Schluss mit immer mehr Forderungen! Einstieg in die Umsetzung – Jetzt!

Paritätischer: nicht nur fordern, sondern endlich die Pflege und Einrichtungen der Behindertenhilfe wirklich unterstützen

Neudietendorf, 10. 02. 2021| Der Paritätische Thüringen nimmt zu den neuerlichen Forderungen aus der Politik nach täglichen Testungen in den Pflegeeinrichtungen Stellung. Tägliche Tests der Beschäftigten können ohne Zweifel bei der Bewältigung der Krise helfen, allerdings ist das aktuell aufgrund der logistischen Aufwendungen nicht realistisch und nicht der einzige Weg, so der Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen, Stefan Werner. Jeder Test ist mit Zeitaufwand verbunden und das betrifft nicht nur das Testen an sich, sondern auch den damit zusätzlich verbundenen bürokratischen Aufwand. Das ist alles Zeit, die bei der eigentlichen Aufgabe – der Pflege und Betreuung – fehlt. Aktuell sind die Einrichtungen vor allem damit beschäftigt, Anträge zu stellen, Abrechnungen zu erstellen und – oft verzweifelt – Informationen zu bekommen.
„In der sowieso schon angespannten Situation gehen die Einrichtungen und Dienste aktuell in Vorleistung. Es wird Zeit, aus dem Forderungsmodus herauszukommen und die Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe viel eher zu unterstützen und außerdem die entstandenen Zusatzkosten auch mal zu bezahlen.“, fordert Stefan Werner. Der Aufwand für Testungen ist nicht unerheblich – nicht umsonst werden die Einrichtungen durch Freiwillige und Bundeswehr unterstützt. Aber auch hier gibt es erheblichen Nachbesserungsbedarf. „Forderungen, um des Forderns willen, können wir nur zurückweisen. Wir brauchen vor allem Vorschläge zur Umsetzung. Praktikable Vorschläge.“, stellt der Landesgeschäftsführer die Position des Paritätischen Thüringen klar. Vor allem beim Thema Impfen müsse man schneller und besser werden, konstatiert Werner.

Drucken