Internationaler Tag der älteren Menschen am 1. Oktober Dank und Würdigung für das Geleistete

Neudietendorf, 30.10.2021| „Die ganze Welt kann von der älteren Generation profitieren!“, sagte der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan. Seit 1990 ist der 1.Oktober der Internationale Tag der älteren Menschen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Digitale Chancengleichheit für alle Altersgruppen“. Für den Paritätischen Thüringen ein drängendes Problem, denn immer mehr Dinge und Aufgaben destäglichen Lebens werden digitalisiert.

Das reicht von Formularen, die immer häufiger online auszufüllen sind, bis hin zu Karten für Veranstaltungen. Für viele ältere Menschen stellt das ein Erschwernis dar. Und das nicht nur in Bezug auf Kenntnisse und Fähigkeiten in Bezug auf den Umgang mit digitalen Anwendungen. Vielmehr sind auch viele Anwendungen, wie Apps und Internetseiten nicht so aufgebaut, dass sie barrierefrei zu benutzen sind. „Corona hat die Entwicklung im digitalen Bereich beschleunigt. Ohne Frage, in vielen Punkten ein Vorteil für Viele, aber eben nicht für Alle. Wir dürfen die ältere Generation hier nicht allein lassen. Wenn wir von Teilhabe reden, dann meint das auch Teilhabe am digitalen Leben. Und hier sind wir alle gefordert – Behörden, Wohlfahrtsverbände, Politik und Wirtschaft – unsere digitalen Angebote zu überprüfen und so zu gestalten, dass sie wirklich von allen Menschen genutzt werden können.“, erklärt Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Landesverbandes Thüringen. Gleichzeitig ist es wichtig, das oftmals verzerrte Bild älterer Menschen zu revidieren. Differenzierte Bilder wirken Diskriminierung entgegen und wirken sich positiv auf das Zusammenleben der Generationen aus. Dies insbesondere, weil ältere Menschen einen unschätzbaren Beitrag für eine lebendige Bürgergesellschaft leisten – nicht nur innerhalb der Familien, sondern auch mit ihrem ehrenamtlichen Engagement. Seit 1990 ist der 1. Oktober der Internationale Tag der älteren Menschen und ein guter Anlass, den älteren Mitbürgern zu danken. „Dank und Wertschätzung heißt aber auch gegenzusteuern, wenn die Lebensleistung für immer mehr Menschen nicht reicht um den dritten Lebensabschnitt würdig zu verbringen. So sind zunehmend mehr Menschen von der Grundsicherung im Alter abhängig oder rutschen aufgrund von steigenden Pflegekosten in die Armut. Hier ist eine zukünftige Bundesregierung gefordert, Voraussetzungen für armutsfeste Renten zu schaffen, die Selbstkosten in der Pflege endlich ernsthaft zu begrenzen und die gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungsstrukturen sicherzustellen.“, so Stefan Werner.

Drucken