Die „olympische Fackel“ des Fußballs ist wieder unterwegs: „The Ball“ auf dem Weg zur Fußball-WM – Motto: Ein Ball – eine Welt

spirit of footballErfurt/Neudietendorf, 17. April 2018. Was für die Olympioniken das olympische Feuer ist, ist für die Fußballer „The Ball“. „The Ball ist ein Symbol für Tradition, FairPlay, Respekt und zelebriert die Möglichkeit durch den globalen Sport Menschen weltweit einander näher zu bringen“, so der Erfurter Verein „Spirit of Football“, eine  Mitgliedsorganisation des Paritätischen Thüringen. Alle vier Jahre startet er vom Battersea Park in London, wo 1864 das allererste Fußballspiel nach modernen Regeln stattfand. Sein Reiseziel ist die Eröffnungszeremonie der FIFA Weltmeisterschaft. Noch bis zum Ende dieser Woche ist „The Ball“ in Deutschland unterwegs. Dann geht es weiter unter anderem nach Österreich, Kroatien und in den Kosovo.


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterschrieb im Dezember 2017 als Erster auf dem diesjährigen „The Ball“. Am 9. April setzte Ministerpräsident Bodo Ramelow seine Unterschrift auf den Ball und setzte damit ein Zeichen für Weltoffenheit. Der Ball war seinerzeit gerade in Erfurt unterwegs, bevor er weiter durch Deutschland reiste. Das Motto der Reise 2018 lautet „One Ball, One World”. The Ball wird die außergewöhnliche Arbeit hervorheben, die mittels Fußball geleistet wird, um Menschen zu helfen und Gemeinschaften aufzubauen.


„The Ball“ reist schon seit 2002 im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaften durch die Welt. In den Jahren 2002 und 2006 war The Ball eine Kopie des offiziellen Weltmeisterschaftsballs. Für die Reise nach Südafrika im Jahr 2010 wurde The Ball in Kenia von der gemeinnützigen Organisation „Alive & Kicking“ gefertigt. Für die Reise nach Brasilien im Jahre 2014 wurde The Ball von Häftlingen hergestellt, die in „Pintando a Liberdade“ aktiv sind, einem Rehabilitationsprogramm, das gutes Verhalten belohnt und die Teilnehmer fortbildet.


Die Initiative „The Ball“ hat schon viel Positives bewirkt und zur Völkerverständigung beigetragen. Der Verein „Spirit of Football“ zieht auf seiner Internetseite folgende Bilanz:

„Auf seiner ersten Reise durch Europa, Zentralasien und China im Jahr 2002, die circa 13.000 km lang war, kickten tibetische Mönche, britische Botschafter und zahllose andere Menschen mit The Ball. Einer der ersten Videoblogs, die es je gab, dokumentierte diese Reise. CNN und andere Medien berichteten darüber.

Im Jahr 2006 wurde The Ball auf einer kürzeren Reise nach München Ehrengast eines europäischen Jugendaustauschs und eines vierundzwanzigstündigen „Fußball gegen Rassismus“-Marathons in Erfurt.
Im Jahr 2010 begab sich The Ball auf eine über 16.000 km weite Reise, die sechs Monate dauerte und durch 32 Länder bis nach Südafrika führte. Durch eine Partnerschaft mit Special Olympics tauchte er ein in die Leidenschaft und Begeisterung des afrikanischen Kontinents – und teilte die dadurch gewonnenen Einblicke und Erfahrungen mit dem weltweiten Publikum der BBC.

The Ball of Peace, der „Ball des Friedens“ im Jahr 2014 wurde von mehr als 18.500 Menschen in 25 Ländern unterschrieben und zu einem Symbol für Inklusion und Hoffnung. Schulen, Fußballclubs, Militärbasen, Botschaften und berühmte Kulturstätten waren die Austragungsorte für hunderte Fairplay-Fußballspiele in Europa, Nord- und Südamerika. The Ball traf Prinz Harry, den Präsidenten von Honduras, Weltklasse-Fußballer, aber auch die Sportlerinnen und Sportler der Special Olympics und Obdachlose. ESPN, CNN, Fox Sports, Telemundo und viele weitere Medien berichteten über die Geschichte von The Ball.

Auf seiner aktuellen Reise zur 21. FIFA Fußballweltmeisterschaft wird The Ball in jedem Land Projekte von Partnern besuchen und sich bei Fairplay-Fußball und Musik-, Kunst-, Tanz- und Theateraktivitäten einbringen. Unser Ziel ist es, ihre positiven, durch Mitgefühl motivierten Fußballgeschichten zu entdecken und zu dokumentieren.“

Auch Fußball-Erfolgstrainer Jürgen Klopp unterstützt die Aktion. Er schreibt: „Dieser Ball ist ein fantastisches Symbol für die aktuelle Situation. Wie einfach Dinge wären, wenn wir uns nur alle um The Ball herum orientieren könnten. Wer meine Unterschrift [auf The Ball] sieht, kann sich für einen Augenblick ein wenig besser fühlen, denn er weiß, dass er von Freunden umgeben ist und wenn auch er darauf unterschreibt, wird er Teil unserer Mannschaft. Ich würde mich freuen, wenn auch du dich unserer Mannschaft anschließt.”

 

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