Paritätische Kreisgruppe im Wartburgkreis appelliert an Politiker: Bei kommunaler Neuordnung Bürgernähe und Bürgerfreundlichkeit der Verwaltung erhalten

Kreisgruppe Wartburgkreis mit Eisenachs OB Katja WolfEisenach, 5. Juni 2018. Bei der kommunalen Neuordnung im Wartburgkreis erwartet der Paritätische, dass Bürgernähe und Bürgerfreundlichkeit der Verwaltung erhalten bleiben. Man sollte den Blick hier nicht nur auf die Effizienz richten, sondern auf die Bedürfnisse der Betroffenen, machte die Paritätische Kreisgruppe in einem Gespräch mit der Eisenacher Oberbürgermeisterin Katja Wolf deutlich (unser Bild).
Dabei hat der Paritätische vor allem ältere Menschen und Menschen mit Behinderung im Auge, die persönliche und greifbare Ansprechpartner auch in den kommunalen Strukturen benötigen.

Die Mitgliedsorganisationen der Kreisgruppe des Paritätischen sind in der Region ein starker Wirtschaftsfaktor. Das zeigt auch die neue und überarbeitete Ausgabe des Sozialwirtschaftsberichts, den die Kreisgruppe der Oberbürgermeisterin überreichte. Zu der Kreisgruppe zählen 16 gemeinnützige Vereine. 200 Hilfs- und Unterstützungsangebote in den unterschiedlichsten Bereichen werden den Bürgern des Kreises gemacht. Das reicht von der Kinder- und Jugendarbeit über Angebote für Frauen und Familien bis hin zu Rettungsdiensten und Kriseninterventionsstellen.

Die Mitgliedsorganisationen der Kreisgruppe haben über 480 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen. Darüber hinaus bieten sie fast 90 Ausbildungsplätze, Zuverdienst-Arbeitsplätze sowie Einsatzstellen für Praktika an. Hinzu kommen 540 ehrenamtlich Tätige, ohne deren Hilfe die vielfältigen Aufgaben nicht zu bewältigen wären. Der jährliche Produktionswert von über 18 Mio. Euro, der in den Mitgliedsorganisationen des Paritätischen im Wartburgkreis und in Eisenach geschaffen werden, verdeutlicht die Bedeutung der Paritätischen Kreisgruppe als regionale Wirtschaftskraft. Dabei ist in dieser Summe der zusätzliche Wertschöpfungsbeitrag des Ehrenamts nicht einmal erfasst.

Die Paritäterinnen und Paritäter in der Region wünschen sich von den politisch Verantwortlichen, Ziele und Wege zu vereinbaren, wie die Sozialwirtschaft auch in Zukunft ihren gesellschaftlichen Auftrag passgenau und effektiv erfüllen soll. Wie gut dies gelingt, hängt nicht zuletzt davon ab, ob und inwieweit Planer und Praktiker, Entscheider und Macher an einem Strang ziehen. Erfolgsfaktoren sind dabei größtmögliche Offenheit, ein kontinuierlicher Informations- und Erfahrungsaustausch, gemeinsame Zielvereinbarungen und verbindliche Formen einer transparenten Zusammenarbeit.

Gerade angesichts Notlagen bei der Unterbringung, Betreuung und Eingliederung tausender Flüchtlinge und Asylsuchender erwies sich wieder die Belastbarkeit einer erprobten und bewährten Partnerschaft.

 

Tags: Kreisgruppe Eisenach/Wartburgkreis, Gebietsreform, Sozialwirtschaftsbericht, Paritätische Kreisgruppe

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