Viel Lob für digitales Lernen bei der Paritätischen Akademie: „Die Effizienz war optimal“ – Ausbildung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

digitales LernenNeudietendorf/Weimar. „Ein Thema, welches in Unternehmen der Sozialwirtschaft nicht mehr wegzudenken ist.“ Gabriele Kießling vom Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda weiß um die Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Deshalb hat die Fachbereichsleiterin auch den Zertifikatskurs zur betrieblichen Gesundheitsmanagerin bei der Paritätischen Akademie absolviert. Und sie ist am Ende sehr zufrieden: Die Ziele, die sie sich selbst gesteckt hatte, sind erreicht: Informationstransfer, Wissensinput und vor allem fachliche Begleitung bei der Einführung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements im eigenen Unternehmen. Das Besondere an dem Kurs, den Gabriele Kießling absolviert hat: Der Kurs fand im Blended-Learning-Verfahren statt. Das heißt: Präsenz- und Selbstlernphasen wurden miteinander kombiniert. Die Selbstlernphasen wurden durch eine Online-Plattform unterstützt und fachlich begleitet. 48 Unterrichtsstunden wurden im Präsenzverfahren erteilt, etwa 52 Unterrichtsstunden waren für die Selbstlernphase reserviert.


Für die meisten der 14 Teilnehmenden aus verschiedenen Einrichtungen war dieses Blended-Learning-Format völlig neu. Der Vorteil des digitalen Lernens: Die Lehrmaterialien sind digital verfügbar, alle Mitarbeitenden im Unternehmen sind erreichbar, unabhängig von ihrer Arbeitszeit und ihrem Arbeitsort. Und auch Menschen mit Beeinträchtigungen sind besser einzubinden.

Und so funktioniert das Blended-Learning-Verfahren: Auf der Plattform, die bei der Paritätischen Akademie aufgesetzt, angepasst und in den Akademiebetrieb eingebunden wurde, werden Begleitmaterialien, Checklisten und Übungsaufgaben bereitgestellt. Zu ausgewählten Zeiten sind auch die Dozenten auf der Plattform erreichbar. Gespannt waren die Initiatoren des Projektes auf die Reaktionen nach dem ersten Kurs – der Ausbildung zum/r betrieblichen Gesundheitsmanager/in. Die Rückmeldungen fielen sehr positiv aus. Die Effizienz sei optimal gewesen, hieß es da beispielsweise, ebenso wurde die Kombination von Präsenzlernen und Online-Weiterbildung gelobt. Der Aufbau der Plattform fand ein positives Echo. Sie wurde als „übersichtlich und einfach bedienbar“ eingestuft. Auch die Aufgaben und Deadlines in der Selbstlernphase wurden als sehr gut bewertet. „Das Ziel wurde inhaltlich erreicht“, bilanziert auch Gabriele Kießling.

Wenn das Projekt „Digitales Lernen“ am 30. April nach zwei Jahren ausläuft, dann steht fest, dass sich die Erfahrungen, die man mit dieser Form der Weiterbildung gemacht hat, bewährt haben. Gabriele Kießling hat bereits Inhalte der Weiterbildung zur Betrieblichen Gesundheitsmanagerin in ihrem Unternehmen umsetzen können. „Die Chronologie des Seminaraufbaus ermöglichte die passgenaue Umsetzung in die Praxis“, berichtet sie. Eine Konzeption liegt vor, die Befragung der Mitarbeitenden durch die AOK ist abgeschlossen, die Auswertung wird in diesen Tagen dem Vorstand und dem Betriebsrat präsentiert und daraus werden sich dann konkrete Handlungsschritte ableiten.

Am Schluss bleibt bei der Frage, wie Gabriele Kießling die Kursgestaltung im Blended-Learning-Form empfand, viel Lob, aber auch ein Anflug von Selbstkritik: „Eine neue Erfahrung, ich hätte es wohl mehr nutzen müssen. Aber die Zeit fehlte.“

Für dieses Jahr ist bereits eine Neuauflage des Weiterbildungskurses zum/zur Betrieblichen Gesundheitsmanager/in geplant. Und natürlich wird man aus den Erfahrungen des ersten Kurses lernen und weitere Verbesserungen vornehmen. Für Gabriele Kießling steht fest, dass sie diesen Kurs unbedingt weiterempfiehlt – und zwar „allen, die im sozialen Setting unterwegs sind, wenn möglich den Geschäftsführenden oder den Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat. Es braucht für die Umsetzung Entscheidungsträger.“

Tags: Digitalisierung

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