Suchtberatungsstellen sind systemrelevant

Paritätischer Thüringen fordert ausreichende Finanzierung

Neudietendorf, 03.11.2020 | 47 Suchtberatungsstellen gibt es in Thüringen und jede einzelne ist wichtig, bietet wichtige Hilfe. Über 10.000 Menschen, Suchtkranke, deren Angehörige, werden jährlich erreicht. Morgen findet zum ersten Mal der bundesweite Aktionstag „Kommunal wertvoll“ statt. „Wertvoll waren die Suchtberatungsstellen schon immer“, erklärt Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen, „aber während des Lockdowns ist der Konsum von Suchtmitteln laut mehrerer Studien angestiegen. Und gerade die Pandemie zeigt, wie wichtig die Betreuung ist, damit Suchtkranke nicht wieder rückfällig werden. Daher muss die regelmäßige Arbeit der Suchtberatungsstellen ermöglicht werden“, so Werner weiter. „Außerdem benötigen die Beratungsstellen unbedingt die finanzielle Ausstattung dafür. Hier brauchen wir die Zusagen der Kommunen. Wir brauchen ein klares Bekenntnis, das sich eben auch in der Finanzierung wiederspiegelt. Eine Hängepartie von Jahr zu Jahr, ist weder für die Mitarbeiter zumutbar, noch für die Suchtkranken“, erläutert Stefan Werner die Position des Paritätischen Thüringen.
Die finanzielle Entlastung der Kommunen durch das Konjunkturpaket des Landes sollte zur Stärkung der sozialen Daseinsvorsorge genutzt werden. Der Paritätische Thüringen unterstützt die Forderung der Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e. V. nach einer finanziell gesicherten niedrigschwelligen ambulanten Suchthilfe in ganz Thüringen.

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