvorsitzender GÖD, Wolfgang Schneider, Tarifbeauftragter GÖD, Sabine Ruhe, Geschäftsführerin PATT, Holger Richter, Vorstandsvorsitzender PATT

Tags: PATT, GÖD

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