Maskentragen ist keine Kindswohlgefährdung

Neudietendorf, 21.04.2021| Der Paritätische Thüringen verwahrt sich dagegen, dass der Begriff „Kindswohlgefährdung“ inflationär für das Maskentragen in den Schulen verwendet wird. Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen tatsächlichen Gefährdungen, wie Missbrauch, sexualisierter Gewalt, Vernachlässigung und dem Maskentragen. „Gleichwohl sehen wir natürlich die Probleme“, so Steffen Richter, Kinder- und Jugendhilfereferent beim Paritätischen,“ insbesondere die Kurzfristigkeit der Ankündigung, machte es den Schulen unmöglich, den Unterricht so anzupassen, dass die Kinder genügend Masken-Pausen bekommen.“ Ebenso ist es schwierig erst während der Umsetzung der Maskenpflicht, im laufenden Betrieb, wichtige Aspekte diskutieren zu können. Viele Fragen bleiben offen: Was macht die Maskenpflicht mit Kindern mit Hörbeeinträchtigung? Was mit Kindern mit Migrationshintergrund? Welche Konzepte schulischen Lernens müssen entwickelt werden. „Daher wünschen wir uns jetzt im Vorfeld der Notbremse rechtzeitige Informationen, denn jetzt muss geplant werden. Auch das – rechtzeitige Information – ist letztlich Infektionsschutz“, so Steffen Richter weiter. „Gleichzeitig, und da schließe ich uns mit ein, appelliere ich an alle, jetzt gemeinsam alles zu tun, um die Pandemie und nicht Symptome zu bekämpfen. Wir müssen jetzt gemeinsam Lösungen finden und mit Mut Verantwortung übernehmen. Das große Stichwort ist hier gemeinsam.“, so Richter abschließend.

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