Die letzten Meter gemeinsam gehen

Neudietendorf, 10.03.2021| Der Weg zur Bekämpfung der Pandemie war schmerzhaft. Wir sind ihn aber gemeinsam gegangen und haben bei allen noch unerledigten Aufgaben und Verzögerungen doch einiges erreicht. Jetzt kommt es darauf an, solidarisch in einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Akteure die letzten Meter zu bewältigen. So der Appell des Paritätischen Thüringen vor der Landtagssitzung zur neuen Corona-Verordnung. „Was wir jetzt nicht brauchen, sind Parteien, die aller Energie in die Ausgestaltung von Pressemitteilungen, die den jeweils anderen eine Schuld geben oder immer neue Forderungen aufstellen, stecken. Wir brauchen gemeinsame Diskussion, die zu gemeinsamen Lösungen führen. Der Paritätische steht bereit die Erfahrung und Expertise seiner Mitgliedsorganisationen einzubringen“, so der Landesgeschäftsführer Stefan Werner. Allerdings besteht der Paritätische darauf, im Namen seiner Mitglieder ernst genommen zu werden. Wenn aber beispielsweise die Vorschläge zur Öffnung der Tagespflegeeinrichtungen für Menschen mit Behinderungen so umformuliert werden, dass eine Öffnung faktisch nicht mehr stattfindet, dann darf gefragt werden, was mit der parlamentarischen Arbeit gerade los ist. Zum Verständnis: Die Tagespflegeeinrichtungen sollen geöffnet werden – ab dem 1. April für schon Geimpfte. „Vielleicht hängt es ja mit dem Datum zusammen, aber woher sollen denn die Geimpften kommen, die meisten dieser Gruppe sind noch gar nicht geimpft. Und hier eine Ungleichbehandlung einzuführen, kann nicht das Ziel sein. In vollstationären Einrichtungen werden Geimpfte und Ungeimpfte gleichermaßen gepflegt. Ebenso unverständlich ist, warum erfasst werden soll, wer von den Pfleger*innen sich testen lässt und wer nicht. Es gibt überhaupt keine gesetzliche Grundlage für die Tests. Hier werden mit Aufwand Daten erhoben, die wenig Erkenntnis bringen“, erklärt Werner.

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